Glasfaserausbau im Ländervergleich: Südkorea 84 Prozent – Deutschland keine 5 Prozent

Die Pioniere bei der Versorgung von Haushalten mit superschnellen Glasfaseranschlüssen konnten den Vorsprung auf Deutschland in den vergangenen fünf Jahren sogar noch ausbauen. 

Dass Deutschland in vielen Feldern der Digitalisierung hinterher hinkt, hat sich im Verlauf der vergangenen zwölf Monate insbesondere in der Corona-Krise mehr als deutlich gezeigt.

Wie sehr der Rückstand im internationalen Vergleich ist, zeigt sich an einer Kennziffer geradezu exemplarisch: Der Versorgung deutscher Haushalte mit Glasfaser-Anschlüssen für superschnelles Internet.

In den vergangenen Jahren habe ich immer mal wieder darüber geschrieben, zuletzt vor drei Jahren: Im Jahr 2018 war Deutschland mit einer Penetrationsrate von gerade mal 2,3 Prozent Anschlüssen ein regelrechtes Glasfaser-Entwicklungsland.

Seitdem hat sich wenig getan: Zwar liegt der Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen Festnetz-Breitbandanschlüssen laut OECD heute in Deutschland mit 4,7 Prozent gut doppelt so hoch als vor drei Jahren:

Quelle: Statista

Zugleich zeigt sich: Die internationalen Glasfaser-Vorreiter wie Südkorea (heute 84 Prozent) oder Schweden (73 Prozent) konnten ihren Vorsprung innerhalb von fünf Jahren deutlich ausbauen.

Einen regelrechten Sprung machte das EU-Land Spanien. 2015 mit knapp unter 20 Prozent eher am unteren Ende der Skala, liegen die Iberer heute mit fast 70 Prozent im oberen Drittel – und Deutschland ist stärker abgeschlagen denn je.

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