E-Commerce am Smartphone: 21 Prozent vom Shopping-Traffic – nur 9 Prozent der Verkäufe

Die Deutschen shoppen per iPhone & Co. entweder sehr schnell – oder gar nicht. Die Mehrzahl der Käufe im Internet erfolgt weiterhin am stationären PC.

Smartphones dienen den Internet-Surfern in Deutschland immer noch überwiegend als Informationsquelle. Und wenn sie mobil einkaufen, dann sehr schnell. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie zum Thema E-Commerce an iPhone & Co., die der Münchner Online-Werbevermarkter IntelliAd heute veröffentlicht hat.

Demnach erfolgen nur neun Prozent der Verkäufe via Smartphone, obwohl 21 Prozent des Shopping-Traffics in den untersuchten Webshops von Mobilgeräten stammen. Anders ausgedrückt: Allen Usability-Bemühungen vieler E-Commerce-Shops zum Trotz werden viele Onlinekäufe, die am Smartphone starten, immer noch am stationären PC abgeschlossen.

Mehr noch – dort sind die Vorzeichen gerade andersherum als beim Smartphone: So finden am Desktop-Rechner satte 83 Prozent der Kaufabschlüsse statt, obwohl der Traffic-Anteil nur bei 70 Prozent liegt.  In vielen Fällen wollen sich Surfer offensichtlich nur kurzfristig per Handy informieren, ohne gerade eine konkrete Kaufabsicht zu haben.

Weiterer Befund der Analyse: Entweder werden Online-Käufe am Smartphone werden sehr schnell abgeschlossen – oder gar nicht. Die Hälfte aller Kaufprozesse dauert weniger als eine Stunde. Im Schnitt sind dabei pro Kauf 3,6 Besuche nötig (im Vergleich zu je 3,8 Visits an PC und Tablet).

Zudem schwanken die Kaufzahlen in der Woche und am Wochenende weniger stark als am Tablet: So beträgt beim Smartphone der Unterschied zwischen absatzstärkstem (Sonntag) und -schwächstem Tag (Donnerstag) nur 27 Prozent – bei iPad & Co. sind es dagegen 53 Prozent. Die entsprechende Analyse zum E-Commerce am Tablet gab’s im Juli hier im Blog.

Quelle: IntelliAd

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Alle Kommentare [2]

  1. In der Tat ist es momentan so, dass die meisten meiner Bekannten zur schnellen Informationsgewinnung das Smartphone nutzen, weil dieses sowieso in Griffweite sich befindet. Das mühsame Rechner hochfahren (PC oder Notebook) dauert meistens viel zu lange, allerdings nimmt man sich dann die Zeit mit diesen Geräten, um eine endgültige Bestellung aufzugeben. Beim Bestellen ist das ganze dann übersichtlicher und das Ausdrucken geht einfacher.