Fake-Netzwerke, Paket-Schnüffler & Co.: Die Gefahren von freiem WiFi

Wie Hacker versuchen, an Orten mit offenen drahtlosen Netzwerken an E-Mail-Adressen, Benutzernamen oder Passwörter von Nutzern zu gelangen.

Wirklich neu sind die Gefahren bei der Nutzung öffentlicher drahtloser Netzwerke nicht. Doch seit immer mehr Einkaufszentren, Supermärkte, Kneipen und Cafés mit einem „Free WiFi“-Logo an ihren Türen um Kunden buhlen – und selbst die Deutsche Bahn ihre ICEs mit kostenlosem WLAN in der zweiten Klasse aufmotzt -, sollte sich jeder Nutzer zumindest bewusst sein, wo genau die Fallstricke lauern.

Eine gute Übersicht über die gängigsten Gefahren von freiem WiFi hat kürzlich ExpressVPN, ein Anbieter virtueller privater Netzwerke (VPN) mit Hauptsitz auf den Britischen Jungferninseln, zusammengestellt.

So können Hacker gleich auf mehreren Wegen versuchen, an belebten Orten wie eben Shopping-Centern oder im Zug an E-Mail-Adressen, Benutzernamen oder gar Passwörtern von unbedarften Nutzern zu gelangen.

Einer der wichtigen Wege dazu ist der sogenannten „Man-in-the-Middle“-Angriff: Dabei hackt sich der Angreifer in die direkte Kommunikation zweier Parteien – also in deren Mitte – und kann dadurch auch die komplette Kontrolle über die ausgetauschten Daten gelangen. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist hier die Verschlüsselung des Datenverkehrs, damit der „Man in the Middle“ die Daten nicht einfach auslesen kann.

In eine ähnliche Richtung geht der Angriff mittels „Fake Networks“: Dabei baut der Angreifer ein WLAN-Netzwerk auf, das sich als das reguläre offene Netzwerk ausgibt. Sobald sich ein argloser Nutzer mit solch einem vorgetäuschten falschen Access-Point verbindet, kann der Hacker Daten per Snarfing abgreifen.

Eine weitere Angriffsmöglichkeit in öffentlichen WLANs besteht mittels sogenannter Paket-Schnüffler-Software: Diese Packet Sniffer schnüffeln sozusagen nach Sicherheitslücken der mit dem Free WiFi verbundenen PCs, Smartphones oder Tablets. Dagegen helfen vor allem regelmäßige Sicherheits-Updates sowie eine Firewall.

Die weiteren Gefahren von freiem WiFi in der folgenden Infografik:

Quelle: ExpressVPN

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