Junge Menschen verlassen Facebook in Richtung Snapchat – oder doch nicht?!

18- bis 34-jährige Amerikaner nutzen Facebook zu fast 100 Prozent und mehr als 1000 Minuten im Monat – gut 2,5 mal so viel wie die Messaging-App Snapchat.

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Comscore hat kürzlich eine große Studie über die wichtigsten Internet-Trends Stand Dezember 2015 in den USA vorgelegt (nach Eingabe einiger Daten gibt’s hier ein 70-seitiges PDF kostenlos).

Spannend dabei unter anderem die Frage nach der Nutzung sozialer Netzwerke in verschiedenen Altersgruppen – oder anders ausgedrückt: Verlassen junge Menschen, wie oft behauptet, Facebook. Klare Antwort: Nein, tun sie nicht – ganz im Gegenteil:

Quelle: Comscore

Demnach nutzen fast 100 Prozent der Amerikaner zwischen 18 und 34 Jahren Facebook – und das mehr als 1000 Minuten im Monat. Das ist gut zweieinhalb mal so viel wie die am zweitstärksten genutzte – und jüngst stark gehypte – Messaging-App Snapchat (350 Minuten im Monat). Mit unter 40 Prozent liegt dessen Verbreitung jedoch deutlich hinter Instagram (rund 63 Prozent), das aber zu Facebook gehört.

Man könnte es auch so formulieren: Facebook und Instagram zusammen dominieren die Social-Media-Nutzung junger Menschen in den USA bisher ungeingeschränkt – sogar stärker als bei älteren Amerikanern:

Quelle: Comscore

Die über 35-Jährigen nutzen zwar Facebook ähnlich stark wie die Jüngeren – sowohl in der Verbreitung wie auch in den monatlichen Minuten. Alle anderen sozialen Netzwerke – ob Twitter, LinkedIn oder Instagram – spielen aber eine deutlich geringere Bedeutung als bei den 18- bis 34-Jährigen.

Verwandte Artikel:

Teens finden Facebook uncooler als YouTube & Co. – aber nutzen es am stärksten

Social Media bei Teens: Instagram an der Spitze – Snapchat nur wenig hinter Twitter

Snapchat, WeChat, Tumblr mit jüngsten Nutzern; YouTube bei Teens am coolsten

1Q15: Pinterest & Tumblr legen am stärksten zu; Line schnellstwachsende App

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Alle Kommentare [2]

  1. Kurze Anmerkung zur Subheadline: Auch wenn 1000 Stunden im Monat natürlich sehr reißerisch klingen und Klick generieren, so wäre eine Korrektur auf 1000 Minuten doch sinnvol, zumal ein Monat in den seltesten fällen aus 1000 Stunden besteht.