Google+: 20 Millionen Nutzer in 3 Wochen

Der Gegenentwurf des Suchmaschinengiganten Google zu Facebook hat binnen kürzester Zeit seine Nutzerzahlen auf ein Niveau heben können, für das der Rivale deutlich mehr als zwei Jahre benötigt hat. 

Das ging schnell: Nur etwas mehr als drei Wochen hat Google benötigt, um mit seinem neuen sozialen Netzwerk Google+ 20 Millionen Nutzer anzulocken. Und das, obwohl der Dienst bis heute nicht offen für alle ist, sondern sich in einer Art „öffentliche Beta-Phase“ befindet. Die beiden Rivalen Twitter und Facebook benötigten für jene Marke jedenfalls deutlich länger als zwei Jahre, wie der Software-Techniker Leon Håland kürzlich in einer Grafik – natürlich via Google+ verbreitet – deutlich machte:

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Quelle: Leon Håland

Laut einer vom „Wall Street Journal“ zitierten Studie des US-Marktforschungshauses Comscore rangiert Deutschland mit 710.000 Besuchern im internationalen Vergleich auf Rang fünf hinter den USA, Indien, Großbritannien und Kanada. Ich wehre mich übrigens weiterhin gegen Beschreibungen wie Facebook- oder Twitter-Killer – so wie ich es bereits Mitte Juli hier im Blog getan habe. Dafür sind, zumindest in Deutschland, ist die bisherige Nutzerstruktur von Google+ schlicht noch zu homogen: Dort tummeln sich einstweilen vor allem Journalisten, PR-Leute, Social-Media-Berater – um nur die häufigsten Vertreter zu nennen. Fakt scheint nach der kurzen Zeit aber auch: Google+ ist ein Phänomen, das nicht mehr so schnell verschwinden wird.

Wer noch nicht dabei ist: Im Folgenden noch eine kompakte Infografik des italienischen Bloggers Stefano Epifani mit den wichtigsten Unterschieden zwischen Facebook, Google+ und Twitter (zum Vergrößern anklicken):

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Quelle: Stefano Epifani

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Alle Kommentare [3]

  1. Es wird schwer Facebook vom Gipfel zu stoßen. Man müsste sich schon mehrere Highlights einfallen lassen, welche nicht sofort kopiert werden können und gleichzeitig müsste Facebook die Weiterentwicklung einstellen. Anhaltende Datenschutz-Skandale könnten vielleicht auch den Riesen wanken lassen, allerdings lassen sich davon die meist jüngeren Nutzer eh nicht beeindrucken.

  2. Die Zahlen von Facebook wird Google letztendlich nicht erreichen. Dafür spricht Google eine andere Zielgruppe, segmentierter,an. Facebook ist für eine grösseren Usergruppe geeignet.

  3. Ein Update wäre hier mal ganz interessant. Zudem würde mich interessieren ob es mittlerweile Analysen über die Nutzerherkunft gibt – ich könnte mir vorstellen, dass bei Google+ derzeit vorrangig Firmen etc. vertreten sind. Bei den Jungen Leuten ist die Plattform wahrscheinlich noch nicht so richtig angekommen…ich bin gespannt wie das in 2 Jahren aussieht 😉