Krokers RAM: Mehr Aufklärung über künstliche Intelligenz, bitte!

Mein Rant am Morgen: Die Verbraucher blicken durchaus positiv auf neue Technologien. Die gleichzeitige Skepsis basiert vor allem auf einem Defizit an Informationen über die gesellschaftlichen Auswirkungen. Hier sind Unternehmen wie Politik gefragt, um die Sorgen und Ängste ernst zu nehmen.

Ob digitale Transformation, das Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz: Stets herrscht eine deutlich zu spürende Diskrepanz zwischen der Begeisterung, um nicht zu sagen Euphorie von Technik-Apologeten auf der einen Seite.

Denen auf der anderen Seite eine mindestens ebenso große Gruppe von Skeptikern entgegensteht, die eher kritisch auf neue Entwicklungen blickt. Das können Endnutzer ebenso sein wie Unternehmensanwender. Gerade in Deutschland gilt jene Seite als besonders stark, schließlich haben die Deutschen nicht gerade den Ruf von technologischer Experimentierfreude.

Soweit jedenfalls die Vorurteile. Bei Lichte betrachtet lehnen viele Skeptiker neue Technologien aber nicht grundsätzlich ab. Vielmehr handelt es sich in einer Vielzahl von Fällen vor allem um ein Kommunikationsdefizit.

Beispiel künstliche Intelligenz (KI): Die Vorreiter versprechen sich von Themen wie Robotik und maschinellem Lernen einen deutlich höheren Automatisierungsgrad in der Produktion wie auch im Dienstleistungssktor. Genau diese Entwicklung hingegen fürchten Arbeitnehmer wegen Jobverlusten, so die landläufige Meinung.

Weit gefehlt: Wie jetzt eine Umfrage zutage förderte, sieht knapp die Hälfte der Verbraucher die positiven Effekte von KI die negativen überwiegen. Die Skepsis, die noch vorherrscht, rührt vor allem von Unwissenheit: So erwartet gleichzeitig die Hälfte der Verbraucher eine bessere Aufklärung über die Rolle von KI in der Gesellschaft.

Hier sind Politik und Unternehmen gleichermaßen gefordert: Liefert den Menschen mehr Aufklärung und Informationen darüber, was künstliche Intelligenz künftig in der Gesellschaft leisten soll – und wovor die Verbraucher geschützt bleiben. Mehr Aufklärung also!

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Alle Kommentare [1]

  1. Die Skepsis der AI-Kritiker basiert nicht nur auf Unwissenheit. Auch Elon Musk und der bereits verstorbene Stephen Hawkins gehören zu den Skeptikern. AI entwickelt sich derart schnell, dass niemand mehr eine zuverlässige Aussage über künftige Szenarien machen kann. Aufklärung von Politikern einzufordern ist verständlich, doch was können wir ihnen erwarten? Sind unsere Politiker und Politikerinnen nicht schon heute hoffnungslos überfordert? Sorgen sie mit ihren Eingriffen nicht für noch mehr Probleme als für Klarheit und Sicherheit?