Jeder zweite Deutsche hat Smartphone ständig bei sich – aber nur ein Drittel will mobil bezahlen

Schlechte Aussichten für die Anbieter mobiler Bezahlsysteme: Die Bereitschaft zur Zahlung via Smartphones hinkt der sonstigen Nutzung deutlich hinterher.

Mal wieder eine interessante Studie von Tomorrow Focus Media. Der Online-Werbevermarkter, eine Tochter der mehrheitlich zum Burda-Verlag gehördenden Tomorrow Focus AG, hat im April die Nutzungsgewohnheiten der Deutschen in Sachen Smartphone untersucht.

Bei der Befragung von fast 1000 Personen gab jeder zweite Teilnehmer an, sein Smartphone rund um die Uhr bei sich zu haben. Die durchschnittliche Nutzung beträgt 18 Stunden – und das wohlgemerkt am Tag:

Quelle: Tomorrow Focus Media

Dabei nutzen zwei von drei Befragten ihr Smartphone bereits in der ersten Stunde direkt nach dem Aufstehen. Bis zum Mittag steigt die Nutzungsrate dann bereits auf fast 94 Prozent.

Egal ob in der U- oder S-Bahn, im Auto, auf dem Sofa oder auf dem stillen Örtchen – es gibt kaum einen Ort, zu dem die Deutschen ihr multifunktionales Smartphone nicht mitnehmen:

Quelle: Tomorrow Focus Media

Wobei die allererste Tagesaktivität mit den kleinen Alleskönnern in der Regel höchst unspektakulär ist: Rund 40 Prozent lassen sich alltäglich von ihrem Smartphone wecken. Und immerhin jeder Vierte liest als erstes SMS- oder WhatsApp-Nachrichten.

Eine Enttäuschung hat die Tomorrow-Focus-Studie auch parat – für die stark gehypte Branche der Anbieter von mobilen Bezahlsystemen: Nur knapp ein Drittel der Befragten würde mit dem Smartphone bezahlen.

Quelle: Tomorrow Focus Media

Die große Mehrheit der Nutzer sieht dagegen keinerlei Mehrwert im mobilen Bezahlen im Vergleich zu herkömmlichen Zahlweisen wie Kreditkarte oder Bargeld. Anders ausgedrückt: Mobile Payment löst ein vermeintliches Problem, das die Kunden gar nicht als solches erachten.

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