Digitalisierung: Nachzüglern in Deutschland entgehen fast 340 Milliarden Dollar bis 2018

Umgekehrt verspricht die digitale Transformation den deutschen Vorreitern ein bisher ungenutztes Umsatzpotenzial von bis zu 172 Milliarden Dollar bis 2018.

Dass die digitale Transformation In Zukunft eine große Bedeutung hat, werden Unternehmen rund um den Globus nicht müde zu betonen. Eine aktuelle Studie des IT-Dienstleisters Cognizant mit Hauptsitz in Teaneck im US-Bundesstaat New Jersey hat jetzt speziell die Bedeutung für Europa und Deutschland näher beleuchtet.

Laut der Studie ”The Work Ahead – Europe’s Digital Imperative”  drohen späte Anwender von digitalen Technologien regelrecht dramatische Geschäftseinbußen: Sie müssen den Ergebnissen zufolge damit rechnen, bis 2018 mehr als 800 Milliarden Dollar zu verlieren. Allein deutschen Unternehmen droht eine Nachzügler-Strafe von fast 340 Milliarden Dollar bis 2018.

Anderseits deuten die Studien-Ergebnisse darauf hin, dass europäische Unternehmen große Werte durch Digitalisierung freisetzen könnten: Demnach gaben die befragten Unternehmen an, dass durch die Anwendung digitaler Tools und Technologien in ihren Prozessen der Umsatz deutlich steigen könnte – um bis zu 578 Milliarden Dollar bis 2018. Allein bei den befragten deutschen Unternehmen bleibt ein potenzieller Umsatz von 172 Milliarden Dollar bisher ungenutzt.

Neue Geschäftsmodelle und zusätzliche Umsatzströme hat die Digitalisierung den Vorreitern bereits heute geracht: So berichten die Studienteilnehmer von fünf Prozent Umsatzanstieg durch ihre bisherigen digitalen Investitionen – was allein im letzten Jahr 150 Milliarden Dollar zusätzlich entspricht. Bei den deutschen Teilnehmern sind es 2,5 Prozent beziehungsweise 50 Milliarden Dollar. Die Befragten erwarten außerdem, dass der Einfluss von digitalen Technologien auf den Umsatz in Europa bis 2018 auf 8,4 Prozent steigen wird.

Allerdings glaubt immerhin ein Drittel der Befragten nicht, dass sie die richtige Führungsriege haben, um digitale Strategien zu liefern. 30 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Geschäftsführung nicht genügend in neue Technologien investiert, während 29 Prozent zurückhaltend gegenüber neuen Arbeitsweisen sind. Die Untersuchung offenbart zudem die größten Hindernisse der Digitalisierung: Sicherheitsbedenken (24 Prozent), Budgetbeschränkungen (21 Prozent) und fehlende Fähigkeiten (14 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Cognizant-Studie, für die in Zusammenarbeit mit Roubini Global Economics 800 leitende Angestellte in Europa befragt wurden, in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Cognizant

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