Digitale Kommunikation im Unternehmen: Fast ein Drittel wünscht sich Messenger

Je jünger die Mitarbeiter sind, desto stärker verschieben sich die Präferenzen bei den Kommunikationstools weg vom Telefon hin in Richtung Chat-Dienste.

Neben der Bereitstellung von Cloud-Diensten ist das Thema digitale Kommunikationstools ein wichtiger Treiber der Digitalisierung in den Unternehmen. Zwar greifen derzeit noch fast zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland am ehesten zum Telefonhörer, um sich mit Kollegen auszutauschen (63 Prozent).

Wo firmeninterne Chat-Dienste wie etwa Messenger-Programme in den Unternehmen bereits vorhanden sind, würden schon heute fast ein Drittel der Beschäftigten diese „sehr häufig“ bzw. „häufig“ nutzen (30 Prozent).

Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die das Marktforschungsunternehmen Kantar Emnid im Auftrag des Intranet-Dienstleisters Hirschtec durchgeführt hat. Fast die Hälfte der Befragten benennt zudem auch die traditionelle E-Mail als häufig genutztes Kommunikationswerkzeug:

Quelle: Hirschtec

Der für die Unternehmen vielleicht wichtigste Befund: Ohne echte digitale Kommunikation wird es vor allem in Zukunft nicht mehr gehen: Schon heute halten mehr als ein Viertel der Berufstätigen in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen den digitalen Austausch für nützlicher als das persönliche Gespräch (27 Prozent).

Und fast die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen würde diese besonders häufig zur internen Kommunikation im Arbeitsalltag verwenden (47 Prozent). Bei den 50- bis 59-Jährigen sehen dies gerade mal 12 Prozent so.

Anders ausgedrückt: Je jünger die Mitarbeiter in den Unternehmen sind, desto stärker verschieben sich die Präferenzen bei den Kommunikationstools weg vom Telefon hin in Richtung Messenger-Dienste.

Auch im Hinblick auf die einzelnen Bundesländer zeigen sich deutliche Unterschiede. So ist Nordrhein-Westfalen bei der digitalen Kommunikation schon sehr fortschrittlich. Mehr als ein Drittel der Berufstätigen aus NRW halten schon heute den digitalen Austausch für produktiver als das persönliche Gespräch (34 Prozent).

Mit nur neun Prozent der Befragten, die dem zustimmen würden, rangieren hier Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt auf dem letzten Platz – siehe Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Hirschtec

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Alle Kommentare [2]

  1. Sehr interessante und relevante Zahlen, die zeigen, wie unterschiedliche Kommunikationsstile und Nutzergenerationen vor allem in großen Unternehmen aufeinandertreffen und Anforderungen an die Tool-Landschaft formulieren.

    Für effiziente Kommunikation in Unternehmen ist es daher wichtig, dass Collaboration-Tools verschiedene Kanäle wie Sprache und Chat (+Video, Screenshare, Dateienaustausch) in einer möglichst einfach zu bedienenden Oberfläche zusammenbringen. Das ist unsere Produktstrategie für Circuit, ihr könnt das hier kostenlos ausprobieren und nutzen: http://www.circuit.com

  2. Hallo lieber Herr Krocker,

    eine wirklich sehr interessante Statistik die Sie in ihrem Text zusammengefasst haben. Ich denke auch das es im heutigen Zeitalter und in der Zukunft nicht mehr ohne digitale Kommunikation, in der Arbeitswelt, gehen wird.

    Ich bin jetzt 28 und empfinde E-Mail sowie Messenger (bzw. Chat Systeme) als sehr angenehme Hilfsmittel um die Kommunikation ab zu halten. Manchmal sind die Anliegen auch so klein das sich, zum Telefonhörer oder das persönliche Gespräch suchen, der Aufwand nicht lohnt.

    Und mit einer E-Mail oder einem Messenger kann der Angefragte selbst priorisieren wann er die Zeit dafür hat – hierfür ist es natürlich wichtig das jeder Mitarbeiter weiß wann was welche Priorität hat.

    Natürlich dürfen wir die ältere Generation dabei nicht aus den Augen verlieren die noch gelernt hat eher zum Telefon zu greifen oder in eine andere Abteilung zu laufen um die Dinge persönlich zu klären, aber bei uns in der Firma erlebe ich es das viele ältere Kollegen sich sehr für neue digitale Wege interessieren und natürlich auf diesem Gebiet fit sein möchten.

    Wir haben uns dafür entschieden dies zu fördern und lassen für verschiedene Programme die wir nutzen von verKLICKern (http://verklickern.de/) sogenannte Erklärvideos erstellen, die dann nach Schulungen noch einmal zu Informationszwecken für jeden hinterlegt werden.

    Dies hat auch den Vorteil das neue Mitarbeiter sich direkt über Programme die sie zukünftig nutzen informieren können.

    Ich finde es wichtig sich immer mit seiner Unternehmenskommunikation auseinander zu setzen und dafür zu sorgen das jeder Mitarbeiter Kollege genau im Bilde ist und Anliegen richtig kommuniziert werden (egal über welchen Weg), ein Telefon ist nicht immer das Richtige so wie ein Messenger auch nicht immer das Richtige ist. Gewisse Dinge lassen sich vielleicht nur am Telefon oder nur über Mail, Messenger oder im persönlichen Gespräch klären.

    Dennoch ist es interessant gewesen zu sehen wie welche Altersgruppe zu welchen Mitteln greift.

    Liebe Grüße
    Farina