Mobile first: Wie Mobile zum wichtigsten Tool digitaler Menschen wurde

Die Nutzung von Smartphones & Tablets orientiert sich an menschlichen Bedürfnissen – ein wichtiger Grund für den länderübergreifenden Erfolg.

Wie rasant sich die gesamte IT-Industrie in den vergangenen Jahren weg von stationären PCs und drahtgebundenem Internet hin zu Smartphones & Tablets sowie mobilem Web gewandelt hat, ist eines der Dauerbrenner-Themen hier bei mir im Blog.

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Comscore hat kürzlich einige psychologische Faktoren ausgemacht, die erklären, wie Mobile zum primären Tool des digitalen Menschen wurde.

Dazu haben die Comscore-Analysten die Reichweiten- und Nutzungsdaten aus neun Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Italien, Brasilien, Mexiko, China und Indonesien) nach inhaltlichen Kategorien sowie Soziodemografie untersucht.

Das Ergebnis: Mehr als 60 Prozent der digitalen Nutzungszeit entfällt in allen Ländern auf mobile Geräte. Die Untersuchung zeigt ferner, dass sich die Nutzung von Smartphones und Tablets an den in der sogenannten Maslowschen Bedürfnispyramide beschriebenen menschlichen Bedürfnissen orientiert.

Das bedeutet: Die Nutzung mobiler Geräte basiert auf einer Hierarchie digitaler Bedürfnisse, angefangen bei physiologisch Dingen wie Gesundheit oder Kleidung als Basis bis hin zur Selbstverwirklichung qua Reise an der Spitze.

Dies erklärt laut Comsore wiederum die unterschiedliche Verteilung von Mobile first: Echte „Mobile First“-Kategorien sind demnach etwa Wetter oder Kontaktanzeigen – hier überwiegt sowohl der Anteil der Mobil-Nutzer wie auch der Mobil-Minuten die Nutzung am Desktop.

Demgegenüber weisen beispielsweise soziale Netzwerke wie Facebook zwar bereits einen großen Anteil mobiler Minuten auf – der Anteil Nutzer am Desktop ist aber noch höher. Gerade umgekehrt ist dies in Kategorien wie etwa dem Online-Banking.

Weitere Zahlen & Fakten zur mobilen Bedürfnispyramide in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Comscore

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Alle Kommentare [2]

  1. Die Maslow-Pyramide hat keinen wissenschaftlichen Status. Anders ist es mit der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (Autononomie, Kompentenz, Soziale Eingebundenheit) die auch für eine solche Analyse gut verwendet werden kann. Gute idee für ein Blog…