„Ganz einfach“: So funktionierte der E-Mail-Versand anno 1984 (Video)

Eine britische TV-Sendung aus dem Jahr 1984 erklärt wie man per Computer und Telefon elektronische Botschaften verschickt – und diese ausdrucken kann.

Die Fernsehsendung „Database“, die Anfang der 80er Jahre auf dem britischen TV-Sender Thames Television ausgestrahlt wurde, war in Großbritannien eine frühe Computersendung, vergleichbar mit dem hiesigen „WDR Computerclub“.

In der Sendung vom 7. Juni 1984 interviewt Database-Moderatorin Jane Ashton das Ehepaar Pat und Julian Green, selbsterklärte Computer-Nerds aus Nord-London. Julian erklärt, wie er zwischen sein Telefon und seinen Rechner ein Modem klemmt, per Wählscheibentelefon einen anderen Computer anwählt und dann das Modem einschaltet. „Das ist ganz einfach“, beteuert Julian.

„Da tut sich was“, konstatiert Moderatorin Ashton – und wenige Augenblicke später flimmert auf dem PC-Monitor das Auswahlmenü des Micronet 800, eine Art per Computer zugreifbarer Videotext der British Telecom.

Die interviewte Britin Pat – „Computer sind nicht nur was für Schüler und junge Leute“ – nutzt laut eigenem Bekunden sogar bereits das Mail-System im Micronet 800. Auf Nachfrage, wen sie zuletzt dort angeschrieben habe, antwortet Pat: „Meinem Doktor – wegen eines Rezepts. Das hat er mir dann elektronisch geschickt.“

Nachher gibt’s noch eine Live-Demo einer E-Mail von Pat ins Database-Studio. „Die kann man sogar ausdrücken“, sagt Jane Ashton. Und schon kratzt und knarzt der Matrix-Drucker – hach, wie schön…

Den nächsten Blog-Beitrag gibt’s nach meinem Herbsturlaub hier wieder am 17. Oktober.

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