Stress in der IT: 84 Prozent aller IT-Mitarbeiter haben schon selber Datenverlust verursacht

Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in deutschen IT-Abteilungen nennt Stress und Überlastung als häufigste Gründe für Fehler, die zu Datenverlusten führen.

Datenverluste, egal ob privat oder in Unternehmen können viele Ursachen haben: So sind weiterhin Ausfälle von Computer-Festplatten durch sogenannte Headcrashs viel häufiger als etwa Datendiebstahl durch Hackerangriffe. Entsprechend wichtig sind regelmäßige Backups, um wichtige Daten problemlos wiederherstellen zu können.

Eine weitere wichtige, aber bislang wenig beachtete Quelle von Datenverlusten hat jetzt der Datenrettungs-Spezialist Ontrack aus Böblingen näher beleuchtet: Fehler durch Stress und Überlastung, die zu Datenverlust führen – sie geschehen demnach in fast allen Unternehmen. Ein falscher Mausklick, das Backup vergessen oder das System falsch konfiguriert – und schon sind wichtige Unternehmensdaten weg.

Laut einer Studie unter 150 IT-Mitarbeitern in Deutschland haben fünf von sechs IT-Mitarbeitern schon einmal selber einen Datenverlust verursacht (84 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten gab dabei an, dass Stress und Überlastung die häufigsten Gründe für Fehler sind (56 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Befragung:

  • 77 Prozent der deutschen IT-Abteilungen sind überlastet
  • Fehlerkultur: 22 Prozent der IT-Abteilungen beseitigen Fehler lieber schnell, bevor sie sie zugeben. 17 Prozent sagen, dass der Geschäftsführer Fehler nicht gerne sieht
  • Nicht einmal jede zweite IT-Abteilung hat einen definierten Prozess bei Datenverlust, der regelmäßig überprüft wird

Andere Gründe für Fehler in IT-Abteilungen sind falsche Kommunikation (39 Prozent), mangelndes Fachwissen über komplexe Systeme (31 Prozent) und sonstiges menschliches Versagen wie Unaufmerksamkeit (30 Prozent). Ein Fünftel gibt systembedingte Fehler als Grund für Datenverluste an.

Die wichtigsten Zahlen & Fakten aus der Studie zum Thema Stress & Fehlerkultur in der IT in der folgenden Infografik:

Quelle. Ontrack

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