Neun Jahre Internet-Telefondienst Skype

Ende August 2003 haben Niklas Zennström und Jans Friis den Internet-Telefondienst gegründet – der Beginn einer beispiellosen und dennoch wechselvollen Geschichte.

Beinahe bescheiden hat Skype Ende vergangener Woche in einem Blogeintrag auf das neunjährige Firmenjubiläum hingewiesen. Dabei hat sich Skype schnell zum Pionier im weiterhin boomenden Segment der Internet-Telefonie entwickelt: Bereits im Januar 2006 können die Nutzer nicht nur herkömmliche Telefonate von Computer zu Computer führen, sondern Video-Anrufe.

Im März 2007 vermeldet Skype eine halbe Milliarden Downloads seiner Software, nur anderthalb Jahre später, im September 2008, ist die Milliarde überschritten. Im April dieses Jahres vermittelt der Telefoniedienst 300 Millionen Videominuten am Tag.

Diverse Eigentümer

Wechselvoll dagegen die Skype-Geschichte bei den Eigentümern. Im September 2005 verkaufen Zennström und Friis das Unternehmen für 2,6 Milliarden Dollar an das Internet-Auktionshaus Ebay. Doch die hochfliegenden Pläne der Amerikaner zur Integration von Skype in das E-Commerce-Geschäft gehen nie auf – im September 2009 schiebt Ebay das Telefonie-Unternehmen an eine Finanzinvestoren-Gruppe um Silver Lake Partners ab und erhält dafür rund 2,75 Milliarden Dollar.

Die wollen Skype eigentlich an die Börse bringen, doch es kommt anders: Im Mai 2011 kündigt überraschend Microsoft den Kauf des Telefonie-Unternehmens für stolze 8,5 Milliarden Dollar an. Seitdem ist’s vergleichsweise ruhig um Skype geworden; von tiefen Integration in Microsoft-Produkte wie etwa das Büropaket Office ist bisher noch nicht so viel zu sehen.

Der Dienst selber wächst freilich weiter: Im Juni hat Skype die Zahl von 250 Millionen vernetzten Usern im Monat vermeldet. Diese und weitere Daten in der folgenden Infografik. Zum Vergrößern zwei Mal hintereinander auf die Grafik klicken:

Quelle: Skype

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Alle Kommentare [2]

  1. Skype ist eine tolle software. Das macht diesmal Microsoft sehr gut. Sie bauen das Produkt langsam auf und erhöhen die Nutzerzahl. Nur über die Anzahl der Nutzer und die steigende Verwendung von Skype – kann Microsoft dann das Geld einspielen.

  2. Skype ist gut, aber nicht der einzige Anbieter von Internet-Telefonie. Es zeichnet sich bei den VoIP Anbieter das, ab was bei Google und den Suchmaschinen schon da ist – eine Monopolstellung eines einzelnen Unternehmens im Bereich Voice Over IP.