Nur 5 Prozent der Unternehmen weltweit sind Digital Leader – keine Verbesserung zu 2016

Viele Entscheider empfinden bei der Digitalisierung eine Art Desillusionierung – und fühlen sich durch dauerhafte Hindernisse eingeschränkt.

Die digitale Transformation der Unternehmen rund um den Globus ist ins Stocken geraten – das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie des amerikanischen IT-Konzerns Dell Technologies, deren Ergebnisse „Kroker’s Look @ IT“ heute exklusiv vorab präsentiert.

Demnach stufen sich nur 5 Prozent aller weltweit befragten Unternehmen als Digital Leader ein – eine Quote, die sich gegenüber der Vergleichsstudie des Jahres 2016 nicht verbessert hat. Auch andere Ergebnisse der Erhebung zeigen deutlich, dass die Digitalisierung weltweit in vielen Unternehmen noch in den Anfängen steckt: So wünschten sich fast acht von zehn der befragten 4600 Entscheider sich, dass die digitale Transformation in ihrem Unternehmen weiter verbreitet sein sollte (78 Prozent).

Zudem glaubt mehr als die Hälfte der Befragten rund um den Globus, dass sie in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben werden, die sich ändernden Kundenanforderungen zu erfüllen. Fast jeder Dritte befürchtet, dass sein Unternehmen den Anschluss verpassen könnte (30 Prozent).

Insbesondere der Vergleich zur erstmals vor zwei Jahren durchgeführten Befragung verdeutlicht nur langsame Fortschritte: So haben die Unternehmen spürbar zu kämpfen, um mit dem rasanten Tempo des Wandels Schritt halten zu können.

Zwar ist der Anteil der Digital Adopter gestiegen (23 Prozent gegenüber 14 Prozent 2016). Aber noch immer verharren fast vier von zehn Unternehmen auf den niedrigsten Stufen des digitalen Reifegrads (Digital Laggard und Digital Follower; 39 Prozent gegenüber 47 Prozent 2016).

Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass sich viele Entscheider in einer Art „Desillusionierung“ befinden, wobei 91 Prozent durch dauerhafte Hindernisse eingeschränkt werden. Die fünf größten davon sind:

  1. Datenschutz und Cybersicherheit (34 Prozent; befand sich 2016 auf Platz fünf)
  2. Unzureichende Budgets und Ressourcen (33 Prozent)
  3. Fehlende interne Expertise (27 Prozent)
  4. Regulatorische und gesetzliche Veränderungen (27 Prozent; befand sich 2016 auf Platz neun)
  5. Eine mangelnde digitale Kultur im Unternehmen (24 Prozent).

Fast die Hälfte der Befragten glaubt darüber hinaus, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre Schwierigkeiten mit seiner Glaubwürdigkeit haben wird (49 Prozent). Fast ein Drittel traut dem eigenen Unternehmen nicht zu, dass es regulatorische Vorschriften wie die Datenschutzgrundordnung (DSGV) einhält (32 Prozent). Jeder Dritte glaubt nicht, dass sein Unternehmen Mitarbeiter- oder Kundendaten wirksam schützt.

Für die Studie hat Dell Technologies in Zusammenarbeit mit Intel und dem Markforschungsunternehmen Vanson Bourne Entscheider in 42 Ländern zum Stand der Digitalisierung in deren Unternehmen befragt. Weitere Ergebnisse der Studie in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Dell

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