Zwei Drittel der Berufstätigen glauben, digitale Tools effizient im Arbeitsalltag einzusetzen

Trotz des selbstbekundeten Know-hows: Ein Viertel der Beschäftigten fühlt sich oft von zu vielen digitalen Instrumenten bei der Arbeit beeinträchtigt.

Bei der Digitalisierung geht’s aus Unternehmenssicht vor allem um die Transformation des Geschäftsmodell. Dagegen legen die Mitarbeitern ihr Augenmerk vor allem auf den digitalen Arbeitsplatz, wie in der vergangenen Woche hier im Blog dargelegt – bis hin zur deutlich gesteigerten Wechselbereitschaft bei unzeitgemäßer Ausstattung.

Da stellt sich umgekehrt die Frage, ob die Beschäftigten in den Unternehmen bei ausreichender Versorgung mit entsprechenden Tools überhaupt über die digitalen Fähigkeiten verfügen, diese auch produktiv im Arbeitsalltag einzusetzen.

Glaubt man der eigenen Einschätzung, ist das in der Mehrheit der Fälle durchaus der Fall: Zwei Drittel aller Berufstätigen glauben, dass sie die in ihrem Unternehmen vorhandenen digitalen Tools effizient im Arbeitsalltag einsetzen (66 Prozent). Nur 29 haben hier Probleme.

Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung unter 1000 Berufstätigen in Deutschland, die das Marktforschungsunternehmen Kantar Emnid im Auftrag des Intranet-Dienstleisters Hirschtec durchgeführt hat.

Die Studie belegt zudem recht eindeutig: Je mehr Computerarbeit ein Mitarbeiter im Arbeitsalltag durchführt, desto effizienter ist er auch die Nutzung digitaler Tools: So bewerten rund die Hälfte der Beschäftigten den Anteil an Computerarbeit in ihrem Arbeitsalltag heute bereits mit „hoch“ (51 Prozent); nur ein knappes Viertel hält ihn für niedrig (24 Prozent).

Auffällig dabei: Vier von fünf Befragten, deren Arbeitsalltag stark durch Computerarbeit geprägt ist, geben auch an, digitale Tools für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit effizient zu nutzen (79 Prozent). Bei den Beschäftigten, die nur wenig Computerarbeiten durchführen, sind es lediglich 44 Prozent.

Das zeigt: Je stärker ihr beruflicher Alltag auf Computerarbeit basiert, desto wirkungsvoller scheinen Berufstätige auch die vorhandenen digitalen Tools für die Erledigung ihrer Aufgaben einsetzen zu können.

Doch auch wenn heute bereits zwei Drittel der Berufstätigen sagen, digitale Tools effizient zu nutzen: Rund ein Viertel der Beschäftigten fühlt sich oft von zu vielen verschiedenen digitalen Instrumenten bei der Arbeit beeinträchtigt (24 Prozent).

Fehlendes persönliches Know-how im Umgang mit diesen Werkzeugen oder unklare Regelungen zum Einsatz digitaler Instrumente sehen hingegen nur 18 Prozent bzw. 17 Prozent als ein häufiges Hindernis. Offenbar ist also eine zu komplexe Tool-Landschaft in Unternehmen die größte Hürde für Mitarbeiter im Umgang mit modernen Kommunikationswerkzeugen.

Weitere Ergebnisse der Studie zur digitalen Realität in deutschen Unternehmen in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Hirschtec

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