Bildungsbürger Hopp liest „Bild“

Über diese Anzeige bin ich kürzlich im „Spiegel“ gestolpert: Sieh an, nach A- und B-Prominenten, Stars und Sternchen wie etwa TV-Moderator Thomas Gottschalk, Möchtegern-Skandalrapper Sido oder Frauenrechtlerin und „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer hat „Bild“ jetzt auch einen renommierten Wirtschafts- (und Sport-) Mann als Testimonial gewonnen: SAP-Mitgründer und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp; rund um die SAP-Zentrale im nordbadischen Walldorf immer noch liebevoll „Vadder Hopp“ genannt.

Früher hätten Bildungsbürger aus Imagegründen das Boulevard-Blatt nicht gelesen; heute läse „Bild“ dagegen jeder – ohne Imageschaden. Ich frage mich, was Hopp zu einer derartigen Aussage geritten hat? Ein Handgeld durch den Axel Springer Verlag braucht er mit seinem Anteil am SAP-Stammkapital in Höhe von 6,14 Prozent ja nun nicht gerade. Aber möglicherweise hofft er auf gnädigere Berichterstattung im Sportteil gegenüber seinen häufig noch als Retortenelf verspotteten Hoffenheimern?!

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