Kampf dem Datenmüll: Nutzer reinigen während Corona ihre PCs dreimal so häufig wie bisher

Für viele Menschen auf der ganzen Welt wurden Kommunikationsplattformen und soziale Medien in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger, um so soziale Treffen und den menschlichen Kontakt zu ersetzen.

Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg in der Nutzung von Kommunikations-, Unterhaltungs- und Social-Media-Anwendungen geführt. Eine erhöhte Beanspruchung kann ohne sorgfältiges Gerätemanagement die Leistung von PCs und Mobiltelefonen dauerhaft beeinträchtigen.

Laut einer Studie des Anbieters von Software zur Systemoptimierung CCleaner ist die Zahl der monatlichen Reinigungen von PCs zur Entfernung unnötiger Dateien und Daten während der Ausgangsbeschränkungen weltweit um rund 200 Prozent gestiegen. Reinigungsvorgänge auf Mobiltelefonen haben um 55 Prozent zugenommen, während die Geräte durch den erhöhten Digitalkonsum zusätzlichen Datenmüll ansammeln.

Das ist der zentrale Befund des „Digital Crap Index“ von CCleaner, der das Online-Verhalten von 10.000 Menschen weltweit zwischen Dezember 2019 und Mai 2020 untersucht hat. „Kroker’s Look @ IT“ präsentiert die Ergebnisse heute exklusiv vorab.

Der diesjährige Index zeigt, wie sich die Corona-Pandemie auf die Nutzung von Technologie auswirkt. Darüber hinaus verfolgt er Veränderungen und Trends im digitalen Konsum, die auf einen kommenden neuen Standard hindeuten könnten.

Für viele Menschen auf der ganzen Welt wurden Kommunikationsplattformen und soziale Medien in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie deutlich wichtiger, um soziale Treffen und den menschlichen Kontakt zu ersetzen, die durch die Kontaktsperren verhindert worden sind.

Demnach nutzen fast die Hälfte der Befragten ihre Geräte häufiger, um mit Freunden und Familie zu sprechen (47 Prozent), und 44 Prozent verwenden vermehrt Video-Apps, um virtuell in Kontakt zu bleiben. Der gleiche Prozentsatz der Befragten setzt seine Geräte häufiger ein, um auf Nachrichten, Unterhaltung und soziale Medien zuzugreifen.

Jeder dritte Nutzer von Netflix und Amazon Prime hat zusätzliche drei bis fünf Stunden pro Woche mit den Streaming-Diensten verbracht. In einigen Fällen haben Nutzer bis zu 21 zusätzliche Stunden Streaming-Inhalte pro Woche konsumiert. 78 Prozent der Befragten weltweit geben an, Netflix in den letzten Monaten öfter genutzt zu haben – in Deutschland waren es mit 67 Prozent etwas weniger.

Auch Online-Shopping hat in den letzten Monaten – wenig verwunderlich – zugenommen hat: Vier von fünf Käufern weltweit gaben an, Amazon häufiger zu nutzen (79 Prozent), und 40 Prozent sagten dasselbe für Ebay.

In Deutschland ist Amazon mit 80 Prozent ähnlich gefragt, die Auktionsplattform Ebay hingegen konnte mit 61 Prozent der Befragten, die dort vermehrt einkauften, ihre Beliebtheit sogar deutlich steigern.

Weitere Zahlen des Digital Crap Index – etwa zu PC-Ausstattung und den beliebtesten Browsern – in der folgenden Infografik:

Quelle: CCleaner

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