Boom-Markt 3D-Druck: Von 3,1 Milliarden Dollar 2013 auf 21 Milliarden Dollar im Jahr 2020

Der Umsatz im Markt für 3D-Druck vervielfacht sich binnen weniger Jahre ebenso wie die Zahl der weltweit ausgelieferten Geräte – ein Überblick.

Neben der Digitalisierung der gesamten Wirtschaft – also dem Einzug von Internet, Sensoren und Vernetzung bis in den letzten Winkel der Fertigungshallen – ist der 3D-Druck aktuell eines der Megathemen in Sachen Innovationen.

Laut einer erst gestern veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young sind deutsche Unternehmen weltweit führend beim Einsatz von 3D-Druckern:  Demnach setzen die hiesigen Firmen mittlerweile fast eine Milliarde Euro mit Zahnersatz, Bauteilen und anderen Produkten aus den speziellen Druckern um.

Längst erwarten nicht nur Zukunftsforscher, dass vor allem der 3D-Druck die Idee vom personalisierten Produkt bei gleichzeitiger Massenfertigung – sprich die Vision von Losgröße 1 – möglich macht: Möbel, Schuhe oder Uhren lassen sich bereits personalisiert in Serie herstellen. Ganze Farmen von 3D-Druckern werden dafür zusammengeschaltet – mit weitreichenden Folgen für viele Branchen, wie die „WirtschaftsWoche bereits im März berichtete.

Kein Wunder also, dass die Umsätze im Bereich 3D Druck aktuell regelrecht explodieren: Von 3,1 Milliarden Dollar im Jahr 2013 über 6,4 Milliarden Dollar in diesem Jahr bis auf 21 Milliarden Dollar im Jahr 2020. Das entspricht einem Wachstum von 700 Prozent innerhalb von nur sieben Jahren.

Auf eine vergleichbare Weise entwickelt sich die Zahl der ausgelieferten 3D-Drucker: Diese lagen 2015 bei 245.000 Stück – und soll sich in diesem Jahr auf knapp 500.000 verdoppeln. Für das Jahr 2019 erwarten Marktforscher dann bereits den Verkauf von 5,6 Millionen Geräte weltweit.

Diese und weitere Zahlen & Fakten zum 3D-Druck hat der Drucker-Dienstleister Printer Care mit Sitz im brandenburgischen Velten nordwestlich von Berlin kürzlich in einer sehenswerten Infografik zusammengetragen – zum Vergrößern zwei Mal anklicken:

Quelle: Printer-Care

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Alle Kommentare [2]

  1. Sehr geehrter Herr Kroker,

    schön das die Entwicklung sich jetzt langsam einspielt und das Potenzial im 3D-Druck erkannt wird. Ich find Sie haben die Fakten kompakt und übersichtlich zusammengestellt. Vielen Dank dafür.
    Gibt es zu den Umsatztzahlen eigentlich auch noch Fakten, wie viele Verkäufe im
    Industriebereich und wie viele im Privatbereich erfolgen.
    Anhand der Materialüberisicht geht man eher von Desktopdrucker aus, aber bei der Übersicht der Einsatzgebiete und der Technologien kann man eher von SLS oder SLM – Druckern ausgehen.
    Werden die Zahlen da nochmal aufgesplittet?

  2. Hallo Herr Leonberger, danke für Ihren Kommentar. Die von Ihnen gesuchte Aufschlüsselung in Industrie- und Privatbereich habe ich aktuell leider nicht zur Hand. Habe den Eindruck, dass das Thema immer noch sehr neu ist – daher ist auch das Zahlenmaterial noch recht dünn.