Ich bin gesund. Bin ich gesund? Test Withings BPM Core

Ich bin gesund. Bin ich gesund? Die Frage ist weit schwieriger zu beantworten, als es auf den ersten Blick das „Wie geht’s dir?“ als Begrüßungsfloskel ahnen lässt. Wer keine Schmerzen hat, ist schon mal gut dran, oder? Wer aber leichte Altersschmerzen hat, dafür aber gute Blutwerte – sieht schon anders aus? An einer Definition haben sich schlauere und wissendere Menschen und Gruppen abgearbeitet von Friedrich Nietzsche bis zur Weltgesundheitsorganisation. Ich mag Nietzsches: „Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“

Dass es diesen Blog gibt, verdanke ich auch dem Umstand, dass ein Arzt einmal nicht so sicher war, wie es um meine Gesundheit steht. Ein Taucharzt, der meinte, mit dem Blutdruck könne ich nicht tauchen gehen. Ich staunte. Ich? Probleme? Kann ja gar nicht. Wird aber so gewesen sein. Die längere Story hier im allerersten Blogeintrag. Von 2013.

Das mit dem Blutdruck habe ich ein wenig aus dem Auge verloren in den vergangenen dreizehn Jahren. Dafür ist das mit dem Sport ein wenig entglitten. Seitdem habe ich alles immer wieder checken lassen, vor allem Kardiologie. Blutdruck war natürlich immer dabei, meist leicht zu hoch, ich kenne, da habe ich Erfahrung mit: Messpatient. Eine Weile habe ich mal daheim täglich gemessen – gab keinen Grund zur Sorge.

Nun  probiere ich im Zuge der Tests von Sportuhren zwangsläufig auch immer mehr von den verbauten Gesundheitsfunktionen. Blutdruck ist noch nicht dabei, aber so einen Überblick über ein paar Daten bekommt man ja schon. In dieses Segment stößt auch das Unternehmen Withings vor, das auch Uhren im Programm hat, aber eher ästhetische Trageuhren ohne Sportfunktionen für Triathleten. Muss ja auch nicht sein.

Aber die Verknüpfung aller Daten online – das wird sicher kommen und der Withings BPM Core ist ein Schritt. Blutdruck und Herzfrequenzvariabilität messen und bequem in ein Onlineportal übermitteln. Das lästige in ein Heftchen eintragen bleibt einem erspart. Zur medizinischen Genauigkeit der Messung kann und werde ich nichts sagen – weder bin ich Mediziner, noch betreibe ich ein Labor.

Ich habe aber dennoch gemessen – und sieh an. Blöde Werte. Kann man ja gut mit leben, merkt man gar nicht. Erst, wenn im schlimmsten Fall was passiert. Also geht man doch mal wieder zum Arzt. Ein Venenarzt, zu dem mich mein Hausarzt etwas widerwillig überwiesen hat, kann prüfen, wie – auf deutsch – verstopft die Adern sind. Und siehe an – teilweise für mein Alter mehr als sie sollten. Alles noch undramatisch, aber mit dem Hausarzt beraten, jährliche Kontrolle. Man will schließlich gesund bleiben – mit den Rückenschmerzen, den kaputten Nägeln und dem eingeschränkten Visus.

Gut, dass ich da war.

Ich bin mithin nicht wirklich krank, aber auch nicht mehr taufrisch und paar Sachen ändert man dann, so wie ich das nach 2006 getan habe. Diesmal reicht mehr Sport und Gewicht runter nicht aus – Ernährung anpassen (Salzkonsum), hilft immer, macht keinen Spaß, aber es bringt einen auch nicht um. Und auch medikamentös – trotz langen Rauszögerns und Widerwillen – manches ist auch erblich, abwegig ist es leider angesichts meiner Familienhistorie nicht, dass ich da was dran machen sollte.

So. Jetzt habe ich viel geschrieben, aber nix zum Gerät. Sollte doch ein Test sein, oder? Ich drehe es mal um – wie viel mehr kann ich einen Gegenstand preisen, der mich dazu veranlasst hat, rechtzeitig mal nach unvermuteten Einschränkungen der Gesundheit – ich habe schließlich keine Beschwerden – schauen zu lassen? Der Withings BPM Core funktioniert idiotensicher, kann mehrere Menschen parallel beobachten und hat in meinem Falle seine Nutzung mehr als gerechtfertigt. Er misst nicht allein Blutdruck, sondern gibt auch Hinweise auf Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) und der Herzklappen, alles auf einen einzigen Knopfdruck. Wer mag, kann die Daten auch an seinen Arzt weiterleiten – oder einfach damit hingehen.

 

 

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