Facebook Reactions: Nur die Liebe zählt – aber das gute alte Like liegt um den Faktor 20 vorn

Eine erste Analyse zeigt: Facebook-Nutzer vergeben viel lieber positive statt negative Emotionen – am liebsten aber weiterhin Daumen rauf.

Ende Februar hat das weltgrößte soziale Netzwerk die Erweiterung seiner [gefällt mir]-Angabe namens Facebook Reactions global ausgerollt. Seitdem können Nutzer Beiträge auf Facebook nicht nur Liken, sondern per Herzchen, Lachen, Weinen oder vor Wut rot anlaufen mit Emotionen versehen.

Die Digital-Agentur Facebook Karma, die ein gleichnamiges Tool zum Monitoring von Social-Media-Auftritten anbietet, hat in der vergangenen Woche eine erste ausführliche Analyse zu Facebook Reactions veröffentlicht. Dafür haben die Berliner laut eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Posts analysiert und die Daten von über 40.000 Facebook Pages weltweit einfließen lassen.

Wichtigstes Ergebnis: Von den fünf neuen Emotionen ist mit Abstand „Love“ am beliebtesten. Fast die Hälfte aller Klicks auf die neuen Symbole entfällt auf das Herz (45 Prozent), gefolgt vom breiten Lachen „Haha“ mit 23 Prozent. Love is in the air, sozusagen – oder: Nur die Liebe zählt (hier übrigens die vergleichbare Analyse zu den neuen Twitter-Herzen). Denn die Negativ-Emotionen „traurig“ und „wütend“ werden mit je 10 Prozent am wenigsten genutzt.

Auffällig: Die Rangfolge bei der Beliebtheit entspricht der Reihenfolge der Anordnung der Buttons von links nach rechts. In den Augen der Experten von Facebook Karma kein Zufall, weil Facebook vor Start der neuen Funktion ausführliche Tests und viele Anpassungen vorgenommen hat.

Einen Haken gibt’s bei den Facebook Reactions freilich noch: Das klassische Like liegt weiterhin mehr als deutlich vorne. So vergeben die Facebook-Nutzer immer noch 20 mal mehr „Daumen hoch“ als alle neuen Emoticons zusammen. Grund ist zum einen, dass für viele Beiträge ein normales „gefällt mir“ ausreicht.

Zum anderen werden die neuen Reactions erst sichtbar, wenn ein Nutzer den Like-Button anklickt und etwas länger gedrückt hält – eine Nutzung, die vielen nach gerade mal einem Monat noch nicht in Fleisch und Blut übergangenen ist.

Weitere Details zu den neuen Facebook Reactions gibt’s in der folgenden Infografik:

Quelle: Fanpage Karma

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