Mobil-Nutzung in Deutschland: Städte im Süden liegen vorn; der Osten hinkt hinterher

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zur hiesigen Nutzung von Smartphones und Tablets im zweiten Quartal 2016 – inklusive mobiler Heatmap.

Der mobile Werbevermarkter Opera Mediaworks, eine hundertprozentige Tochter des Browser- und Softwareanbieters Opera, hat kürzlich wieder neue Zahlen zur Mobil-Nutzung in Deutschland im zweiten Quartal 2016 veröffentlicht, die auf eine Analyse der ausgespielten Werbung innerhalb des eigenen Netzwerks basieren.

Wichtigster Befund: Der Smartphone-Anteil wächst weiter: So ist mit 98 Prozent ein Großteil der insgesamt 1,5 Milliarden Ad Impressions im Opera Network auf Smartphones ausgespielt worden – ein Plus gegenüber dem ersten Quartal um zwei Prozentpunkte.

Auch die App-Nutzung ist zwischen April und Juni weiter gestiegen: 65 Prozent der Anzeigen werden in Apps gezeigt, nur 35 Prozent im mobilen Browser. Zwischen Januar und März lag das Verhältnis noch bei 61 Prozent zu 39 Prozent.

Spannend auch die mobile Heatmap Deutschlands – also der Vergleich der Mobil-Nutzung zwischen den Bundesländern und den größten Städten (gemessen als Ad Impressions im Verhältnis zur Einwohnerzahl): Demnach sind vor allem die Städte im Süden regelrechte mobile Treiber. Auf dem Spitzenplatz liegt Stuttgart vor München und Nürnberg; während Berlin im Städtevergleich abgeschlagen auf Platz 16 rangiert.

Bei der Pro-Kopf Mobile-Nutzung liegen die ostdeutschen Bundesländer signifikant unter dem bundesweiten Durchschnitt; lediglich Sachsen kann mit den westlichen Bundesländern mithalten. Offenbar eine Folge der immer noch schlechten Infrastrukturversorgung insbesondere in der Fläche im Osten.

Weitere Zahlen und Fakten im ersten Quartal in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Opera Mediaworks

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Alle Kommentare [1]

  1. Auch im B2B geht nichts mehr ohne Mobile Device. Trotz der überzeugenden Zahlen ist festzustellen, dass sich Unternehmen besonders im Mittelstand schwer tun Ihre Compliance anzupassen. Es ist zwar kein alleiniges Thema für die IT – aber ohne geht es nicht. Je nach verfolgten Konzept (BYOD oder GYOD) muss der Umgang mit Kundendaten in den Compliance geregelt werden.

    Denn kein Unternehmen möchte, dass nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters das Gold der Firma – Kundendaten, Passwörte etc. – auf dem Endgerät des Mitarbeiters verbleibt. Neben der gemeinsamen Willenserklärung sollte hierbei aber auch ein Weg durch die IT gefunden werden, wie Firmendaten für den Arbeitsalltag verfügbar sind ohne die Firma zu verlassen.