Die Kollegen vom Handelsblatt haben ausgeholt, eine Untersuchung in Auftrag gegeben und das Diagnostikzentrum Fleetinsel Hamburg hat nach einer einer Analyse von 10.000 Routineuntersuchungen der vergangenen elf Jahre, dass die Manager in Deutschland immer noch recht ungesund sind. Da die Auswertung Daten betraf, die durch Check-Ups von Führungskräften ermittelt wurden, betreffen die Erkenntnisse vor allem eine Gruppe: Männer zwischen 41 und 60 Jahre, denn die stellten mit 80 Prozent den Löwenanteil der Untersuchten. Dazu gehör dann auch ich.
Die Werte haben sich verbessert, der Idealtyp des Managers, der ausreichend Sport betreibt, wenig Alkohol trinkt, sich bewußt ernährt – er ist kein Hirngespinst. Doch auch 2012 waren noch 58% der Untersuchten übergewichtig, 12 Prozent gar fettleibig. Cholesterine höher als der Twitter-Einstiegskurs – hatten noch 56 Prozent. Und ein gutes Drittel hat den hohen Blutdruck einfach ins Leben integriert. Es geht ja. Man kann das ganz gut alles ignorieren, was einem der Körper so an Signalen gibt. Habe ich auch. Bis eben 2006, da bekam ich die Gelbe Karte gezeigt, in deren Folge ich anfing das zu tun, was einem der gesunde Menschenverstand mit auf den Weg gibt: Ändere deine Gewohnheiten. Und in Folge führte das zu diesem Blog, wie hier nachzulesen ist.
Was macht man nun mit dieser Erkenntnis? Natürlich – die geläuterten Beispiele sind erwähnt. Sie sind heute auch schnell gefunden. Allein – hilft es einem, zu wissen, dass andere es geschafft haben? Ich denke: Das hilft ungefähr so gut, wie beim ersten Liebeskummer von den Eltern zu hören, dass es eines Tages zu Ende sein wird und man sich neu verlieben wird. Nämlich gar nicht.
Helfen tut wohl tatsächlich am besten die Schockmethode, die die Einsicht des Betroffenen fördert, dass das leichte Unwohlsein ob des Lebenswandels am Ende ein echtes Problem darstellt.
Und dazu ist ein Check-Up beim Arzt sicher glänzend geeignet. Mir jedenfalls hat es geholfen.
Übertreiben Sie es nur nicht. Zu viel Sport ist auch ungesund. Dafür warten wir entspannt die nächste Untersuchung ab.

„Was macht man nun mit dieser Erkenntnis? Natürlich – die geläuterten Beispiele sind erwähnt. Sie sind heute auch schnell gefunden. Allein – hilft es einem, zu wissen, dass andere es geschafft haben? Ich denke: Das hilft ungefähr so gut, wie beim ersten Liebeskummer von den Eltern zu hören, dass es eines Tages zu Ende sein wird und man sich neu verlieben wird. Nämlich gar nicht.
Helfen tut wohl tatsächlich am besten die Schockmethode, die die Einsicht des Betroffenen fördert, dass das leichte Unwohlsein ob des Lebenswandels am Ende ein echtes Problem darstellt.“
Ich kann ja nur für mich sprechen aber ein Schockerlebnis war bei mir nicht der Auslöser etwas in meinem Leben zu ändern, mir war sehr bewusst, dass mein Lebensstil ungesund ist und ich dringend was ändern muss – ich hatte aber keine Ahnung wie und Angst davor zu versagen also war weitermachen wie bisher angesagt. Wenn man sich jahrelang in seinen Gewohnheiten bewegt hat, wahrscheinlich keinen Sport getrieben hat und einen netten Bauch(ansatz) hat, da können einem schonmal 30 Minuten Sport Angst machen.
30 Minuten – eine unfassbar lange Zeitspanne! Ich wollte was ändern, hatte aber Angst vor den Konsequenzen – bis ich ein Video im Internet sah. In dem Video hat ein Typ 120 Pfund abgenommen, war später einen Marathon gelaufen – und hat schließlich Ironman gefinished. Für mich war das ein Vorbild, ein Beispiel dafür, dass man es schaffen kann wenn man will. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich nicht angefangen mit (Ausdauer)sport und hätte all diese tollen Erlebnisse verpasst.
Also mach du mal ruhig weiter und berichte anderen davon, jeder kann ein Vorbild für irgendwen sein 🙂
Liebe Grüße,
Sebastian