Krokers RAM: Nach dem Umbau ist vor dem Umbau bei SAP

Mein Rant am Morgen: Selbst erfolgreiche Vorreiter wie SAP können sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen – sondern müssen sich und ihre Mitarbeiter immer wieder neu fordern. 

Wie ich erst gestern exklusiv in der WirtschaftsWoche berichtet habe, wird SAP in Deutschland überproportional Mitarbeiter abbauen: Rund 1500 der aktuell 26.000 Stellen wollen die Walldorfer streichen – das sind rund sechs Prozent.

Weltweit beträgt der Stellenabbau 4500 von rund 96.500 Mitarbeitern, das entspricht einer Quote von 4,5 Prozent. Fast eine Milliarde Euro will SAP-Chef Bill McDermott für das neuerliche Restrukturierungsprogramm in die Hand nehmen, wie er am vergangenen Dienstag bei der Vorlage der Jahreszahlen 2018 verkündetet.

Bei SAP kehrt damit trotz des längst vollzogenen Strategieschwenks in Richtung Cloud Computing und dem Zukauf diverser Spezialanbieter keine Ruhe ein: Bereits in den Jahren 2014 und 2015 strich der weltgrößte Anbieter von Software zur Unternehmenssteuerung im Rahmen des Rationalisierungsprogramms „Simplify & Optimize“ weltweit 2000 Stellen.

Was wiederum beweist, wie schnelllebig gerade die IT-Branche mit ihren kurzen Veränderungszyklen und der hohen Wachstumsdynamik sind: Selbst erfolgreiche Vorreiter wie SAP können sich nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen – sondern müssen sich und ihre Mitarbeiter immer wieder fordern und neuerfinden.

Eine Rückkehr zur einstigen Walldorfer Beschaulichkeit ist daher nicht in Sicht – ganz im Gegenteil: Nach dem Umbau ist vor dem Umbau bei SAP.

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