Absatz beim iPad wächst drei Mal so schnell wie beim iPhone

In den ersten zehn Quartalen nach Markteinführung liegt das Apple-Tablet weit vor dem Smartphone. Dank iPad Mini dürfte der Boom weitergehen.

Bereits in der vergangenen Woche bin ich hier im Blog auf die aktuelle Internet-Studie von Mary Meeker eingegangen und habe aus ihr zwei Charts zum Ende des Wintel-Monopols und der Nach-PC-Ära herausgezogen.

Einen weiteren interessanten Befund präsentiert Meeker gleich zu Anfang ihrer Studie. Addiert man beim iPhone und iPad jeweils die ausgelieferten Geräte in den ersten zehn Quartalen nach Marktstart, erhält man einen überraschenden Befund: Demnach wächst das iPad drei Mal so stark wie das iPhone – der wahre Megaseller aus dem Hause Apple ist also der Tablet-Rechner.

Quelle: KCPB/Mary Meeker

Und dessen Siegeszug dürfte – beflügelt unter anderem durch das im September auf den Markt gebrachte iPad Mini weitergehen. Das US-Techblog „Tech-Thoughts“ hat nach einer ausführlichen Hochrechnung eine Prognose für Apples Tablet-Absatz im laufenden vierten Quartal 2012 abgegeben.

Demnach soll das Stammgeschäft mit den Groß-iPads um 33 Prozent auf gut 23 Millionen Geräte steigen. Basierend auf den Verkauf von Tablet-Displays von Komponenten-Herstellern kommt „Tech-Thoughts“ auf einen iPad-Mini-Absatz von sechs bis sieben Millionen Geräten. Die Kannibalisierung zwischen beiden Formfaktoren schätzen die Amerikaner auf 50 bis 70 Prozent, das heißt die iPad-Mini-Verkäufe gehen mit ebenjenem Anteil zu Lasten des iPad-Absatzes.

Quelle: Tech-Thoughts

Demnach sollen die Gesamtverkäufe beim iPad im wichtigen vierten Quartal zwischen 24 und 26 Millionen Tablets liegen; 18 bis 19 herkömmliche Geräte sowie sechs bis sieben Millionen Schrumpf-Geräte. Die Revolution des Computer-Marktes durch Medien-Tablets geht also weiter.

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Alle Kommentare [4]

  1. Der Grund dürfte aus meiner Sicht klar sein: Auf dem Smartphone-Markt ist die Konkurrenz für Apple groß; für die Konkurrenzplattform Nr. 1 (Android) gibt es viele Endgeräte in unterschiedlichen Preislagen, und auch Apps sind zur Genüge vorhanden.
    Auf dem Tablet-Markt sieht es dagegen anders aus; es gibt zwar bereits einige Konkurrenzprodukte, die aber erst langsam „erwachsen“ werden. Zudem sehe ich die App-Auswahl für Tablets bei iOS höher als bei Android; gerade die Verlage mit ePaper setzen derzeit noch hauptsächlich auf iOS.

  2. Ist das jetzt gut oder schlecht für Apple, wenn man bedenkt, dass der Deckungsbeitrag beim iPhone viel höher liegt ;-)

  3. @Gerold Wagner: Guter Hinweis. Würde dennoch meinen, dass das gut ist für Apple, schlicht weil das Unternehmen so die Reichweite seiner Plattform iOS einfach noch mal deutlich ausweitet. Das wiederum hilft dem App-Geschäft etc.

  4. Im Bezug Usability zu Emails, Surfen, Lesen ->
    Der sogenannte Absatz * 3 Wachstum, ist meiner Meinung nach, ein klares Zeichen, dass die Grösse eines der wichtigen Entscheidungsmerkmale der UnterhaltsElektronik sind. Meine erste Frage war – kann man mit dem Ding gescheit Email lesen & verfassen ? Bam zack -> Kaufentscheidung zwischen IPhone & IPad. Eigentlich kann man auch diese beiden nicht miteinander vergleichen, Sortimensdivergenz. Gruss