Computing-Markt: Der PC – von Zero to Hero… und fast wieder zurück

Wie dramatisch – und wie rasend schnell – sich die Machtverhältnisse weg von PCs hin in Richtung Android verschoben haben, zeigt eine Langfristbetrachtung.

Schon vor drei Jahren habe ich anhand eines sehenswerten Langfristcharts das Ende des Wintel-Monopols beschrieben: Unter Wintel, Ältere mögen sich erinnern, verstanden Analysten Computer mit Windows-Betriebssystem und Intel-Prozessoren. In der Spitze stammten monopolartige 96 Prozent aller PCs von dem Wintel-Duo. Bis Ende 2012 sackte jener Wert auf gut 35 Prozent ab.

Spannend ist nun, wie es seitdem weitergegangen ist: Dazu hat Ben Bajarian, Industrie-Beobachter beim amerikanischen Analysehaus Creative Strategies, die Daten der wichtigsten Computing-Plattformen von 1977 bis heute in einer Grafik zusammengetragen.

Quelle: Ben Bajarian

Der aus Sicht von Microsoft und Intel geradezu erschütternd anmutende Befund: Der Marktanteil des PCs als lange Zeit dominierende Computing-Plattform ist seit dem Start im Jahr 1981 bis Mitte der 90er Jahre auf fast 100 Prozent angewachsen. Und seitdem, insbesondere dank des rasanten Wachstums des Mobilsystem Android – auf zuletzt nur noch 16 Prozent eingedampft.

Von Zero to Hero – und fast wieder zurück. Oder wie es Philipp Elmer-DeWitt bei „Forbes“ ebenfalls kurz und knackig zusammengefasst hat: Die PC-Ära gleicht einer Teekanne. Das passt. Bleibt bloß abzuwarten, welchen Verlauf der im Smartphone-Bereich längst als neuer Quasi-Monopolist auftrumpfende Rivale Android dereinst nehmen wird.

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Alle Kommentare [1]

  1. Betrachtet man den Gesamtmarkt der Systeme ist die Grafik sicher ersteinmal beeiendruckend. Betrachtet man den produktiven Sektor realtiviert sich das Ganze aber sicherlich wieder in die Dominanz der Wintel Allianz, denn keiner im Businessumfeld schreibt, rechnet und zeichnet mit Andorid …