Social Media in Deutschland: Facebook vor YouTube & Xing; Männer mit mehr Job-Fokus

Während Frauen soziale Netzwerke vor allem für private Statusmeldungen und Games nutzen, dominiert bei Männern die Pflege beruflicher Kontakte.

Der Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus Media, eine Tochter der mehrheitlich zum Burda-Verlag gehördenden Tomorrow Focus AG, hat Ende Oktober eine aktuelle Studie zur Nutzung von sozialen Netzwerken in Deutschland vorgelegt.

Die Zahlen basieren auf einer Online-Umfrage unter 600 zufällig ausgewählten Internet-Nutzern, die sich zuvor beim hauseigenen TFM Opinion-Panel registriert haben. Damit sind die Ergebnisse zwar nicht repräsentativ, geben laut Tomorrow Focus Media aber wichtige Tendenzen für die Web-Nutzung in Deutschland wieder.

Wichtigster Befund: Auch hierzulande ist Facebook das mit Abstand am meisten genutzte soziale Netzwerk – vier von fünf der Befragten nutzen es regelmäßig (83 Prozent). Überraschend ist YouTube auf dem zweiten Platz: Mehr als die Hälfte verwendet die Google-Videotochter regelmäßig. Ein weiteres Drittel steuert regelmäßig das Business-Netzwerk Xing an.

Quelle: Tomorrow Focus

Viele der gehypten US-Internet-Startups sind hierzulande jedoch weit abgeschlagen. Immerhin noch knapp 22 Prozent der Deutschen nutzen den am vergangenen Donnerstag erfolgreich an der Börse reüssierten Kurznachrichtendienst Twitter. Die digitale Bilderwand Pinterest, das Blogging-Portal Tumblr und der mobile Check-In-Dienst Foursquare dümpeln jedoch irgendwo im einstelligen Prozentbereich.

Interessant noch einige Unterschiede in der geschlechterspezifischen Nutzung von Social Media, welche die Umfrage zutage fördert. Zwar ist für Männer und Frauen mit jeweils knapp 50 Prozent das Knüpfen neuer Kontakte der wichtigste Beweggrund für Nutzung sozialer Netzwerke.

Doch während fast 39 Prozent der Männer dort vor allem berufliche Kontakte pflegen, wollen das mit 20 Prozent gerade mal halb so viel Frauen. Umgekehrt liegen Frauen laut der Studie beim Teilen von Bildern, beim Posten von Statusmeldungen sowie bei Social Games deutlich vor Männern.

Das komplette PDF der Studie gibt’s hier zum kostenlosen Herunterladen.



Quelle: Tomorrow Focus

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