Krokers RAM: Der Apple-Nimbus als Wachstums- und Innovationsmaschine ist Geschichte

Mein Rant am Morgen: Die iPhone- & iPad-Company lebt einzig und allein von Alt-Entwicklungen – und das immer schlechter. Das Unternehmen benötigt einen neuen großen Wurf.

Für alle Apple-Jünger war’s eine harte Woche – trotz der Vorstellung einer frischen Version des Notebooks MacBook Pro gestern: So hat Konzern aus dem kalifornischen Cupertino auch die letzten drei Monate seines Geschäftsjahres seines am 24. September 2016 beendeten Geschäftsjahres mit einem Umsatzrückgang geschlossen.

Dabei markieren die jüngsten Finanzzahlen der iPhone- & iPad-Comany aber mehr als nur ein schwaches Geschäftsquartal: Sie zeigen, dass der Apple-Nimbus der ewigen Wachstumsmaschine Geschichte ist. Auch das von Tim Cook geleitete Unternehmen widersteht nicht mehr der Schwerkraft der großen Zahlen.

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Denn Apple ist nunmehr das dritte Quartal in Folge geschrumpft – das gab’s das letzte Mal vor sage und schreibe 15 Jahren. Seinerzeit verzeichnete Apple sogar alle vier Quartale im Geschäftsjahr 2001 rückläufige Erlöse.

Mehr noch: Der Konzern hat quer durch alle Bereiche den Rückwärtsgang eingelegt: So verkaufte Apple in den Monaten Juli und September fünf Prozent weniger iPhones, sechs Prozent weniger iPads und 14 Prozent weniger Macs.

Bei der letzten größeren Konzern-Entwicklung – der im März 2015 präsentierten Apple Watch – gab es sogar einen regelrechten Käuferstreik: Apple selbst schlüsselt seine Verkäufe nicht auf und und verbucht die Smartwatch unter „sonstige Produkte“. Laut der ebenfalls in dieser Woche veröffentlichten Schätzung des US-Marktforschers IDC gingen im dritten Quartal 2016 aber nur noch 1,1 Millionen Apple Watches über die Ladentheken – das ist ein Minus von fast 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kurzum: Apple lebt einzig und allein von Alt-Innovationen – und das immer schlechter. Für die jüngste Version seines Megasellers, das iPhone 7, erntet Apple vor allem bissigen Spott: Weil der Konzern auf eine Kopfhörer-Buchse verzichtet hat, das Gerät ansonsten aber weitgehend dem Vorgänger iPhone 6S ähnelt, verulken US-Satiriker es als „just worse“ – einfach schlechter.

Von kreativen Ideen, von faszinierenden neuen Produkten ist derzeit weit und breit nichts zu sehen. Apple und Tim Cook benötigen händeringend einen neuen großen Wurf – sonst dürfte der Rückwärtsgang weitergehen.

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