LinkedIn startet deutschsprachige Blog-Funktion: Meine Erfahrungen mit dem Tool

Vor allem jene Artikel, die die Pulse-Technologie an Leser außerhalb des eigenen Netzwerks verbreitet, profitieren von einer deutlich höheren Reichweite.

Das amerikanische Business-Netzwerk LinkedIn bringt seine Plattform-interne Publishing-Lösung den deutschsprachigen Raum – das bedeutet: LinkedIn-Mitglieder können von heute an neben Status-Updates mit Fremdlinks oder Fotos auch eigene Artikel veröffentlichen.

Bisher konnte man diese Blog-Funktion nur nutzen, indem man die LinkedIn-Spracheinstellung auf Englisch stellte. Ab sofort können deutsche Blog-Beiträge auch in „LinkedIn Pulse“ auftauchen, dem speziellen News-Angebot innerhalb des Netzwerks.

Der Unterschied: Während normale Artikel in dem Nachrichten-Strom eines mehr oder minder großen Teils der eigenen Kontakte auftauchen, spielt der Algorithmus hinter Pulse die Beiträge auch an viele andere potenzielle Interessenten eines bestimmten Themengebiets aus. Laut LinkedIn analysiert der Algorithmus die Blog-Posts anhand bestimmter Schlüsselwörter – ein wichtiger Grund dafür, warum der Transfer der Funktion vom Englischen ins Deutsche eine Zeit lang in Anspruch genommen hat.

Ich konnte in den letzten Monaten beides ausprobieren: So habe ich seit Anfang des Jahres bis heute insgesamt 65 Beiträge aus meinem WiWo-Blog „Kroker’s Look @ IT“ auch auf LinkedIn veröffentlicht. Seit Anfang September bin ich zudem Beta-Tester des deutschsprachigen Blog-Tools, wobei manche der neueren Beiträge dann auch via Pulse verbreitet wurden.

Das Ergebnis: Im Schnitt lag die Reichweite meiner LinkedIn-Artikel bis Ende August im mittleren zweistelligen View-Bereich. Bei den „normal“ verbreiteten Posts in der Beta-Phase war die Reichweite in einer vergleichbaren Größenordnung.

Das Pulse-Nachrichtenangebot hat die Reichweite tatsächlich ordentlich befeuert: Der allererste Beitrag – ein Artikel mit Tipps zu Twitter – schaffte es immerhin auf mehr als 850 Ansichten. Auch andere Beiträge wie jener zu den Herausforderungen von IT-Abteilungen oder der Geschichte von Social Media lagen jeweils im mittleren dreistelligen Bereich.

Fazit: Das neue Blogging-Tool von LinkedIn kann tatsächlich dabei helfen, neue Leser für eigene Inhalte zu erreichen. Ich werde es jedenfalls weiter nutzen und bin gespannt, wie sich die Reichweiten in Zukunft entwickeln.

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