Zwei Drittel der Arbeitnehmer sehen Einfluss von künstlicher Intelligenz auf Gesundheit positiv

Dank künstlicher Intelligenz verkürzte sich für 36 Prozent der Deutschem die eigene Arbeitswoche; bei 34 Prozent war es möglich, länger Urlaub zu nehmen.

Für Arbeitnehmer weltweit ist 2020 das stressigste Jahr der Geschichte – vor allem wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Viele von ihnen wünschen sich in entsprechenden Situationen Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI).

Das geht aus einer neuen Studie des amerikanischen Anbieters von Unternehmenssoftware Oracle und Workplace Intelligence hervor, einem Forschungs- und Beratungsunternehmen im Bereich Human Resources (HR). „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert heute die Ergebnisse für Deutschland exklusiv vorab.

Die COVID-19-Pandemie wirkte sich weltweit negativ auf die psychische Gesundheit von Arbeitnehmern aus. In Deutschland verspürte jeder zweite Befragte 2020 mehr Stress und Angst am Arbeitsplatz als in jedem anderen Jahr zuvor (52 Prozent).

Bei zwei Dritteln litt dadurch die eigene psychische Gesundheit, was oft weiteren Stress, eine unausgeglichene Work-Life-Balance, Burnout, eine Depression aufgrund fehlender menschlicher Kontakte zur Folge hatte (68 Prozent).

Das alles stellt eine neue Belastung am Arbeitsplatz dar, die zu den bereits existierenden Anforderungen hinzukommt. Dazu gehörten für 42 Prozent die Einhaltung von Leistungsstandards, für 33 Prozent die Bewältigung routinemäßiger sowie monotoner Aufgaben und für 41 Prozent der Umgang mit einem nicht zu schaffenden Arbeitspensum.

In Bezug auf die eigene psychische Gesundheit wünschen sich viele Arbeitnehmer Hilfe. Die Studie zeigt, dass sie sich dafür eher künstlicher Intelligenz zuwenden als anderen Menschen. Sie versprechen sich von Technologie mehr als nur Collaborations-Tools.

56 Prozent der deutschen Arbeitnehmer würden laut der Studie lieber mit einem KI-gestützten Ansprechpartner als mit ihrem Vorgesetzten über Stress und Angst am Arbeitsplatz reden. Zudem sind 70 Prozent offen dafür, eine künstliche Intelligenz als Therapeuten oder Berater zu haben. Die deutschen Arbeitnehmer sehen in dem Gespräch mit einem Chatbot einige Vorteile: eine urteilsfreie Beratung (sagen 34 Prozent), unvoreingenommene Gespräche über Probleme (sagen 23 Prozent) und schnelle Antworten auf gesundheitsbezogene Fragen (sagen 28 Prozent).

Künstliche Intelligenz kann auch förderlich für die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz sein. Laut der Studie bot sie für zwei Drittel der Deutschen bereits eine Hilfe (68 Prozent). Beispielsweise liefert künstliche Intelligenz ihnen die Informationen, die sie benötigen, um ihre Arbeit effektiver zu erledigen (sagen 26 Prozent).

Sie automatisiert zudem Aufgaben und verringert so das Arbeitspensum, um Burnout zu vermeiden (sagen 21 Prozent). Außerdem reduziert künstliche Intelligenz Stress, da sie Menschen bei der Priorisierung von Aufgaben unterstützt (sagen 21 Prozent).

Demzufolge stehen Arbeitnehmer hierzulande künstlicher Intelligenz grundsätzlich positiv gegenüber. Dank dieser verkürzte sich für 36 Prozent die eigene Arbeitswoche und bei 34 Prozent war es möglich, länger Urlaub zu nehmen. Darüber hinaus sorgt künstliche Intelligenz bei den Arbeitnehmern für mehr Produktivität (sagen 49 Prozent), Zufriedenheit (sagen 39 Prozent) und allgemeines Wohlbefinden (sagen 35 Prozent).

Die wichtigsten Zahlen & Fakten zum Einfluss künstlicher Intelligenz auf die psychische Gesundheit von Mitarbeiten in der folgenden Infografik:

Quelle: Oracle

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