Facebook, WhatsApp & Instagram: So gigantisch ist das Zuckerberg-Imperium

Das soziale Netzwerk selber sowie seine Messaging- und Foto-Tochter wachsen weitgehend ungebremst. Der nächste Milliarden-Dienst ist nicht mehr fern.

Bei der Vorlage der Facebook-Zahlen fürs zweite Geschäftsquartal Ende der vergangenen Woche triumphierte Mark Zuckerberg mal wieder: In den drei Monaten bis Ende Juni kletterten der Umsatz um 45 Prozent und der Gewinn gar um satte 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Facebook-Werbemaschine läuft also auf Hochtouren.

Aber auch die Nutzungszahlen des Zuckerberg-Imperiums sind weiter beeindruckend, wie der Gründer & Vorstandschef höchstselbst in seinem Community Update veröffentlicht hat:

Quelle: Facebook/Mark Zuckerberg

Mehr als zwei Milliarden User nutzen das weltgrößte soziale Netzwerk monatlich, wie Zuckerberg bereits Ende Juni verkündet hatte. Stolze 1,3 Milllarden davon nutzen den Dienst sogar täglich. Aber auch die anderen Facebook-Dienste können weiter zulegen.

So wie der Messenger WhatsApp, der mit einer Milliarde täglicher Nutzer den nächsten Meilenstein erreicht hat. Im Monat kommt die App inzwischen gar auf 1,3 Milliarden Nutzer. Zur Einordnung: Die Hürde von einer Milliarde Nutzer im Monat überquerte der Dienst im Februar 2016 – das entspricht einem Plus von 30 Prozent in 1,25 Jahren.

Quelle: WhatsApp

Pro Tag verschicken die WhatsApp-User inzwischen 55 Milliarden Nachrichten – darunter 4,5 Milliarden Fotos und eine Milliarde Videos. Und auch Instagram, der dritte im Bunde der großen Facebook-Dienste, nähert sich der Milliarden-Grenze mit großen Schritten.

Ende April verkündete die Foto-Tochter von Zuckerg das Erreichen von 700 Millionen Nutzer. Wie der US-Marktforscher Socialbakers Ende Juli bemerkte, hat Instagram damit im ersten Quartal 2017 das stärkste Wachstum überhaupt verzeichnet:

Quelle: Socialbakers

Wenn der Instagram-Boom anhält, dürfte es bis zum nächsten Milliarden-Dienst – übrigens nach Facebook selber, WhatsApp und dem Facebook Messenger dann bereits dem Vierten – nicht mehr lange dauern.

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Alle Kommentare [6]

  1. Lieber Herr Kroker,

    einmal mehr herzlichen Dank für Ihre gute Arbeit.

    Warum nutzen Sie als Logo immer noch die alten Bilder aus der Urzeit der IT?
    Sie sind doch inhaltlich immer ganz vorn…

    Herzliche Grüße
    Ihr
    Ernst Raue

  2. Lieber Herr Raue,

    vielen Dank für Ihr Lob – das spornt mich natürlich weiter an.

    Was Ihren Einwand bezüglich des Logos betrifft: Ich bin halt Nostalgiker – und die Fotos stammen eben genau aus der Zeit, als ich als Jugendlicher mit PCs und Macs aufwuchs… ansonsten blicke ich aber selbstredend immer nach vorne 😉

    Beste Grüße
    Michael Kroker

  3. Sie geben im Impressum an, sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte bei Ihnen. Genau für diese alten Bilder von Jobs und Co. dürfte das aber nicht der Fall sein. Ist da irgendwo die Quelle angegeben, und hab ich das nur nicht gesehen? Sonst wird’s urheberrechtlich bzw. für die Nutzungsrechte echt schwierig…. LG. K. Fritzsche

  4. Die Rechte liegen bei der Handelsblatt GmbH – denn mein Blog läuft unter der WiWo.de-Domain. Das Header-Banner habe nicht ich, sondern haben die Online-Kollegen der WiWo-Redaktion vor vielen Jahren erstellt; ich bin mir sicher, dass diese dabei alle Nutzungsrechte bedacht haben. Viele Grüße Michael Kroker

  5. Hallo Herr Kroker,

    ich würde gerne mehr in die Details schauen wollen. Haben Sie dazu einen Einblick? „Zwei Milliarden User“ -> gleich Accounts -> ungleich Nutzer sind mir zu allgemein. Im Gegensatz dazu soll es nur 1 Millarde aktive Nutzer bei WhatsApp geben? Was macht die andere Milliarde?

    Was ist mit Fakeaccounts oder Accounts von Unternehmen und privaten Personen mit mehreren Zugängen? Wer der 2 Millarden Nutzer ist hier wie aktiv? Das Ergebnis wäre interessant, da man häufig hört, man will die Menschen erreichen und Social Media ist das geeignete Mittel. Ich befürchte, dass man hier zwar immer noch einen großen Nutzerkreis erreicht, aber die tatsächliche Zielgruppe der privaten Nutzer in Wahrheit enorm viel kleiner ist. Ich bin der Auffassung, dass wir mit den Nutzerzahlen von Facebook geblendet werden, da Facebook diese Zahlen zur Vermarktung ihrer Werbung braucht. Die erreichbare Zielgruppe ist aber wesentlich kleiner. Können Sie hier Licht ins Dunkle bringen?

    Schöne Grüße
    HCL

  6. Facebook unterscheidet meines Wissens stets zwischen „monatlich aktiven Nutzern“ und „täglich aktiven Nutzern“ – in ihren englischsprachigen Quartalsmeldungen MAUs & DAUs genannt („monthly active users“ vs „daily active users“). Dabei sind die >2 Mrd Nutzer genaugenommen MAUs, also solche, die sich mindestens ein Mal im Monat bei ihrem Account eingeloggt haben.

    Natürlich kann Facebook an den Nutzerzahlen irgendwie „tweaken“, andererseits ist der Konzern börsennotiert – dh. sie müssen „sauberer“ sein als andere, nicht börsennotierte Unternehmen.

    Ich hoffe, das hilft ein wenig.

    Gruß
    M. Kroker