Deutschland ignoriert Twitter

Quelle The Atlantic

Auch wenn sich in Deutschland mittlerweile herumgesprochen hat, dass Twitter nicht nur ein Gedankenlokus für Belanglosigkeiten ist, sondern ein zunehmend wichtiger Nachrichtenkanal: Im  internationalen Vergleich schneiden wir schlecht ab. Glaubt man dieser Infografik des US-Magazins The Atlantic, ist Deutschland in Sachen Twitter sogar ein Entwicklungsland: Die Grafik zeigt, wo auf der Welt die 500 Twitterati mit den meisten Followern leben – wir sind nicht dabei.

Insgesamt leben 358 der Meistverfolgten in den USA. Auf dem zweiten Platz – schon reichlich abgeschlagen – steht Brasilien. Danach kommen Großbritannien und Spanien.

Ebenfalls bemerkenswert: Die meisten Top-Twitterati (125) leben in Los Angeles und haben zusammen ein Publikum von mehr als 285 Millionen Followern. Ein recht beeindruckender Fanclub. Auf Platz zwei der US-Städte folgt dann New York, auf dem Dritten steht San Francisco.

Deutschland kommt auf der Karte überhaupt nicht vor. Nun kann man die Analyse von twitaholic.com, auf der diese Grafik basiert, aus verschiedenen Gründen kritisieren. Das Bild jedoch dürfte sich auch mit anderen Zahlen nur wenig ändern.

Eigentlich könnte uns das alles egal sein, denken Sie vielleicht.

Aber so einfach ist die Sache nicht. Denn die Währung im sozialen Internet ist Aufmerksamkeit. Und die erhalten deutsche Twitterati offensichtlich nur höchst selten. Kein deutscher Account bringt es auf mehr als 1 Million Follower und somit schafft es auch keiner in globale Top 500.

Klar, unser Sprachraum ist kleiner. Aber das Argument zieht nur zum Teil.

Grund für das Aufmerksamkeitsdefizit ist, dass es im deutschen Twitter-Raum zu wenig Menschen gibt, die der weltweiten Community etwas zu sagen hätten. Zu wenige Top-Ökonomen, bekannte Schauspieler, Buchautoren und Spitzenpolitiker nehmen an der Diskussion teil. Anders in den USA.

Bei Blogs sieht die Sache übrigens ähnlich aus: In den USA sind sie beispielsweise unter Top-Ökonomen längst ein Instrument, um sich über neueste Gedanken und Studien auszutauschen. In Deutschland gibt es allenfalls zaghafte Ansätze.

Es dauert in Deutschland einfach wahnsinnig lange, bis sich Instrumente wie Twitter, Facebook & Co. durchsetzen, auch deshalb, weil wir ersteinmal jahrelang über die Risiken diskutieren müssen. Das kostet Zeit, Zeit, die andere produktiv nutzen.

Bei uns ist es so auch immer noch aufregend, wenn Politiker das Instrument Twitter für sich entdecken: Wenn sie über ihre ersten Gehversuche schreiben, bekommen sie in Tageszeitungen ganze Seiten freigeräumt, wie Peter Altmaier gerade in der FAZ („Mein neues Leben unter Piraten“).

Auch damit sind wir Entwicklungsland.

Bei der New York Times wäre das nicht einmal eine kleine Meldung wert, wenn ein Kongressabgeordneter mit einer solchen Geschichte käme. Dort wäre eher die Nachricht, dass sich jemand in Sachen Social Media verweigert.

In Deutschland sind alle begeistert.

Aber gut. Seis drum. So sind wir eben.

Ein bisschen hinterher.

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Alle Kommentare [27]

  1. „Grund für das Aufmerksamkeitsdefizit ist, dass es im deutschen Twitter-Raum zu wenig Menschen gibt, die der weltweiten Community etwas zu sagen hätten. Zu wenige Top-Ökonomen, bekannte Schauspieler, Buchautoren und Spitzenpolitiker nehmen an der Diskussion teil. Anders in den USA.“

    Aha.

    Die Top 10 mit den meisten Follower sind:
    Lady Gaga, Bieber, Katy Perry, Kim Kardashian, Obama, Britney Spears, Shakira, Rihanna, Taylor Swift.

  2. Gut angemerkt von rfgdfgdfgd.
    Twitter scheint dort vor allem ein einziger großer Werbekanal zu sein, der das Niveau nicht gerade anhebt. Gut, daß es bei uns (bisher) nicht so ist.
    Aber daß in Deutschland viel zu viel diskutiert wird, anstatt mal zu machen, ist ebenso wahr.

  3. Ein weiteres Beispiel von „Qualitätsjournalismus“, Faktoren erkennen, völlig falsch interpretieren und zu etwas „konsumierbaren“ zusammenschrauben.

  4. Twitter ist eine Chimäre, deren gesamtes Konzept elendig verrecken wird. Natürlich nicht, bevor es von irgendwelchen Marketing-Buzzies ausgeschlachtet wurde, was ja schon begonnen hat.

    Und zum Thema hinterher: ja, Deutschland ist oft etwas „hinterher“, während die halbe Welt einen Happy-Dance um „das nächste große Ding“ tanzt, das natürlich immer immateriell ist (Internet, Informationen etc.). Hier versucht man aber nur verzweifelt, diejenigen Cash Flows umzuleiten, die ganz am Ende der Wertkette immer mit „harter Ware“ erwirtschaftet werden (Rohstoffe und materielle Güter). Und wer ist Weltmeister in der Produktion genau solcher materieller Güter? Genau. Die ewiggestrigen Deutschen.

    Wir brauchen kein Twitter und kein Facebook, um innovativ und erfolgreich zu sein. Unser Rating ist mittlerweile besser als das der USA. Mit AAA gibts nur noch drei oder vier Länder weltweit. Warum wohl?

    (PS: die Cash Flows, die sich mit Facebook, Twitter & Co. umverteilen lassen, sind übrigens überwiegend diejenigen, bei denen es gar nicht so viel umzuverteilen gibt. Justin Bieber Fans. Lady Gaga-Fanatiker. Toll. Leute mit mehr Geld neigen nämlich unglücklicher Weise dazu, selbst nachzudenken, wofür sie ihr Geld ausgeben)

  5. @Media Addicted:
    Toller Beitrag. Dem ist praktisch nichts hinzuzufügen. Solange wir genügend Autos verkaufen, kann es uns völlig wurscht sein, welchem Hype die Amis hinterherhecheln. 🙂
    Grüße

  6. @ rfgdfgdfgd: Wie Sie sicher bemerkt haben, hatte ich nicht nur über die Top 10 sondern die gesamten Top 500 geschrieben. Und darunter finden sich Web-Publzisten (Pete Cashmore), Journalisten wie Stephen Fry, Magazine wie Time, Klimaretter Al Gore – und ja: Viele Schauspieler. Na und? Werbekanal? Eher nicht. Die großen Marken spielen eher nur eine Rolle am Rand.

    @ Petee: Meinungen sind hier erwünscht, auch wenn sie meiner nicht entsprechen. Aber unbegründete Anschuldigungen, zumal anonym sind daneben.

    @ Media Addicted: Das kann man so sehen, meine Meinung ist es nicht. Bei Ihrer Betrachtung vergessen Sie Dienstleistungen, die einen erheblichen Teil der Wertschöpfung ausmachen. Auch in Deutschland.

  7. Das liegt daran, daß Amis halt dümmer sind.

    Twitter: hunderttausend dumme Affen halten sich gegenseitig dumm und müllen sich mit Gelaber zu – damit niemand nachdenken kann, was die Politiker wieder alles aushecken…

  8. Der Artikel ist augenscheinlich motiviert vom angeknacksten Selbstverstaendnis mancher Blogger und Tweeter – die meisten meiner Vorredner haben daneben auch voellig recht.

  9. Danke, ich kann Media Addictdd nur in allen Punkten beipflichten.. Was schert uns das Gelaber der Amis und anderswo, solange wir uns auf UNSERE Stärken besinnen und z.B. gute Autos bauen …

  10. Ich bin schon sehr gespannt darauf, dem folgerichtig zu prognostizierenden Flüchtlingsstrom der Deutschen in Richtung Kolumbien, Nigeria und Jordanien auf Twitter zu followen.

  11. @Media Addicted und andere: Ich habe den Eindruck, Sie sind sich immer noch nicht ganz sicher, ob sich dieses neuartige Internet überhaupt durchsetzt. Nunja, dass Softwareunternehmen von internationaler Bedeutung in Deutschland jeder Sägewerksarbeiter an einer Hand abzählen kann, dürfte mit dieser weit verbreiteten Grundhaltung zu tun haben. Aber gut: Wir werden ja sehen, wo in zwei Jahrzehnten die Wertschöpfung stattfindet.

  12. Die Kommentare hier sagen eigentlich alles. Armes Deutschland! Hier hat kaum jemand verstanden worin der Mehrwert eines Dienstes wie Twitter eigentlich liegt. Jeder argumentiert auf einem Niveau nach dem Motto „Was interessiert mich was Lady Gaga zu sagen hat?“. Leider trägt auch der Artikel nicht wirklich zur Aufklärung bei. :-/

  13. @Textkoch Ich bin selbst Programmierer und arbeite natuerlich ausschliesslich mit dem und fuer das Internet. Wer behauptet, dass Softwareunternehmen heute noch eine relevante Rolle – abgesehen von ihrer generellen Existenz – spielen und dies erst recht in zwei Jahrzehnten tun werden, der hat irgendwas verschlafen. Schauen Sie sich die Branchenriesen an, alle werden zu Marktplaetzen und Contentanbietern. Software gibt es in jeder Dimension fuer umsonst und ist eh nur ein peripheres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele. Die Menschen wollen keine Software, sondern Kleidung, Autos (meinetwegen auch die von Google/Tesla), Entertainment, Haeuser und Essen. Wenn da dann Software drin sein sollte, ist sie den Menschen recht und billig, mehr auch nicht. In einer Welt aus Software will niemand leben (siehe Second (of) life oder Matrix). MediaAddicted sagte derlei schon. Ich waere heute jdfs lieber Saegewerksarbeiter als vieles andere.
    @MarkusSax: vielleicht klaeren Sie uns ueber den relevanten=einzigartigen Mehrwert von Twitter auf, aus dem folgt, dass D in der Spitze mehr Follower braucht? Wie im Artikel schon erwaehnt, reflektieren die dort genannten Zahlen u. a. die Sprachraumgroesse, dazu insbesondere Weltpromistatus und sonstige Sondereffekte. Je mehr sich die Politiker, die leider in dieser medialen Zwickmuehle aus Poltikverdrossenheit und Twitterunsinn stecken, auf moderne Medien verkrampfen, desto weniger sachlich gute Entscheidungen und konzeptionelle Loesungen werden mit Blick auf das mediale Echo gefaellt. Ich bin dafuer, Boulevard- und Populaermedien zu verbieten, ueber Politik respektive deren irrelevante Aspekte zu berichten – ein Graus, was erst recht seit Obamas Internetwahlkampf mit den deutschen Politikern passiert – selbst- wie fremdinszeniert.

  14. @Textkoch Ich bin selbst Programmierer und arbeite natuerlich ausschliesslich mit dem und fuer das Internet. Wer behauptet, dass Softwareunternehmen heute noch eine relevante Rolle – abgesehen von ihrer generellen Existenz – spielen und dies erst recht in zwei Jahrzehnten tun werden, der hat irgendwas verschlafen. Schauen Sie sich die Branchenriesen an, alle werden zu Marktplaetzen und Contentanbietern. Software gibt es in jeder Dimension fuer umsonst und ist eh nur ein peripheres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele. Die Menschen wollen keine Software, sondern Kleidung, Autos (meinetwegen auch die von Google/Tesla), Entertainment, Haeuser und Essen. Wenn da dann Software drin sein sollte, ist sie den Menschen recht und billig, mehr auch nicht. In einer Welt aus Software will niemand leben (siehe Second (of) life oder Matrix). MediaAddicted sagte derlei schon. Ich waere heute jdfs lieber Saegewerksarbeiter als vieles andere.
    @MarkusSax: vielleicht klaeren Sie uns ueber den relevanten=einzigartigen Mehrwert von Twitter auf, aus dem folgt, dass D in der Spitze mehr Follower braucht? Wie im Artikel schon erwaehnt, reflektieren die dort genannten Zahlen u. a. die Sprachraumgroesse, dazu insbesondere Weltpromistatus und sonstige Sondereffekte. Je mehr sich die Politiker, die leider in dieser medialen Zwickmuehle aus Poltikverdrossenheit und Twitterunsinn stecken, auf moderne Medien verkrampfen, desto weniger sachlich gute Entscheidungen und konzeptionelle Loesungen werden mit Blick auf das mediale Echo gefaellt. Ich bin dafuer, Boulevard- und Populaermedien zu verbieten, ueber Politik respektive deren irrelevante Aspekte zu berichten – ein Graus, was erst recht seit Obamas Internetwahlkampf mit den deutschen Politikern passiert – selbst- wie fremdinszeniert.

  15. @Matthias Stein. Also 1. steht der Begriff „Softwareunternehmen“ bei mir als Synonym für die IT-Branche und schließt die von ihnen angesprochene Branchenrisen ein und zweitens verlassen sie mir ihrer Auffassung, Boulevard- und Populaermedien zu verbieten mal eben den Boden der Demokratie. Sollten Sie das ernst meinen, brauchen wir nicht über irgend etwas weiter zu diskutieren.

  16. Twitter ist in Deutschland hauptsächlich ein Medium der Onlinebranche und wegen mir kann es das gerne auch bleiben. Finde auch daß es sprachraumdominiert ist, wie oben schon mehrere erwähnen. Und ich möchte mal ganz klar sagen: ALLE Privatsender mit ihren Kindern verblödenden Serien sowie Werbung sollte man sofort verbieten. Schwachsinn was einem Großteil der Deutschen als „notwendig“ verkauft wird. Vielleicht deswegen so wenig Twitter-User? Weil alle „dummen“ die in den USA Bieber & Co. hinterherhecheln in D vor dem TV hocken und NOCH inaktiver sind als die Amis? Naja, wenn die Medien so weitermachen, bald auch NOCH dümmer!!!

  17. @Textkoch Wie ich sagte: IT-Unternehmen bauen sich zu ganz anderen Unternehmen um, und diese moegen auch uebermorgen Globalplayer sein, aber keine IT-Unternehmen mehr. IT ist eine Hilfstechnologie wie die Kernkraft, VHS oder Schwarzsauer, und das haben die meisten Grossen der Branche auch erkannt. Oracle scheint sich noch zu wehren, MS schafft noch keine Strategie daraus, aber die Tendenzen sind eindeutlich.

    Wenn Sie mir zugelesen haetten, haetten Sie gelesen, dass ich keine Boulevard- und Populaermedien verbieten will, sondern es ihnen, das Privatleben der Politiker auszuwaelzen, wo es in keinem oeffentlich relevanten Zshg steht. Kennzeichen einer Demokratie ist nicht, jeden Quatsch mitzumachen, sondern insbesondere auch der Schutz des Einzelnen und der Schutz der Demokratie vor Beeintraechtigung und Stoerung ihrer selbst. Auch in einer Demokratie ist nicht alles erlaubt – sofern wir in unserer Welt ueberhaupt noch von echten Demokratien reden koennen, in der die Medien, die Sie als Boden der Demokratie bezeichnen, und deren dahinterstehenden Interessenten die wahre Macht ausueben.
    Das Bild der Presse als Hueter der Demokratie ist zwar ein schoenes Symbol, aber leider etwas verzerrt. Heute werden Nazis & Co.-Gesinnungen als Feinde der Demokratie verboten, warum morgen nicht auch Publikationen, die (auf viel subtilere Art) die Demokratie stoeren? (ja, ich weiss, die Grundrechte usw.) Vielleicht schaffen wir ja erstmal eine freiwillige Selbstverpflichtung der Presse, nur duerfte die sich wohl hueten, ihre Macht abzulegen.
    Ein sehr weites Feld, das ich an dieser Stelle verlassen moechte.

    Aber generell ein schoenes Argument gegen Sachdiskussion, solche Tabuisierungen bestimmter Bereiche haben Deutschland schon immer geholfen, Probleme konzeptionell anzugehen. Vielleicht ist ja Tabu die neue Zensur?

    Zum Beitrag: er klingt wie die bekannte Forderung nicht nur einer europaeischen, sondern speziell einer deutschen Leitkultur, fuer die wohl niemand einen Platz in der Welt sehen kann schon aufgrund der Sprachbarrieren. Deutschland ist seiner Groesse entsprechend auch bei Twitter sicher gut aufgestellt: keine Spitzenplatze, aber der breite Mittelstand sichert Innovation und Wettbewerbsfaehigkeit in einer zwar immer kleiner, aber auch immer kleinteiliger werdenden Welt.

  18. Das passt ja prima! Ich habe gestern meinen Twitter-Account mit fast 1800 Followern gelöscht. Meine Begründung: Ich sehe keinen Nutzen in diesem Sammelsurium ungeordneter Informationen, die zudem in erster Line übel redundant sind.

    Wahrscheinlich liegt meine miese Einstellung zu diesem tollen Kanal einfach nur an meinem Alter (58).

  19. Ich weiß längst, wie man mit Twitter umgeht. Ich erhalte wichtige Impulse, lerne interessante Menschen kennen, beteilige mich an wertvollen Diskussionen, fühle mich bestens informiert und nutze es schamlos zur Distribution meiner Blogposts.
    Ich werde meinen Twitter-Account nicht löschen (mit nur 1.800 Followern hätte ich bestimmt auch aufgegeben…).
    Wahrscheinlich liegt meine tolle Einstellung zu diesem faszinierenden Kanal einfach nur an meinem Alter (59)…

  20. Mir geht es wie Thomas Koch. Ich möchte aber kurz ergänzen, dass Sebastian Matthes nicht unrecht hat, wenn er feststellt:

    „Es dauert in Deutschland einfach wahnsinnig lange, bis sich Instrumente wie Twitter, Facebook & Co. durchsetzen, auch deshalb, weil wir ersteinmal jahrelang über die Risiken diskutieren müssen. Das kostet Zeit, Zeit, die andere produktiv nutzen.“

    Wobei ich glaube, das Facebook doch einen recht rasanten Start hingelegt hat… aber das eher die Risiken von Neuem gesehen werden als die Chancen… das ist leider so.

    Letztlich aber ist für mich entscheidend, dass ich via Twitter neben Informationen, Gedanken und Impulsen auch viele positive persönliche und berufliche Erfahrungen gemacht habe, die ich nicht missen möchte und immer wieder weitertrage, so dass sich vielleicht der eine oder andere auch dafür interessiert, es ausprobiert oder neugierig wird.

  21. @Koch und @Lenz
    Wunderbar, dass Sie beide Ihren Nutzen aus Twitter ziehen – und das, obwohl es unter den Top500-Twitterati niemanden aus D gibt, man stelle sich das einmal vor. Hier geht es allerdings nicht um individuelle, sondern gesamtgesellschaftliche und globale Relevanz des Mediums sowie die propagierte Notwendigkeit, dass D mehr Aufmerksamkeit der Twitter- und Blogosphaere erhaelt. Wobei mir uebrigens noch eine Zweckbestimmung von Herrn Matthes fehlt: welches Ziel soll damit letztlich verfolgt werden?

    Zum Beitrag:
    In D geht leider auch immer oefter Menge vor Guete – bzw die Guete nach Menge.

  22. Was viele hier einfach (insbesondere die ‚Wir sind ja auch besser als die blöden Amis und sollten lieber tolle Autos bauen, statt an Innovationen mitzuwirken‘-Fraktion) nicht begreifen: Twitter ist ein Kommunikationsmedium. Und wie bei jedem Kommunikationsmedium (ähnlich wie diesen unsinnigen SMS und Handys, die ja auch keiner eigentlich braucht… 😉 ) kommt es drauf an, was man draus macht. Ob das jetzt persönlich gefallen mag… Das sei mal dahin gestellt.

    Das Problem ist eigentlich, dass dieses ‚Zurückbleiben‘ der Deutschen ein ganz anderes Zeichen setzt: Und zwar, dass besonders bei Personen des öffentlichen Interesses der Sinn einer persönlichen und direkten Kommunikation mit Fans/Wählern/Freunden nicht erkannt wird. Und das ist schade. Das gleiche Problem besteht auch bei Blogs, Facebook et al.

    Statt die Neuerungen zu meiden, sollten sich alle Kritiker (das istja noch nichtmal vernünftige Kritik) erstmal informieren und mit bereits sinnvollen Einsätzen von Twitter und Co beschäftigen. Erst informieren und dann nörgeln meine lieben…

    Und nur mal so nebenbei: Ohne Twitter gäbe es meine zukünftige Ehefrau und mich in der Konstellation definitiv nicht.

  23. Twitter bedeutet, noch länger vor dem Rechner zu sitzen, statt rauszugehen.

    Wir sollen alle am Rechner gefesselt sein, und abgelenkt !

    Das ist das Ziel von Twitter und Facebook ! Facebookt ist zudem künstlich gehypt, weil es Datensammelt, und das mögen Regierungen, und Firmen !

    Glaubt, doch nicht das Facebook alleine so weit wäre, das ist so gewollt. Millionen dumme Affen sollen ihre Daten da eintragen !

    Eigentlich müsste man das Facebook Rechenzentrum wegsprengen, das wäre doch mal eine Aufgabe der Al quaida – einfach um die westliche Welt zu ärgern und zu blähen. Die Bediensten kann man vorher mit einem Feueralarm warnen. Ich tat mich so totlachen, wenn das in der Zeitung steht:“ Facebookrechenzentrum gesprengt – alle Daten weg, Facebook nutzer heulen, weil sie nicht wissen, wie man normal Kontakte pflegt“

  24. Welche Kanäle nutzt die Zielgruppe? Sollte die Frage sein und dann sollten die entsprechenden Kanäle aktiv mit Neuigkeiten „gefüttert“ werden. Social Media kostet viel Geld und Zeit, das erstmal erwirtschaftet werden muss, deshalb lieber nur twittern oder facebooken, weniger ist manchmal mehr…Hauptsache professionell!