Internet of Things: Fertigungsindustrie profitiert am meisten – vor Logistik und IT

Fertigungsunternehmen investieren bis 2019 rund 140 Milliarden Dollar in IoT-Lösungen. Bis dahin sollen 25 Milliarden Geräte übers Internet vernetzt sein.

Es ist eines der gegenwärtig am heißesten diskutierten Themen innerhalb der IT-Branche überhaupt: Die Rede ist von der umfassenden Vernetzung aller Maschinen, Häuser und Geräte über das Internet – hierzulande auch Industrie 4.0 genannt, ansonsten aber vor allem als Internet der Dinge, Neudeutsch Internet of Things (IoT), genannt.

Klar ist: Insbesondere für Deutschland mit seiner starken Maschinenbau-Industrie bedeutet die digitale Transformation eine enorme Herausforderung – aber zugleich auch eine gewaltige Chance: Laut einer Studie von BI Intelligence, dem Marktforschungsarm des US-Hightech-Portals „Business Insider“, wird die Fertigungsindustrie am meisten vom Internet der Dinge profitieren – vor Logistik und IT (Grafik zum Vergrößern anklicken):

Quelle: BI Intelligence

Demnach werden allein die Unternehmen aus der Fertigungsindustrie bis 2019 rund 140 Milliarden Dollar in IoT-Lösungen investieren, etwa für Sensoren in den Produkten, spezieller Fabriksteuerung bis hin zur Warenhaus-Automatisierung. Schon heute nutzt laut BI Intelligence fast jedes fünfte Fertigungs-Unternehmen IoT-Anwendungen (18 Prozent) – damit ist die Branche Early Adopter auf diesem Gebiet.

Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren je nach Prognose zwischen 20 Milliarden (Gartner) und 40 Milliarden (Cisco) Geräte miteinander vernetzt werden. Die Unterschiede rühren daher, ob beispielsweise auch Smartphones, Tablets oder Fernbedienungen miteingerechnet werden. BI Intelligence erwartet ohne jene Gadgets rund 25 Milliarden Geräte bis 2019 – eine Verfünffachung gegenüber der Zahl von 2015:

Quelle: BI Intelligence

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  1. Sehr guter Artikel, gute Grafik. Werde ich u.a in Kundenpräsentationen und im Rahmen meiner Lehrtätigkeit verwenden. Vielen Dank!