Fast 10 Milliarden gestohlene oder verlorene Datensätze seit 2013

Zwei Drittel aller Datenverstöße entfallen auf die USA. Große Bevölkerung oder wirtschaftliche Macht sind aber nicht die einzigen Faktoren für Datenverluste.

Datensicherheit ist eine der größten weltweiten Herausforderungen der Gegenwart. Die zunehmende Komplexität von Cyber-Angriffen in Verbindung mit dem allgemeinen Mangel an Cybersicherheit hat zu den größten Datenschutzverletzungen und dem Diebstahl unzähliger Datensätze auf globaler Ebene geführt.

Das machen einige Zahlen & Fakten zu Datenschutzverstößen rund um den Erdball deutlich, die der amerikanische IT-Security-Anbieter Varonis kürzlich zusammengestellt hat. Demnach summiert sich die Zahl aller kompromittierten Datensätze auf insgesamt fast 10 Milliarden weltweit, die durch Datenverletzungen und Cyberkriminalität verloren gegangen oder gestohlen worden.

Datensätze beziehen sich dabei auf jede Information, die eine Person oder Unternehmen gefährden kann, einschließlich E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kontoinformationen, medizinische Daten und Bankdaten.

Allerdings variiert die Zahl der verlorenen oder gestohlenen Datensätze von Land zu Land deutlich: So stammen fast zwei Drittel der gesamten gestohlenen Datensätze aus den Vereinigten Staaten (64 Prozent). Hauptgründe dafür sind die große Bevölkerung, die Konzentration von großen Unternehmen und das hohe technologische Niveau, die das Land zum massivsten „Hotspot“ auf der Weltkarte machen.

Auch Länder wie China und Indien sind Zentren für Datenschutzverletzungen. Gleichzeitig existieren auch dicht besiedelte Länder wie Brasilien und größere Länder wie Italien als lediglich gering betroffene Regionen. Das bedeutet: Eine große Population macht nur die Hälfte des Bildes , besonders wenn man sich das Verhältnis der Bevölkerung zu den Datenverstößen ansieht.

Mit über sechs Milliarden gestohlenen Datensätzen übersteigt die Gesamtzahl der Datensätze in den USA die Bevölkerung um das 19-fache. Länder wie Südkorea (Faktor 4,5) und Kanada (Faktor 2,5) verzeichnen jedoch ebenfalls erhebliche Datendiebstähle im Verhältnis zu ihrer (deutlich kleineren) Bevölkerung. Dies deutet darauf hin, dass andere Faktoren die Menge der gestohlenen Datensätze beeinflussen.

Diese geografischen Vergleiche zeigen, dass eine große Bevölkerung oder wirtschaftliche Macht nicht die einzigen Faktoren für Datenschutzverletzungen, Daten- und Identitätsdiebstähle sind.

Weitere Zahlen & Fakten zu den weltweiten Datenverlusten seit 2013 in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Varonis

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