Ich hasse den Sommer.
Ich bin froh, dass es kalt wird. Und regnerisch. Möglichst bald und gerne mit viel Schnee.
Denn ich bin eine Primel. Und gehe fix ein. Bei Sonne, Hitze und vor allem hoher Luftfeuchte.
Damit stelle ich mich einwandfrei außerhalb der Gesellschaft. Der nicht laufenden Gesellschaft, wie ich denke. Denn jeder Läufer sollte mir nachfühlen können, dass tropisches Klima für vieles gut ist, aber sicher nicht für tolle Lauferlebnisse. Es ölt, es läuft, schon das Umziehen. Und wer trägt das Wasser, das ich in mich reinschütten muss, um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren?
Zwei bis drei Liter dürfen es schließlich gerne sein, wenn ich zwei bis drei Stunden unterwegs bin. Im Winter: Komme ich anderthalb Stunden ohne aus, mache Rast an Kiosk oder Tankstelle und drehe um. Sommer: Da sinniere ich ernsthaft, wie ungesund wohl ein Schluck Flusswasser ist.
Zuletzt hat mich das beim Köln-Marathon sicher nicht gerade unterstützt, dass Mitte September endlich das Wetter war, dass man sich im Juni noch herbeisehnte. Und seitdem ist es kaum besser geworden, also das Wetter schon, aber nicht die Bedingungen für meinen rasch auslaugenden Laib. Vergangenen Sonntag war es kaum besser – außer für die Familien, die in der Sonne spazierten, Radtouristen, Kanufahrer – nur ich keuchte durch die Sturzfluten des Schweiß. September-Sommer heißt: Alle Laufstrecken sind voll und alle Menschen wollen draußen sein. Ist im Regen im November schön leer da. Und erfrischend. Herrlich.
Als Triathlet träume ich nicht vom Ironman auf Hawaii, sondern vom Norseman in Norwegen. Da ist das Wasser garantiert nie wärmer als 14 Grad und im August kann es auch schneien! Eine herrliche Aussicht! Vermutlich schwitzen die Athleten dort nicht ein mal! Wunderbar – kein Salz im Auge!
Sommer ist doof. So. Musste mal raus. Außer für’s Radfahren. Das ist dann ein ganz anderer Blogbeitrag.
Willkommen Herbst!


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Endlich spricht das mal jemand aus und steht auch dazu 😀 Ich stehe übrigens auch dazu. Alles über 25 Grad macht einfach keinen Spaß mehr. Der Super-Gau ist es meiner Meinung nach, wenn man schon vor dem Sport duschen muss, einfach, weil alles klebt und es so heiß ist, oder einem im Büro bei Null Bewegung der Schweiß den Rücken herunter läuft. Das alles über Monate auszublenden und dennoch weiter zu trainieren..da ziehe ich öfter mal den Hut vor mir selbst. Mag sein, dass das nicht jeder als so schrecklich empfindet, aber ich für meinen Teil bin dafür nicht gemacht. Laue Sommerabende sind schön, nur da muss man erst einmal hinkommen. Anziehen kann man sich immer etwas, ausziehen ist ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr möglich 😉
Ach ja, ich kann Dir nur zustimmen. Sommer ist doof, es lebe der Herbst und demnächst der Winter! 🙂