Deutschland im Ländervergleich 2017: Mobile & E-Commerce hui – mobiles Web & Social pfui

Bei der Handy-Nutzung und im E-Commerce spielt Deutschland vorne mit – beim mobilen Web und Social Media besteht dagegen Nachholbedarf.

Und alljährlich grüßt das Murmeltier: Die internationale Digital-Agentur “We are Social” mit Hauptsitz in London hat Anfang der Woche ihre alljährliche Studie über Internet, Mobile, Social & Co veröffentlicht: “Digital in 2017″.

Spannend dabei vor allem der Vergleich, wie sich die Digital-Infrastruktur in Deutschland verglichen mit anderen Ländern schlägt. Dabei offenbart die Studie einige durchaus überraschende Widersprüche (zum Vergrößern auf die jeweilige Grafik klicken):

Quelle: WeAreSocial

So liegt die Durchdringung mit eindeutig unterscheidbaren Handy-Nutzern zwischen Rhein und Oder – gemessen an der Gesamtbevölkerung – mit 82 Prozent mit an der Spitze aller betrachteten 31 Länder.

Umgekehrt kommt Deutschland beim Anteil des mobilen Internets gemessen am gesamten Internet-Verkehr mit gerade mal 30 Prozent nur auf einen hinteren Platz – auch weit abgeschlagen vom weltweiten Durchschnitt von 50 Prozent.

Quelle: WeAreSocial

Anders ausgedrückt: Das Gros der deutschen Mobil-Nutzer scheinen ihre Smartphones nicht oder deutlich seltener als die User in anderen Staaten für das Surfen im mobilen Web zu nutzen.

Beim E-Commerce, also dem Shoppen im Internet, erobern die Deutschen dagegen sogar die Bronzemedaille hinter Großbritannien und Südkorea: Fast drei Viertel aller hiesigen Internet-Nutzer haben im letzten Monat online eingekauft (72 Prozent):

Quelle: WeAreSocial

Wie in den Vorjahren eines der größten Sorgenkinder ist dagegen der Bereich Social Media: Zwar nutzen die Deutschen Facebook, Twitter & Co. mit 41 Prozent, gemessen an der Gesamtbevölkerung, etwas häufiger als noch vor Jahresfrist (35 Prozent).

Das reicht im Vergleich aller 31 Staaten dennoch nur für einen Platz im unteren Drittel, hinter Vietnam und vor Indonesien – und nur leicht über dem Durchschnitt von 37 Prozent. Zum Vergleich: In den USA, Großbritannien oder Australien liegt der Anteil bei knapp zwei Dritteln der Bevölkerung.

Quelle: WeAreSocial

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Alle Kommentare [1]

  1. …in anderen Ländern hat man teils ein Vielfaches an Datenvolumen zum selben Preis wie in Deutschland. Aus meiner Sicht verständlich, dass manche Personen sich beim Surfen in Deutschland zurückhalten. Interessant wäre: wenn jemand auf dem Handy über WLAN ins Netz geht, surft er dann mobil? Dies könnte die Zahlen deutlich beeinflussen, denn viele hierzulande gehen mit WLAN ins Netz, wenn sie z.B. Videos anschauen. Vielleicht ist dies im Ausland wegen dem Datenvolumen deutlich weniger?
    Bernd Schüßler – Nachhaltige Unternehmenskommunikation
    Marketingagentur Freiburg
    http://www.berndschuessler.de