Musik-Streaming boomt auch in Deutschland, aber CD liegt – anders als in USA – noch vorn

Der deutsche Musikmarkt marschiert auf den Spuren des Vorreiters USA: Dort entfallen bereits heute auf Streaming-Dienste mehr als die Hälfte aller Umsätze.

Mal wieder ein paar spannende Zahlen aus einem meiner Lieblings-Beispiele in Sachen Digitalisierung: In Deutschland hat das Musik-Streaming im ersten Halbjahr dieses Jahres rasant angezogen: Mittlerweile entfällt auf Spotify & Co. laut jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesverbands Musikindustrie ein Umsatzanteil von fast 35 Prozent – das ist eine Steigerung um zehn Prozentpunkte im Jahresvergleich.

Zwar liegen hierzulande physikalische Tonträger – allen voran die CD mit einem Marktanteil von knapp 45 Prozent vorne. Gemeinsam mit Downloads liegt der Digital-Anteil in Deutschland aber bereits bei fast 48 Prozent.

Infografik: Audio-Streaming wächst rasant | Statista

Quelle: Statista/Bundesverband Musikindustrie

Damit folgt die hiesige Entwicklung dem Vorbild des weltgrößten Musikmarktes USA: Dort kommen digitalen Abos und Streaming allein bereits auf mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes (52 Prozent).

Der mit Abstand wichtigste Musik-Streaming-Dienst bleibt Spotify: Das Unternehmen aus Stockholm hat erst am Dienstag dieser Woche mit 60 Millionen zahlenden Abonnenten die nächste Hürde genommen:

Infografik: Spotify knackt die 60-Millionen-Marke | Statista

Quelle: Statista/Midia

Größter Verfolger ist Apple Musik, allerdings mit nicht einmal der Hälfte der Nutzer (28,2 Millionen). Auf dem dritten Rang folgt – wie bereits in der vergangenen Woche hier im Blog präsentiert – Amazon Music dank der Verbreitung über die Prime-Flatrate.

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Alle Kommentare [1]

  1. Hinkt der Vergleich der zahlenden Abonnenten nicht? Der Spotifier zahlt € 10 oder mehr, genau wie der Apple-Music Nutzer. Der Prime Hörer zahlt – nichts. Dafür erhält er aber auch nur eine begrenzte Musiksammlung.
    Wieviele der amazon music Kunden zahlen die volle music-fee, also € 10 für Musik pro Monat?