Die gestrigen Quartalszahlen des Internet-Konzerns belegen eindrucksvoll Licht und Schatten der neuen Vorstandsfrau in den ersten zwölf Monaten.
Vor einem Jahr ist die einstige Google-Managerin Marissa Mayer überraschend als Chefin an die Spitze von Yahoo berufen worden – ein Glücksfall für den strauchelnden Internet-Pionier, wie unser Silicon-Valley-Korrespondent Matthias Hohensee bereits damals analysierte.
Zu recht, wie sich zwölf Monate später erweist: Denn in der Tat ist es Mayer gelungen, das Image des Internetkonzerns wieder zu polieren, unter anderem etwa durch den Kauf des Blog-Betreibers Tumblr im Mai für 1,1 Milliarden Dollar. Die Börse jedenfalls ist positiv gestimmt: Seit Mayers Amtsantritt hat die Yahoo-Aktie 75 Prozent zugelegt:

Quelle: Wall Street Journal
Das Umsatzwachstum konnte Mayer bisher freilich nicht im gleichen Maße stimulieren – ganz im Gegenteil: Laut den gestern Abend vorgelegten Quartalszahlen schrumpften die Gesamterlöse im zweiten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Mehr noch: Das Kerngeschäft mit Display-Anzeigen sackte im gleichen Zeitraum sogar um 12 Prozent ab.
Das wundert bei Lichte betrachtet freilich nicht: Wie das auf Hightech-Unternehmen spezialisierte US-Portal „Business Insider“ unter Berufung auf aktuelle Comscore-Zahlen vorgestern berichtet hat, ist der Marktanteil von Yahoo im bei der Internet-Suche unter Mayers Regime zuletzt auf ein neues Allzeittief gefallen. Ein bedenklicher Trend, weil das Suchmaschinengeschäft eng gekoppelt ist an die Internet-Anzeigenerlöse.
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Quelle: Business Insider
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