Unternehmen verlieren durch IT-Ausfälle jährlich zwei Wochen Arbeitszeit je Mitarbeiter

In Summe können IT-Ausfälle ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern fast eine halbe Million Dollar kosten – oder rund 25 Millionen Dollar im Jahr.

IT-Probleme und Mängel in der digitalen Arbeitsumgebung können Unternehmen Millionen Dollar durch verlorene Arbeitszeit kosten: Mitarbeiter verlieren bei IT-bezogenen Problemen im Schnitt jedes Mal etwa 28 Minuten; in Deutschland liegt dieser Wert mit 25 Minuten etwas niedriger.

Für ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern kann dies Kosten von wöchentlich fast einer halben Million Dollar bedeuten oder jährlich rund 25 Millionen Dollar. Das sind die zentralen Befunde einer jüngst veröffentlichen Studie des US-Softwareanbieters Nexthink, die das amerikanische Marktforschungsinstitut Vanson Bource durchgeführt hat.

Und die Situation ist brisanter, als IT-Führungskräften bewusst ist: Da Mitarbeiter laut der Studie nur wenig mehr als die Hälfte ihrer technischen Probleme am Arbeitsplatz an die IT-Abteilungen melden, haben diese keinen Einblick in die tatsächlichen Herausforderungen innerhalb ihrer Organisation.

So gehen  IT-Entscheider – im internationalen Durchschnitt wie auch in Deutschland – davon aus, dass Mitarbeiter mit etwa zwei IT-Problemen pro Woche konfrontiert sind und damit im Jahr rund 50 Stunden an Zeit verlieren. Da jedoch nur gut die Hälfte der IT-Probleme gemeldet wird, sind die realen Zahlen knapp doppelt so hoch: So verlieren Unternehmen gut 100 Stunden oder umgerechnet über zwei Wochen pro Jahr und Mitarbeiter.

Dies führt zu einem Teufelskreis: Mitarbeiter versuchen, ihre IT-Probleme selbst zu lösen, statt sich an die IT-Abteilung zu wenden, die zu wenig Einblick in die tatsächliche Art und Weise der Nutzung bereitgestellter Technologien hat.

So besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen IT-Abteilungen und Mitarbeitern, die zu 83 Prozent (international wie auch in Deutschland) der Ansicht sind, dass ihr Unternehmen durchaus mehr zur Verbesserung der digitalen Arbeitsumgebung unternehmen könnte.

Diskrepanz zwischen IT-Abteilungen und Mitarbeiter

Die wichtigsten Anliegen sind dabei für die Befragten aus Deutschland eine verbesserte Effizienz im Tagesgeschäft (54 Prozent), höhere Motivation und Engagement der Mitarbeiter (48 Prozent) und positive Effekte auf die Profitabilität (41 Prozent).

Dagegen gehen die IT-Führungskräfte davon aus, dass die Mitarbeiter zu 90 Prozent (Deutschland zu 89 Prozent) mit der Technik am Arbeitsplatz zufrieden sind. Die Ironie liegt darin, dass innovative IT-Führungskräfte das Problem noch verschärfen: Durch die Einführung neuer Technologien und digitale Transformationsprojekte, ohne eine genaue Vorstellung vom Erfolg dieser Maßnahmen zu haben.

Bleiben IT-Probleme unerkannt, wird es vielfach nur noch schlimmer: Acht von zehn Befragten gaben an, dass nicht gemeldete IT-Vorfälle immer zu noch größeren Problemen führen (79 Prozent international; 81 Prozent in Deutschland). Zudem ist die digitale Benutzerfreundlichkeit ist für das gesamte Unternehmen wesentlich: 82 Prozent (Deutschland 79 Prozent) erachten digitale Benutzerfreundlichkeit als sehr wichtig bis hin zu erfolgsentscheidend.

Die wichtigsten Zahlen & Fakten der Nexthink-Studie zu IT-Ausfällen in der folgenden Infografik:

Quelle: Nexthink

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