3D-Design, asymmetrische Layouts, Art déco & mehr: Die Top-Grafikdesign-Trends für 2019

Die Popularität von Social Media-Apps wie Instagram oder Snapchat und die damit einhergehende Selfie-Kultur beeinflussen auch die Design-Trends.

Bereits Ende November habe ich hier im Blog die fünf wichtigsten Trends im Logo-Design für dieses Jahr präsentiert: Dazu zählen beispielsweise einfache Formen und verschmelzende Buchstaben.

Das globale Kreativ-Netzwerk 99designs mit Hauptsitz im australischen Melbourne hat kürzlich die wichtigsten allgemeinen Design-Trends des Jahres 2019 – abgeleitet unter anderem aus Designprojekten auf der eigenen Plattform – zusammengestellt: Dazu zählen unter anderem Art déco, dralle Serifen oder asymmetrische Layouts.

Beispiel 3D-Design und Typographie, die sich derzeit in vielen Bereichen finden. Das liegt unter anderem an aufstrebende Technologien wie Augmented Reality, welche den den Trend zusätzlich verstärken. Neben klassischen Disziplinen wie Logos und Webdesign setzt sich 3D auch zunehmend in der Typografie durch.

Ein weiterer Trend sind Asymmetrische Layouts: Noch vor einigen Jahren waren strenge, rasterbasierte Designs angesagt. In diesem Jahr kreieren Grafikdesigner hingegen Layouts, die sich maßgeschneiderter und lebendiger anfühlen. Asymmetrische Layouts fordern eine höhere Aufmerksamkeit der Nutzer und können Informationen auf völlig neue Art vermitteln.

Die „moderne“ Design-Ära wurde nach dem Ende des ersten Weltkriegs populär und hielt bis in die 60er Jahre an. Zwei Stile aus dieser Epoche werden 2019 eine Renaissance erleben: die reich verzierten Art déco-Designs der 20er Jahre sowie die organischen, rationalen Formen des Mid-Century Modern aus den 1950er und 60er Jahren.

Als Antwort auf die ausladende Art déco-Periode entschieden Designer in den 1950er Jahren, dass die Funktion die Form eines Designs bestimmen sollte. Sie reduzierten ihre Entwürfe auf organisch saubere Linien. Dieser sogenannte Mid-Century Modern-Stil wird 2019 zum festen Bestandteil modernen Grafikdesigns. Er ist besonders in Illustrationsstilen auffallend, die auf die ikonischen Werbeillustrationen der Nachkriegszeit zurückblicken.

Farbverläufe und Duotöne sind schon seit einigen Jahren Trend. In diesem Jahr wird dieser noch raffinierter. Simple, einfarbige Logos reichen nicht mehr aus, um potenzielle Kunden von einer Marke zu überzeugen. Unternehmen wie Spotify mit seinen ikonischen Playlist-Covern machen es vor und ebnen diesem Trend den Weg in die Popkultur.

Die Popularität von Social Media-Apps wie Instagram oder Snapchat und die damit einhergehende Selfie-Kultur haben das Bild in den Fokus des internationalen Grafikdesigns gerückt. Während Designer noch vor wenigen Jahren mit kräftige Neon-Farben für Aufmerksamkeit beim Betrachter sorgten, stehen 2019 insbesondere stimmungsvolle Farben im Mittelpunkt. Sie erinnern an eine andere Zeit, in der Kameras und Bildschirme nicht in der Lage waren, tief gesättigte Farben einzufangen.

Beispiele für diese und die weiteren Top-Grafikdesign-Trends für 2019 in der folgenden Infografik:

Quelle: 99desgins

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Alle Kommentare [2]

  1. Das ist alles ganz schön, aber mehr nicht. Ganz Eigenes einer Firma kommt nicht zu Tage. Ein bißchen aufgewärmt. Schönes Mittelmaß. Jetzt aber ab ins Museum, ohne Kunst funktioniert die ganze Gestaltung nicht. Dort gibt es Ideen und Umsetzungen, welche die Welt weiterbringt. Einfach aus zwei hippen Gestaltungen eine Neue machen ist Mist.
    Durch die vielen neuen Medien fehlen Gestalter ohne Ende. Jeder muß aus Mangel mit ran. Deshalb sehen die Eisdiele und der Metallbauer ganz ähnlich aus.
    Aber – und das ist meine klammheimliche Freude – gibt es einige wenige Gewinner. Diese lassen Marketing produzieren mit hohem Wert und lassen das ganze Memes hinter sich. Und es läuft richtig.