Vier von fünf Mittelständlern nutzen bereits Cloud Computing – vor allem Cloud-Speicher

Im Vergleich zu 2015 setzen deutlich mehr Mittelständler in Deutschland Cloud-Lösungen ein. 9 von 10 Nichtnutzern hält die Sorge über Datensicherheit ab.

Der Leipziger Software-Anbieter Forcont Business technology und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin haben Ende 2017 eine Umfrage zum Thema Cloud Computing in mittelständischen Unternehmen in Deutschland durchgeführt.  „Kroker’s Look @ IT“ veröffentlicht die Ergebnisse heute vorab exklusiv.

Zentraler Befund der Studie: Die Zahl der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen oder es in absehbarer Zeit tun wollen, wächst stetig. So haben inzwischen vier von fünf Mittelständlern Cloud-Lösungen im Unternehmen im Einsatz oder bieten sie selbst an. Bei der Vorgängerstudie vor zwei Jahren konnten 20 Prozent diese Frage nicht sicher beantworten.

Allerdings haben sich die Prioritäten der Nutzer im Vergleich zu 2015 verschoben: Vor zwei Jahren diente die Cloud vorwiegend der Kommunikation und Business Collaboration, während Cloud-Speicher erst an zweiter Stelle rangierte. 2017 sind Cloud-Speicherdienste wie Dropbox dagegen auf breiter Front bei zwei Dritteln der Befragen angekommen (68 Prozent). Zudem setzt bereits die Hälfte der Nutzer cloudbasierte Kommunikationsdienste ein.

Eine der größten Änderungen gegenüber 2015 ist die enorm gestiegene Bedeutung des mobilen Arbeitens als Argument für die Nutzung der Internet-Wolke – von 57 Prozent auf fast 90 Prozent. Mobiles Arbeiten ist damit aktuell der beliebteste Grund, um Cloud-basierte Software einzuführen. Offenbar passt dieser Cloud-Mehrwert gut zu den sich verändernden Arbeitsgewohnheiten.

Die Punkte Kosteneffizienz, Entlastung der IT-Abteilung und Konzentration auf das Kerngeschäft verlieren etwas an Bedeutung, wenngleich sie – wie 2015 – weiterhin zu den wichtigsten Motiven für Cloud Computing gehören. Rund 10 Prozent mehr Teilnehmer nennen 2017 jeweils die Benutzerfreundlichkeit in der Cloud als maßgeblichen Beweggrund und versprechen sich Wettbewerbsvorteile.

Wenig überraschend bleibt die Datensicherheit für alle Seiten – Nutzer, Nichtnutzer sowie Softwareanbieter – eine der drängendsten Fragen. Unter den Nichtnutzern stieg die Zahl derer, die Sicherheitsmängel befürchten, massiv an: von 60 Prozent 2015 auf über 90 Prozent im vergangenen Jahr.

Auch bei den Nutzern genießen Sicherheit und Schutz ihrer Daten weiterhin höchste Priorität, obgleich sie zugunsten der Forderung nach einer stabilen Performance ein wenig an Bedeutung einbüßen.

Viele weitere Zahlen & Fakten der Befragung bei 142 Nutzern und Anbietern von Cloud-Diensten in der folgenden Infografik – zum Vergrößern zwei Mal anklicken.

Quelle: Forcont/HWR

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