Mobile Security in Deutschland: Jedes zweite Sicherheitsproblem verursachen Anwender

Für zwei Drittel der Unternehmen ist die Absicherung der IT vor mobilen Angriffen die wichtigste Herausforderung in den kommenden zwei Jahren.

Nicht nur Hacker-Attacken und Schadsoftware bedrohen die Unternehmen in Deutschland: Im aufziehenden mobilen Zeitalter kristallisiert sich auch das Verhalten der Anwender als eines der größten Sicherheitsrisiken heraus. Dies ist eine der Kernbotschaften der Studie „Mobile Security in Deutschland 2015“, die der amerikanische Marktanalyse- und Beratungsanbieter IDC kürzlich veröffentlicht hat.

Demnach gehen inzwischen fast die Hälfte der Sicherheitsvorfälle auf das Konto der Anwender in den Unternehmen, schätzen die befragten IT-Entscheider (43 Prozent). Häufig deshalb, weil die Mitarbeiter mit mobiler Technologie zu sorglos umgehen. So verloren in den vergangenen zwei Jahren 30 Prozent der befragten Fachbereichs-Verantwortlichen ein Smartphone mit darauf befindlichen Firmeninformationen – zehn Prozent sogar mehr als ein Mal.

Insgesamt ist der sichere Umgang mit mobilen Geräten, Apps und Inhalten eine der größten Herausforderungen für deutsche Unternehmen. Zwei Drittel der IT-Verantwortlichen sieht in der Verbesserung der IT-Sicherheit die wichtigste Aufgabe der Unternehmens-IT in den kommenden zwei Jahren (66 Prozent). Haupgrund dafür sind die immer größere Verbreitung von Smartphones und Tablets, neue mobile Angriffsszenarien sowie das Zusammenwachsen von privater und geschäftlicher Technologie.

Tatsächlich ist die Absicherung der IT-Systeme dringend geboten: So berichten die befragten Unternehmen im Schnitt von mehr als sechs Sicherheitsvorfällen in den vergangenen zwölf Monaten. Mobile Schadsoftware, die beispielsweise SMS an Premiumnummern sendet oder Gerätedaten weiterleitet, zählt bei vier von zehn IT-Verantwortlichen zu den drei größten Sicherheitsrisiken (42 Prozent). Ein weiteres Drittel der Befragten nannte auch Phishing-Attacken als großes Risiko (35 Prozent).

Für die Studie hat IDC im Mai insgesamt 243 IT- und Fachbereichs-Entscheider aus deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt.

Quelle: IDC

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