2,5 Trillionen Bytes Daten pro Tag erzeugt – Speicherkapazität von 36 Millionen iPads

Der Boom digital erzeugter Daten beweist: Alles was sich digitalisieren lässt, wird letztlich auch digital: Netflix, Spotify & Co. lassen grüßen.

Mit großen Datenmengen kann man ja leicht mal durcheinander geraten – zumal wenn dann noch die Zahlworte für die verschiedenen Zehnerpotenzen in deutscher und englischsprachiger Beschreibung etwas völlig anderes meinen.

Daher seien die Daten hier noch mal sorgsam auseinander gehalten: Der amerikanische Anbieter von Digital-Management-Software für die Medienindustrie MerlinOne hat kürzlich die Geschichte digitaler Inhalte zusammengetragen.

Demnach werden mittlerweile 2,5 Trillionen Bytes digitale Daten erzeugt – und zwar jeden Tag. Die deutsche Trillion ist eine 1 mit 18 Nullen (1018) – dieselbe Zahl heißt im Englischen „Quintillion“. Die englische „Trillion“ wiederum entspricht der deutschen Billion, also 1012. Das bedeutet: 2,5 Quintillion(engl.) Bytes sind 2,5 Million Trillion(engl.) Bytes oder 2,5*106*1012 = 2,5*1018 – das ist in der Grafik unten korrekt angegeben; nicht korrekt ist dagegen die ausgeschriebene Zahl – ihr fehlen drei Nullen.

Diese 2,5 Trillionen täglich erzeugten Bytes entsprechen – man kann es sich kaum vorstellen – der Speicherkapazität von sage und schreibe 36 Millionen iPads. Mehr noch: 90 Prozent der gesamten weltweit verfügbaren Daten wurden in den vergangenen zwei Jahren erzeugt. So viel also zum Thema Big Data und der explosionsartigen Vermehrung digitaler Daten.

Wirklich wundern sollte man sich angesichts der gigantischen digitalen Nutzerschaft aber dennoch nicht über derartige Zahlen: So sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von zuletzt gut 7,6 Milliarden Menschen aktive Internet-Nutzer; die Quote der besonders viele Daten erzeugenden Social-Media-Nutzer liegt bei 40 Prozent.

Wenig verwunderlich also auch, dass die Digitalisierung aller Medien dafür sorgt, dass alles, was digital werden kann, letztlich auch digital wird: So wurden Papierzeitungen, Videobänder und physikalische Musik-Medien, selbst die ja bereits digitale CD, längst von ihren rein digitalen Pendants ersetzt – Netflix, Spotify & Co. lassen grüßen.

Ein weiterer Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft digitaler Inhalte in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: MerlinOne

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