Zwei Drittel der KI-Abstinenzler wissen nicht, wie sie sich dem Thema nähern sollen

Wie Unternehmen, die bereits über KI-Initiativen verfügen, den bisherigen KI-Abstinenzlern als Vorbild dienen können.

Heute gibt’s die dritte und letzte Auswertung des aktuellen „Digitalisierungsmonitors 2020“ der Unternehmensberatung Bearing Point, für die 600 Unternehmensvertreter im deutschsprachigen Raum befragt wurden. „Kroker’s Look @ IT“ veröffentlicht auch die heutigen Ergebnisse exklusiv vorab.

Im ersten Teil ging’s um Richtlinien zu künstlicher Intelligenz (KI): Demnach halten sechs von zehn Managern eine ethische Auseinandersetzung mit KI für wichtig. Der zweite Teil drehte sich um die Haupttreiber von KI, die für ebenfalls je sechs von zehn Entscheidern in Effizienzsteigerungen sowie Prozessverbesserungen bestehen.

Dies zeigt: KI ist für Unternehmen spannend und vielversprechend. Doch wo und wie fängt man damit an? Genau das ist auch das Problem vieler Unternehmen: Immerhin zwei von drei Unternehmensvertretern, in deren Firmen noch keine KI-Initiativen vorhanden sind, wissen nicht, wie sie sich dem Thema nähern sollen (68 Prozent).

Unternehmen, die bereits über KI-Initiativen verfügen, können den bisherigen KI-Abstinenzlern als Vorbild dienen. Die Vorreiter begegnen dem Thema KI mittels externer Berater (42 Prozent), informieren sich auf Messen (25 Prozent) und gehen Partnerschaften ein (24 Prozent). Auch Start-ups sind als Partner für Partnerschaften oder den direkten Austausch begehrt (20 Prozent).

Ein weiterer Vorsprung der KI-Pioniere zeigt sich bezüglich einer realistischen Einschätzung der Bedeutung von Daten. Zwar erkennt auch im Schnitt eine Mehrheit aller Befragten die Abhängigkeit einer erfolgreichen KI von Verfügbarkeit, Qualität und Nachvollziehbarkeit der Daten an (62 Prozent). Gleichwohl schätzen Unternehmen mit KI diesen Zusammenhang deutlich grundsätzlicher ein: Ohne Daten ist KI schlicht nicht möglich, sagen praktisch alle Vorreiter (99 Prozent),

Trotz der immensen Bedeutung von Daten sind allgemein Verfügbarkeit (43 Prozent), Qualität (39 Prozent) sowie Analysekompetenz (37 Prozent) noch zu wenig ausgeprägt. Das verhindert in vielen Unternehmen einen erfolgreichen Start von KI-Projekten.

Unternehmen ohne KI-Initiativen haben hier besonders großen Nachholbedarf, zeigen die Ergebnisse der BearingPoint-Studie – gerade im Vergleich mit KI-Vorreitern: Verfügbarkeit (25 Prozent vs. 65 Prozent), Qualität (27 Prozent vs. 52 Prozent) und Analysekompetenz (21 Prozent vs. 56 Prozent).

Umfassende Konzepte zum Datenmanagement gewinnen dadurch ebenfalls an Bedeutung, sind aber noch nicht ausgereift. Rund jeder Fünfte nutzt ein ganzheitliches Datenmanagement (23 Prozent). 16 Prozent der Befragten geben an, aus rechtlichen Gründen nicht bereit zu sein, systematisch Daten zu sammeln beziehungsweise auszuwerten.

Die wichtigsten Tipps & für den Einsatz und den Ausbau von KI im Unternehmen, und zwar für vier unterschiedliche KI-Entwicklungsstufen, vom Nachzügler bis hin zum Innovator, gibt’s in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: BearingPoint

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