Internet of Things in Deutschland: Nur ein Drittel hat Projekte als Pilot oder operativ umgesetzt

Die deutschen Vorreiterunternehmen erwarten, dass in drei Jahren – also bis 2019 – bereits die Hälfte ihrer Produkte IoT-Ready ist.

Die Vernetzung von Produkten, Maschinen oder Anlagen schreitet global betrachtet mit großen Schritten voran. Laut einer Prognose des IT-Analysehauses IDC sollen sich die im Internet of Things (IoT) weltweit verbundenen „Dinge“ von 12,1 Milliarden im Jahr 2015 bis zum Jahr 2020 auf 30,3 Milliarden mehr als verdoppeln.

Laut einer Ende 2016 durchgeführten IDC-Befragung verkennen die deutschen Unternehmen jedoch mehrheitlich das Potential, sich durch IoT vom Wettbewerb zu differenzieren. Zwar ordnen fast drei Viertel der Befragten das Internet of Things als sehr oder extrem wichtig für ihr Unternehmen ein (72 Prozent).

Dennoch befindet sich der Großteil der Organisationen noch immer in der Evaluierungs- und Planungsphase von IoT-Initiativen: So hat nur ein Drittel aller befragten Unternehmen bis dato Projekte als Pilot oder operativ umgesetzt.

Großunternehmen treiben hierbei die IoT-Adoption stärker voran als der Mittelstand. Hürden einer zügigeren IoT-Umsetzung liegen in knappen Budgets (28 Prozent), einem Mangel an Know-how (24 Prozent) und der hohen Komplexität von IoT-Lösungen (27 Prozent).

Dass sich viele Unternehmen noch in einer frühen Phase befinden, spiegelt sich auch in einer ad-hoc Finanzierung wider: Meist handelt es sich hierbei um Projekt-Budgets (25 Prozent) oder Budgets aus den Fachbereichen (23 Prozent).

Dabei können IoT-Technologien nicht nur eingesetzt werden, um interne Prozesse und Abläufe zu optimieren, sondern auch in die Produkte eines Unternehmens einfließen. Durch die Integration von Sensorik, eingebetteten Systemen und Konnektivität werden dessen Produkte IoT-Ready.

Die Vorreiterunternehmen erwarten, dass der Anteil ihrer vernetzten Produkte in den kommenden Jahren um 69 Prozent deutlich steigt, sodass bereits im Jahr 2019 jedes zweite ihrer Produkte IoT-Ready sein wird.

Weitere Zahlen & Fakten zum Status Quo beim Internet der Dinge in Deutschland in der folgenden Infografik:

Quelle: IDC

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Alle Kommentare [1]

  1. Ein guter Artikel Herr Kroker.

    Viele KMU sind bemüht Organisation, Produkte und Infrastruktur zu verbessern. Leider werden durch Mangel an Know-how und der Komplexität KEINE IoT-Initiativen ergriffen.

    Unternehmen die sich mit IoT in die Zukunft entwickeln werden deutlichen Vorsprung erzielen.

    Unternehmen ohne IoT-Initiativen werden erkennen, dass es schwieriger wird, dass die Markt-Performance (Produkte, Kundenbindung, Organisation, Prozesse – intern, wie extern -, …) sich fast uneinholbar entwickelt.

    Mit IoT-Know-how, Innovationskultur und Transparenz ist es möglich die IoT-Zukunft anzugehen.