Die Kraft der Rebellen

Visionäre und Spinner bringen uns voran. Das pragmatisch-nüchterne Deutschland hat damit leider ein Problem.

Ach je, Innovation ist lästig. Kaum hat sich ein Unternehmer, eine Belegschaft, ein Team im Bewährten eingerichtet, kommt irgendein cleverer Nörgler um die Ecke, der es noch besser, noch schneller, noch effizienter machen will. Oder der zu neuen Ufern aufbrechen mag, obwohl es doch am Strand der selbstzufriedenen Gewohnheit gerade so auskömmlich ist.

Einer dieser Störenfriede ist Jeff Bezos. Der knallhart-rücksichtslose Internet-Unternehmer zerstört so schöpferisch, dass Joseph Schumpeter seine helle Freude hätte. Seine Amazon-Paketbomben zerschmettern den Einzelhandel und verwüsten die Auslagen der Innenstädte. Doch sein wahres Interesse gilt weder dem Versandgeschäft noch der Rendite seiner Aktionäre. Der Jahrgangsbeste hat schon bei seinem Highschool-Abgang als 18-Jähriger verkündet, dass er später mal eine Kolonie im Weltraum errichten möchte. Daran glaubt er bis heute, und seit mehr als zehn Jahren lässt er daran arbeiten. Amazon war nur der Anfang.

Träume und Hoffnungen setzen uns Ziele, treiben uns an; sie bewegen damit auch die Wirtschaft als Ganzes. Es sind immer nervende Maniacs, Querdenker und Rebellen, die das Neue gegen Zweifler, Zögerer und Besitzstandswahrer erzwingen: kreative Unternehmer genauso wie unternehmerische Tüftler.

Das gilt nicht nur für technische oder logistische Neuerungen wie Internet und Eisenbahn. Es gilt erst recht für gesellschaftliche und politische Veränderungen. „Mehr Demokratie wagen“ ist doch noch tiefer greifend als „mehr Volkswagen“. Martin Luther, Martin Luther King, Gandhi – ihre Überzeugungen, so utopisch sie auf Zeitgenossen gewirkt haben, haben die Welt ebenso umgestürzt wie die Dampfmaschine oder Carl Benzens Patentmotorwagen. Gerade deshalb war Helmut Schmidts Empfehlung, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, ebenso typisch deutsch wie deprimierend dämlich. Kreative Köpfe gehören nicht in die Klapse, sondern in die Politik und genauso in die Produktion.

Im Gegensatz zu den Illusionisten vom Disney-Konzern, die aus Fantasie harte Dollar schöpfen, will Bezos den umgekehrten Weg gehen: Mit harten Dollar aus seinem Brot-und-Butter-Geschäft Amazon möchte er seine Träume und Utopien verwirklichen: die Schaffung künstlicher Intelligenz, eine spleenig wirkende 10.000-Jahre-Uhr in einem Berg, seine Ferienflüge ins Orbit. Auch wenn uns seine All-Machtfantasien skurril erscheinen: Lasst ihn machen, wer weiß, was dabei als Nebenprodukt herauskommt.

Auf dem Weg in den Weltraum könnte es schon bald zu einem Testosteron-Wettlauf kommen zwischen gleich drei Pionieren. Denn auch Elon Musk, der PayPal-Pionier und Gründer der amerikanischen Elektroautoschmiede Tesla, strebt nach Höherem. Als Dritter möchte Sir Richard Branson, der britische Luftfahrtrevolutionär und Multi-Unternehmer, den Weltraum erobern. Nur zu! Wettbewerb ist neben der schöpferischen Zerstörung das andere Fundament wirtschaftlichen Fortschritts. Mögen die drei auch noch so unterschiedliche Typen sein – der freiheitsliebende Abenteurer Branson, der Idealist Musk und der kühl (be)rechnende Geschäftsmann Bezos – so eint sie doch das Ziel, Grenzen zu überwinden, das Unrealistische Wirklichkeit werden zu lassen.

Deutschland hat es nicht so mit derlei hochtrabenden Plänen. Sicher, vielleicht werden später mal Bauteile von Schrauben-Würth die Fluggeräte der US-Pioniere zusammenhalten und Computerprogramme von SAP bei Planung und Organisation helfen – aber die Vision, wohin uns die Rakete bringen soll, haben leider andere.

Verachtet mir die Meister nicht – das ist nicht nur Richard Wagner, das ist auch typisch deutsch. Handfest, bodenständig, solide. Aber ohne die Träumer und Spinner geht es eben auch nicht. Davon könnten auch wir einige brauchen – und müssen dann jenseits aller selbstverliebten Bedenkenträgerei den Mut und die Liberalität aufbringen, ihnen eine Chance zu geben.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Henning Krumrey. Permanenter Link des Eintrags.

Über Henning Krumrey

Henning Krumrey, Jahrgang 1962, ist stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros in Berlin. Er studierte Volkswirtschaft und Politik in Berlin und Köln und absolvierte parallel dazu die Kölner Journalistenschule. Nach vier glücklichen Jahren bei der WirtschaftsWoche trat er 1992 in die Gründungsmannschaft des Magazins FOCUS ein. Fünf Jahren als Bonner Korrespondent folgten elf Jahre an der Spitze der Parlamentsredaktion. Im Frühjahr 2009 kehrte der Diplom-Volkswirt zur WiWo zurück. Hauptthemen sind nach wie vor Wirtschaftspolitik, die Regierungsparteien, die Kanzlerin und seine Kolumne "Berlin intern". Krumrey ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kölner Journalistenschule. In seinen Büchern „Aufschwung Ost – Märchen oder Modell?“ und „Kinder – ein Luxus“ (mit Co-Autorin Nicola Brüning) befasste er sich früher als andere mit den wirtschaftlichen Aspekten der deutschen Einheit und der Familienpolitik. Bei öffentlichen Diskussionen in Rundfunk, Fernsehen und auf Podien streitet Krumrey gern für Redlichkeit, Marktwirtschaft und fairen Journalismus – kurz: ein altmodischer Mensch.

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Alle Kommentare [22]

  1. Zamir,

    wer hätte denn je behauptet, dass Koch Elite sei? Unter Politikern vielleicht, aber wie Du siehst, reicht es nichtmal für einen Spitzenpolitiker für die Spitze eines Blaumann-Unternehmens wie Bilfinger, bei dem nun wirklich keine Elite zu vermuten wäre.

    Ich bitte Dich Bau, da ist die gesamte Branche doch mit mittelmäßigen Pfeifen doch durchdrungen und hochgradig korrupt, mit denen verbinde ich Bier und Bauch, der über die Cojones hängt. Das Gesocks kann man doch vergessen … 😉

    Ruhig Blut Zamir … 😉

    Gruß
    Pampa

  2. Ouwh-ouwh,
    Bilfinger-Chef Roland Koch wird abgelöst,
    es bleibt dabei, den perfekten allrounder
    gibt es nicht, obwohl einige Pampa-fans
    und Eysel-kinder es nicht wahrhaben meechten,
    gelle; die heutigen Eliten sind mehr denn je
    echte Showmaster und Monster-Gehälter-Inhalierer.

    Viele Grüsse aus dem Sommer-Schluss-Verkauf, Zamir

  3. „Schweiz Magazin“
    Deutschland: In 100 Jahren nichts dazugelernt,
    ist ein plagiat, dies ist die reine und klare Zamirsche,
    verbrieft und versiegelt in sechs jahren Tichytown.

    Viele Grüsse von den Nacherzählern, Zamir

  4. @
    Sind hier Schlafwandler am Werk?
    Mit seiner Sanktionspolitik spielt sich der Westen als Weltpolizei auf und der ökonomische Sinn dahinter ist nicht zu erkennen. Hier geht es um etwas anderes…Nicht von den Vereinten Nationen werden sie verhängt, sondern von einer westlichen Staatengruppe…

    https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/sind-hier-schlafwandler-am-werk

    Passend, folgendes:

    http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/deutschland/20291-Deutschland-100-Jahren-nichts-dazugelernt.html

    Salve

  5. Karel – Ein Kind unserer Zeit, die Rose aus der Uckermark, ob sie selber weiß, worauf sie sich eingelassen hat? Ist Sie nicht vielmehr zu bedauern, steht sie doch einer Gesellschaft vor, deren Selbstvergessenheit zum Markenzeichen wird, wie bei Dem hier, der anderen

    „Denkfaulheit im fortgeschrittenen Stadium“ vorwirft…
    Seine Polemik fortsetzt, mit „Identitätsprobleme einer satten Gesellschaft, die ihren Ort in der Geschichte nicht mehr findet, die Zukunft fürchtet und sich in Ersatzhandlungen flüchtet. “

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/demokratieverachtung-des-spiessigen-linken-mainstreams-13078690-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

    .Frage: wieso überschreibt er seinen Artikel mit den „Spiessigen Linken..…“?

    … hätte er gedacht, der Autor, so hätte er wissen müssen, daß es eine Zeit gab, da hatte die Gesellschaft einfache und klare Leitlinien, die hat jeder verstanden. Abgefasst in 10 Sätzen. Auch die Denkfaulen und die Doofen (es grüßen die Schafe, als Teil einer Gesellschaft)… haben sie verstanden. Wir haben sie nahezu abgeschafft, die „Gebote“, jetzt wissen sie nicht mehr, wer sie sind, und was sie wollen, sie wissen nicht mehr, WOFÜR sie leben – geschweige denn, den mühsamen Weg auf die Suche nach einem persönlichem WARUM zu gehen, sie irren und wirren, jeden Tag steht einer auf, der es besser weiß, ein weit geöffnetes Feld für Heuchler und Schwerenöter…

    – offen für alles – und doch irgendwie „nicht ganz dicht“.

    Heilige Angela, ich rufe zu Dir – womit haben wir Dich verdient…!?

    pS: Karel, ich habe den schweren Verdacht, daß sie ganz genau weiß, warum sie uns alle Antworten schuldig bleibt….- Sie hat keine!!

  6. Römer,
    siehtse, der augenblick der entscheider, der regierenden wäre
    jetzt am nächsten dran und was machen Putin, Obama, Merkel,
    Hollande, Cameron und konsörtchen?
    Sie treiben vor sich hin, wie treibholz, wie fallobst, wie
    Zins-Soldaten, jahaha zinssoldaten, ein neues wörterl,
    müsste eischendlisch Zinnsoldaten heissen, odda?
    Das volk hat keine chance, den vordoberen wischiwaschi-
    oberhäuptlingen kräftig in den hintern zu treten, damit die
    gefälligst ihre arbeit erledigen, sind sich die „gewählten“ chefs
    etwa zu fein für eine solche drecksarbeit?

    Die wirtschaft und der anarchistisch angehauchte Fiffinanzmarkt-
    Kapitalismus sind ebenso nur daran interessiert, ihren reibach
    aus den auseinandersetzungen zu ziehen.
    Wenn es denn am ende zum grossen krach kommen sollte,
    Gott bewahre uns davor, will es dann wieder keiner gewesen sein,
    von diesen tranfunzeligen Schlafmützen mit eingebauter
    Super-Ober-Unfähigkeit, woll.

    Viele Grüsse von den Arbeitsverweigerern auf allerhöchster Ebene, Zamir

  7. „Was dieses Deutschland, dieses Europa wohl dringendst braucht,
    ist eine veritable, handfeste Krise, die so fast alles auf den Kopf stellt.
    Vielleicht benutzt man dann eher wieder den “Kopf”.“….

    «Das Wasser reicht nicht»
    Die Angliederung der Krim kommt Russland teuer zu stehen. Arbeiter verlegen Rohre, um dem Wassermangel zu beheben. Laut Bauern dreht die Ukraine der Halbinsel den Wasserhahn langsam zu.
    http://www.20min.ch/ausland/dossier/ukraine/story/-Das-Wasser-reicht-nicht–11724161

    …haben wir doch schon denn wenn die Ukraine der Meinung ist, die Krim gehört zur Ukraine, dann sind die Bewohner der Krim aus dieser Sicht Ukrainer. Man dreht also der eigenen Bevölkerung das Wasser ab? Wenn sie aber die dortige Bevölkerung bestrafen will, war der Abfall der Krim weise. Und im Osten vertreibt man auch keinen, man bombardiert nur die Wohngebiete. Und wenn dann die Männer der nach Russland geflüchteten Familien zum Kampf zurückkehren ist das eine russische Infiltration. Sollten aber die Russen das Erdgas abstellen, liegt ein schwerer Rechtsbruch vor. Krude Logik!

    Auf Seiten der Aufständischen kämpfen auch richtige Russen, hauptsächlich Kosaken (bezahlt von Oligarchen) und andere Freiwillige. Würde die russische Armee dort kämpfen wäre die Geschichte schon längst erledigt. Die motiviertesten Kämpfer auf der ukrainischen Seite sind die Faschisten und die privaten US-Truppen (bezahlt von Oligarchen). Beraten und informationstechnische Unterstützung bekommen beide Seiten von ihren Freunden. Die Aufständischen durch Russland und die Ukrainer durch die USA (durch die jeweiligen Geheimdienste). Waffenlieferungen erhalten beide Seiten von ihren Freunden (verdeckt als sogenannte Privatlieferungen). Alles in allem ein „schöner “ Stellvertreterkrieg, bei dem die Ukraine drauf gehen wird.

    Bis jetzt gab es noch keinen Ansatz zu einer Verhandlungslösung zu kommen. Kiew will den Regionen im Osten keine merkliche Autonomie zugestehen. Aus Sicht der kiewer Oligarchen verständlich – sie wollen überall ihren Obolus kassieren.

    Der Westen muss sich mit Russland an einen Tisch setzen und Kiew und die Aufständischen zwingen sich auch an diesen Tisch zu setzen und eine Verhandlungslösung anzustreben. Wenn wir das nicht tun, wollen auch offensichtlich wir, dass im Vorhof von Russland ein langer Krieg schwelt, nur um Russland zu schwächen und die EU zu zerstören – auch wenn dabei die Ukraine draufgeht und unter der dortigen Bevölkerung sehr viel Leid entsteht. Das Ende wird dann keine Autonomie für die Regionen sondern ein Zerfall der Ukraine sein.

    Aber angeblich ist die EU so verdammt stark. Sie kann alles wegstecken. Sogar die Staaten, die zu 100 % von russischen Erdgaslieferungen abhängig sind.
    dazu dann passend:

    “ Millionendeal von Rheinmetall: Bundesregierung stoppt Rüstungsgeschäft mit Moskau“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/rheinmetall-gabriel-stoppt-ruestungsdeal-mit-russland-a-984295.html
    Vertragsbruch, wir dürfen aber die Russen nicht?
    Schon nach Filzstiefel,“Pferdedecken“…. umgeschaut?
    Salve

  8. Werter Herr Krumrey,

    Wie schreiben Sie?
    „Visionäre und Spinner bringen uns voran.
    Das pragmatisch-nüchterne Deutschland hat damit leider ein Problem.“

    Gut beobachtet:
    In den 70ern hatten wir sie, die „Visionäre und Spinner“.
    Brachten sie die Staatsschulden, die Massenarbeitslosigkeit
    doch „so richtig voran“.
    Und das pragmatisch-nüchterne Deutschland hat damit heute ein Problem….

    Nun denn…..

    Was dieses Deutschland, dieses Europa wohl dringendst braucht,
    ist eine veritable, handfeste Krise, die so fast alles auf den Kopf stellt.
    Vielleicht benutzt man dann eher wieder den „Kopf“.

    Gruß
    karel

  9. Die dummreich, mächtigdoofen haben von je her die
    welt geschändet, ohne skrupel und ohne das
    geringste schuldbewusstsein, ohne verantwortung
    und ohne jemals auch nur den hauch eines planes
    besessen zu haben; sex, drugs and rock and roll.

  10. Undertiger….
    Wenn Angie warnt, daß Europa allein die Hälfte der weltweiten Sozialleistungen
    „verzehrt“, so weist sie, und nur sie, auf eine gefährliche Wirklichkeit hin.
    Und mit wem kann sie gegensteuern?
    Etwa mit Gabriel, mit Nahles?

    Dieses „fette“ Europa kann sich kaum eine „Krise“ mehr erlauben
    und ist demzufolge nach Belieben erpreßbar geworden.
    Wer hat denn z.B.in Deutschland den ö.D. so „fett“ werden lassen?
    Wer hat denn den Wohlfahrtsstaat so opulent „gemästet“?
    Wer hat denn die Arbeit hierzulande dermaßen verteuert,
    daß Armut heute der Politik ausgeliefert ist?

    Das fand nicht zwischen Angie und Bausparen statt.

    Eher die, die auf dem Marsch durch die Instutionen
    geradezu beispiellos an sich dachten, selbst zuletzt.
    Selbst zuletzt dachten sie auch noch an das „arme“ Kapital.
    Nicht nur hierzulande, sogar an ihre „liebsten“ Freunde im Ausland.
    Und nicht zuletzt die ach so arg „gebeutelte“ Medizin,
    die „Sonnenanbeter“, die Windmühlenbesitzer……
    Noch nie wuchsen hier wie dort die Vermögen derart schnell wie heute.
    So wird mal wieder überall herzzerreißend „gejammert“…..
    So sind sie alle, diese „Besitzstandswahrer“
    Diese „Adler“, verächtlich auf die „Schafe“ blickend.
    Adler,
    denen in der dünner werdende Höhenluft wohl die Orientierung fehlt.

    Nun, Angie und Adler, das war wohl nix. Odda? 😉

    Gruß
    karel

  11. The Untergeiga,
    s‘ iss’n hier los?
    Goanixx odda wat?
    Interessant, Deine theorien über den untergang der grossen reiche,
    so iss ess, wenn die innereien eines schönen tages mit dem verfaulen
    anfangen, doch die gezeiten bleiben nicht stehen und in den modern-
    maroden zeiten des anarcho-fiffinanzmarkt-cäpitalism kommt noch
    ein gaanz wichtiger und erschwerender Viktor(faktor) hinzu:
    Die grossen, grünen vernögensfresserchen haben mächtige
    probleme, ihren immensen reichtum noch gewinnbringender
    anzulegen als bisher, dabei stossen sie immer wieder auf ihre
    eigenen, hausgemachten problemzonen.
    Die globalisierung der finanzmärkte ist zu ende und das wohl
    grösste problem für die „grossmächtigen und doofen“, ist die
    effizienz in der verwertung, der weltweit im überfluss vorhandenen
    arbeitskraft-ressourcen, diese deutliche negativbilanz könnte
    dem system hinter dem system, über kurz oder lang das genick
    brechen.
    Alles gibt es momentan im überfluss: Konflikte, Vermögende,
    Kapital, Schulden, Hunger, Waffen, Elend, Zerstörung, Grössenwahn,
    Banken, Beamte, Minister, Milliardäre, Kriege, Medien, Verdummunf,
    Ausbeutung, Desinteresse, Krankheiten, Seuchen, Steuerhinterzieher,
    Steueroasen, Lug und Trug usw.

    Viele Grüsse von der Volkskapitalistischen Freiheitsbewegung a.A. , ZAmir

  12. Danke, für die Blümelein!
    Mit dem „unkonventionellen“ muß ich leben, ja, Null, manchmal überrasche ich damit nicht nur meine leiblichen Nachkommen, Katze und Hund, auch meine eigenen Eierstöcke…
    mit dem „sympathischen“, das ist so ´ne Sache, da müsste man auch einen „nützlichen Diener“ frühneuzeitlicher Kulturen fragen..!? .. dabei „liebe ich Euch doch Alle!“ sogar, diejenigen, die lebenslänglich beim Bund der Deutschen Radfahrer gewählt haben, oder die, die auf ihre Pension beim Deutschen Schifffahrtsmuseum warten..

    http://www.dsm.museum/

    mit Gruß an die Gezeitenforschung, Seenotretter und andere bizarre Meeresbewohner

  13. Es ist schon eine tolle Sache, wenn die Städte durch Paketauslieferer überflutet werden und Ladengeschäfte entweder leer stehen oder Billigshops einziehen. Ob Schumpeter seine Theorie der kreativen Zerstörung so verstanden wissen wollte?

  14. karel meinte:
    „ich denke, Politik sollte sich nicht mit Visionen und Illusionen befassen.“

    … wie recht er hat…

    Der Deutsche liebt

    Angela Merkel und Das Bausparen!

    … zwischen diesen Polen, findet der Testosteron-Wettlauf statt. Unterbrochen nur von einer Fußball-WM, die die Herzen für einen Vormittag zum Flattern bringt..

    Jedoch, Hauptgrund für Roms Untergang war nicht die fehlende Veränderungsbereitschaft seiner Bewohner, es war die innere Ausbeutung des Staates durch die eigenen
    Funktionäre, im heutigen Sprachgebrauch: Öffentlicher Dienst. Gut leben, ohne viel
    zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen, das war die Devise der
    Staatsfunktionäre und das ruinierte auf Dauer den Staat und ist der Hauptgrund
    für den Untergang aller großen Reiche vom alten Ägypten über Kalifat, dem Indien der Mogule
    bis zum kaiserlichen China! Die Parallele zu heute: Seit Jahrzehnten wird auch
    in DE ein überbordender Öffentl. Dienst mit immer höheren Steuern und Schulden
    durchgefüttert und seine Forderungen und Ansprüche werden immer dreister: z.B. Verhältnis
    von Æ-Beamtenpension zu Æ-Rente:
    3,5 : 1. Wer glaubt da an Zufall? Wieso kann ein Verdi-Chef öffentl. höhere Steuern fordern zwecks Finanzierung von Lohnerhöhungen, ohne daß es zum Aufschrei im Lande kommt?

    Gegen diesen Testosteron-sauren-Regen ist kein Kraut gewachsen, da bleibt kein Auge trocken. Da können die Rebellen rotieren, wie die Hubschrauber. Man kann ihnen nur den Rat geben: „…wenn nicht hier, dann anderswo ..“ ohne Herrn Schräubles Würth und alle selbstverliebten Bedenkenträger in Ost und West

    nebenbei: Es kann sich auch als Utopie und Illusion erweisen, an Bestehendem festgehalten zu haben! Dann stellt man erschrocken fest: das waren ja alles Spinner und Träumer…Jadochja, karel! (Krumrey darf das nicht so laut sagen, sonst wird er auch weggelobt und durch eine windschlüpfrige correctness ersetzt, weischt)

    Gruß vom Onkel Doktor aus der Bundes-Heil-und-Pflege-Anstalt

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wachstum-schwach-wegen-innovationen-und-investitionen-a-983965.html

  15. karel meinte:
    „ich denke, Politik sollte sich nicht mit Visionen und Illusionen befassen.“

    … wie recht er hat…

    Der Deutsche liebt

    Angela Merkel und Das Bausparen!

    … zwischen diesen Polen, findet der Testosteron-Wettlauf statt. Unterbrochen nur von einer Fußball-WM, die die Herzen für einen Vormittag zum Flattern bringt..

    Jedoch, Hauptgrund für Roms Untergang war nicht die fehlende Veränderungsbereitschaft seiner Bewohner, es war die innere Ausbeutung des Staates durch die eigenen Funktionäre, im heutigen Sprachgebrauch: Öffentlicher Dienst. Gut leben, ohne viel zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen, das war die Devise der Staatsfunktionäre und das ruinierte auf Dauer den Staat und ist der Hauptgrund für den Untergang aller großen Reiche vom alten Ägypten über Kalifat, dem Indien der Mogule
    bis zum kaiserlichen China! Die Parallele zu heute: Seit Jahrzehnten wird auch
    in DE ein überbordender Öffentl. Dienst mit immer höheren Steuern und Schulden durchgefüttert und seine Forderungen und Ansprüche werden immer dreister: z.B. Verhältnis von Æ-Beamtenpension zu Æ-Rente:
    3,5 : 1. Wer glaubt da an Zufall? Wieso kann ein Verdi-Chef öffentl. höhere Steuern fordern zwecks Finanzierung von Lohnerhöhungen, ohne daß es zum Aufschrei im Lande kommt?

    Gegen diesen Testosteron-sauren-Regen ist kein Kraut gewachsen, da bleibt kein Auge trocken. Da können die Rebellen rotieren, wie die Hubschrauber. Man kann ihnen nur den Rat geben: „…wenn nicht hier, dann anderswo ..“ ohne Herrn Schräubles Würth und alle selbstverliebten Bedenkenträger in Ost und West

    übrigens karel: Es kann sich auch als Utopie und Illusion erweisen, an Bestehendem festgehalten zu haben! Dann stellt man erschrocken fest: das waren ja alles Spinner und Träumer…Jadochja! (Krumrey darf das nicht so laut sagen, sonst wird er auch weggelobt und durch eine windschlüpfrige correctnessie ersetzt, weischt)

    Gruß vom Onkel Doktor aus der Bundes-Heil-und-Pflege-Anstalt

  16. Keineswegs, wollte ich die Selbstzufriedenen allzu sehr in ihrer wohlverdienten Ruhe stören. Jedoch läßt Du mich allein, karel, wenn Du Wirtschaft und Staat von einander trennst, wo doch der Staat weit mehr als die Hälfte des Volkseinkommens für sich beansprucht, die Regularien des Wirtschaftens bestimmt, die außenpolitischen Vorgaben trifft „Wirtschaft ist in dem Fall zweitrangig“ (Das Schräuble vom Würth zu Sanktionen..) . Mit diesem Widerspruch, komme ich in meinem Koppe nicht zu recht…

    Streng trennen sollte man allerdings Visionäre einerseits, von Verrückten und Wahnsinnigen, denn

    wie meinte John Lennon

    Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele.
    Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende,
    und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage.
    Das ist das Wahnsinnige daran.

    … da bin ich wieder dann ganz bei Dir – „Schick´ sie zum Onkel Doktor, aber schnell … alle miteinand`“!

    +

    .. zu dem, was Krumrey sagt, gehört

    .

    Mut

    .

    Was keiner wagt, das sollt Ihr wagen.
    Was keiner sagt, das sagt heraus.
    Was keiner denkt, das wagt zu denken.
    Was keiner anfängt, das führt aus.
    Wenn keiner ja sagt, sollt Ihrs sagen.
    Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
    Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
    Wenn alle mittun, steht allein.
    Wo alle loben, habt bedenken.
    Wo alle spotten, spottet nicht.
    Wo alle geizen, wagt zu schenken.
    Wo alles dunkel ist, macht Licht.

    Zenetti

    oder wir gehen zusammen nach China, von dort stammt der Spruch:

    Adler fliegen allein, Schafe gehen in Herden.

  17. Underteiger…..
    Gut beobachtet…..
    Da haben Nahles und Gabriel ihre Chancen bekommen.
    Und? Macht das nicht einen beklommen?

    Und zum Essay,
    Ghandi, Martin Luther und der King…
    Die Unterdrückung war ihr „Ding“.

    „Wer Visionen hat, sollte zum Arzte gehen“
    Das konnte er seinem „Willi“ damals empfehlen.
    Auch rot/grün und die EEG.
    In der Politik tut das schon weh.

    Ich denke, Politik sollte sich nicht mit Visionen und Illusionen befassen.
    Sie hat mit den visionären Hinterlassenschaften noch reichlich zu tun.
    Da hilft nur der Blick für das Reale.
    Wie das im Kassenbuch so üblich ist.
    Wie es in der Physik so üblich ist.

    Das schöpferische Zerstören ist eher Sache der Wirtschaft,
    aber nicht mehr Sache der heutigen Politik.
    Sie sollte eher Zukunft gestalten (EU und Euro),
    was heute dringend geboten ist.
    Zumindest Angela Merkel weiß es.

    Gruß
    karel

  18. ja, karel, Irren ist menschlich –

    Ein kluger Mensch macht aber nicht alle Fehler selbst – er gibt auch anderen eine Chance!

  19. Beim Lesen des Beitrag fällt mir Frau Angela Merkel ein – dann verschlägt´s mir die Sprache.

    … der Autor Krumrey muß ein Spinner sein!

    Das gefällt mir!

  20. oh mann der krumrey
    ist nun auch dabei

    das mit dem rss-feed
    war schon speed
    (respekt)

    wie gesagt
    blogge ich hier
    weil der tichy es nicht
    auf die reihe kriegt
    (hat er eigentlich nie
    dieser gekaufte sie)

    fürs entzücken nun ein

    bankedrucken

    also das vom schlucken
    wird sich schon ab gucken
    hab da wohl nen fehler gemacht
    wie meines vadder immer sacht
    bua du mußt die zeitung lesen
    passau neu ist sich der besen

    nur

    die hatz der faz
    ob sie nun taz
    war nie meine katz

    wei so im lokal
    passt das global
    jetzt doch nicht mehr
    dem Tichy Herr
    (sich falsch verkauft)
    (in der tüte einer glaselhütte)

    zu kennen den Carl Amery
    das adelt den Tichy
    dann doch irgendwie
    (lokale kennt nüsse)

    der roman war duchschnitt
    (gelesen zirkar vor acht jahr)

    (könnt aber für passau damalig
    als geschrieben
    modern gewesen sein)
    (da gabs ja auch noch den strauß)
    (nannt er sich johann oder josef)

    wenn ik also so runter auf passau specht

    weiß ich nicht was tichy möcht

    er hat ja immer gepredigt

    es sagt die frau im pegel
    halt dich an die gekaufte regel

    hat der tichy jetzt zu viel geld
    oder kratzt ihn die moral

    es ist doch irgendwie obstschale (ohne e)
    im biedermeier