Mehr als die Hälfte aller Internet-User nutzt Google mobil; Deutschland weit abgeschlagen

Während Schwellenländer auf die Google-Dienste bereits mehrheitlich per Smartphone und Tablet zugreifen, hinken Industrieländer mobil noch hinterher.

Der Weg ins mobile Zeitalter schreitet unaufhörlich voran: Laut jüngst veröffentlichen Daten von GlobalWebIndex greifen mittlerweile mehr als die Hälfte der gesamten Internet-Nutzer weltweit auf Google via Mobilgeräten zu. Die britischen Marktforscher werten regelmäßig die Daten von 170.000 Nutzern in 32 Ländern aus.

Weiterer Befund: Vor allem in Schwellenländern im mittleren Osten und Asien ist mobile bereits längst der bevorzugte Nutzungskanal. In Ländern wie Malaysia, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Thailand oder Indien nutzen bereits zwischen 60 und 70 Prozent aller Internet-User die Google-Dienste per Smartphone und Tablet.

Quelle: GlobalWebIndex

Am anderen Ende der Skala rangieren dagegen vor allem entwickelte westliche Industrienationen wie die Niederlande, Frankreich oder Japan. Auch Deutschland ist mit einer Google-Mobilnutzung von rund 40 Prozent weit abgeschlagen.

Das mag zum einen an der teils viel besseren Infrastruktur im stationären Internet liegen. Dies gilt insbesondere in Staaten, die über eine exzellente Versorgung mit festen Breitband-Anschlüssen verfügen – wie etwa Südkorea, das nur unwesentlich vor Deutschland rangiert.

Andererseits ist es gerade hierzulande um Highspeed-Anschlüsse immer noch recht schlecht bestellt, wie erst kürzlich wieder Zahlen der Europäischen Kommission unterstrichen haben: Demnach haben nur 5,5 Prozent aller Deutschen schnelle Internet-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten jenseits von 30 MBit pro Sekunde.

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