Catcontent.
Ich verstehe es nicht. Katzen sind gut und schön, aber der Elan, mit dem Katzen im Internet präsentiert werden – ist mir schleierhaft. Ich halte dem entgegen: Lammcontent.
Lamm auf Föhr. Hier eine erste Bildergalerie.
Kommt aber noch besser.
Eigentlich war ich natürlich nicht nach Föhr gereist, um Lämmer zu beobachten. (Obwohl das in meinen Augen ein hervorragendes Ansinnen ist.) Ich war gemeldet zum 4. Internationalen Föhrmarathon in Midlum. Klingt klein, war es auch. 350 Starter, verteilt auf 2 Halbmarathons (einer für Langschläfer) und eben Marathon. Staffel auch. Viel waren wir nicht. Jedenfalls nicht so viel wie Lämmer.
Deswegen mehr Lammcontent:
Zucker – oder?
Hätte ich vielleicht mehr essen sollen. Energie fehlte mir jedenfalls als es beim Marathon dann frontal in den Wind reinging. Am Anfang ging das auch und der Halbmarathon war eigentlich noch ordentlich. Dann geriet ich in eine Gruppe, die verschärfte das Tempo, ich versuchte kurz mitzuhalten, das hätte ich mal lassen sollen. Da war ich dann allein. So ungefähr bei Kilometer 27. Und dann muss man ja noch 15. Ganz schön weit so ein Marathon. Dabei läuft man um die Insel herum nicht
viel mehr als 32 Kilometer. Aber sie hatten die 2×21 Kilometer mit ein paar Schleifen und Winkeln durch Äcker und über Feldwege locker zusammengeklaubt. Großartig – das muss ich einräumen – der Teil am Deich entlang. Rückenwind und tolle Szenerie. Aber ich war ja zum schnellen Laufen da. Habe ich halt nur nicht gemacht.
Ich war halt langsam. Sehr langsam. Reden wir nicht drüber. Reden wir über Schafe, Lämmer und Kuchen.
Kuchen gibt es auf Föhr auch. Auch den von mir bevorzugten Mohnkuchen. Die Sahnehaube auf dem Kakao hat am Tag vorm Rennen aber auch nichts mehr gebracht. Aber lecker war sie.
Aber selbst die wollte verdient sein, denn auf Föhr ist immer Wind. Der Wettkampf trägt als Beiname nicht von ungefähr das Motto „Challenge the wind“. Den Lämmern ist der Wind übrigens offensichtlich egal. Einem munteren Spruch zufolge reden Insulaner überhaupt erst dann von Sturm, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Oder gleich ganz durch die Luft fliegen. Nun. Mir hat das laue Lüftchen von etwa 30 km/h mit Böen bis zu 60 km/h gereicht. Auch schon auf den Radtouren zum Kuchen. Die Bäume und Büsche wachsen da nicht ganz ohne Grund alle so schief.
Der Föhrmarathon ist – so viel muss ich noch erzählen – eine sehr sympathische örtliche Veranstaltung von Menschen vor Ort für Menschen vor Ort und seien es die temporären Menschen vor Ort. Kein Heckmeck, kein Brimborium. Eine Strecke, eine Zeit – Schluss.
Meine war ja nicht so besonders. Ich erwähnte es bereits.
Aber die Lämmer waren toll. Deswegen abschließend noch eine Galerie Lammcontent.



Sehr schöner Bericht 😉
@rennmops so wie es war, war es gut. die schönen seiten erinnern, die blöden schon vergessen. es waren tolle tage. das zählt.
@calceola jjjjeeeeinnn…. eigentlich wollte ich da schon ursprünglich mal meine marathonbestzeit angehen…. das war im herbst 2014 die idee… von der ich mich dann in etappen verabschiedet habe bis schließlich zum zielstrich. 🙂
Ich halte selbstverständlich gerne auch beim nördlichsten Marathon Deutschlands die Fahne hoch! Und mithin in den Wind.
Und ich habe zuerst Lammkotelett gelesen…owei.
Schöne Bilder, lecker Kuchen und ich hoffe du hast deine „Locken“ noch ;o)
Ein Genußmarathon der stürmischen Art..auch mal was.
UND…unter die Top Ten deiner AK zu laufen ist doch auch was ;o)
voll im Trend, also Schafe meine ich. Gibt ein ganz tolles Schaf, das ist nicht besonders brav und gerade im Kino zu bewundern. Da verwundert es nicht wenn einer auf eine Schafinsel fährt und den Marathon nicht brav volle Pulle läuft, sondern schafseeing macht.
War ja eh nur ein Trainingslauf für den Triathlon wenn ich das richtig verstanden habe.
Immerhin,… bester Fortune 🙂