Schöner Kapitalismus

In Deutschland steht die Welt mal wieder kopf: Landauf, landab spielen die Unternehmer in den Boombranchen Auto, Maschinenbau und Chemie den besseren Gewerkschaftler und spendieren ihren Mitarbeitern Erfolgsprämien, oft mehrere Monatsgehälter. Die von den Gewerkschaften erkämpften Tarifgehälter dagegen steigen im Schnitt nur zwischen 2,0 und 2,5 Prozent. Im Gewerkschaftslager kommt keine wahre Freude auf, dass der Neo-Liberalismus nun doch seine guten Seiten zeigt: Wer mag da DGB-Chef Michael Sommer noch zuhören bei seinem Zeitarbeits-Genöle und Mindestlöhne-Gemaule, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt und Gehaltssteigerungen freiwillig überwiesen werden. Während der Tariflohnverhandlungen im vergangenen Jahr hat noch keiner so recht an den Aufschwung und die Dynamik des weltweit wirkenden Kapitalismus glauben wollen und ebenso niedrige wie langlaufende Verträge abgeschlossen – ein strategisches Dilemma für die Gewerkschaften, wie sich jetzt zeigt, seit die Inflation mit bald erwarteten drei Prozent mehr wegfrisst, als sie erkämpfen konnten: Jetzt zeigt sich der Fluch des Euro, der von der Hart- zur Weichwährung mutiert.

Aber das absurdeste Ergebnis erleben die Arbeitnehmer, wenn das viele Brutto zu magerem Netto schmilzt: Gerade bei den weniger gut Verdienenden ist der Anstieg der Belastung am steilsten. So stellen in diesen Wochen erstaunte Arbeitnehmer fest, dass von jedem Euro Mehrverdienst und jedem Euro Erfolgsprämie 60 Cent als Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. Der wahre Feind des Arbeitnehmers sitzt nicht mehr in der Chefetage, sondern im Bundesfinanz- und Sozialministerium. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erfindet im Wochenrhythmus immer neue Gruppen von Ausgebeuteten und Entrechteten, denen geholfen werden muss. Und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat ja recht: Deutschland ist katastrophal verschuldet. Kein Wort ist dran an der Haushaltskonsolidierung. Auch im XXL-Aufschwung erhöhen sich die Staatsschulden, ist das Spar-Gerede nur Propaganda-Papperlapapp: Jeden zusätzlichen Steuer-Euro aus dem Aufschwung hat Schäuble schon verplant. Die steile Steuerprogression wird nur von der Ausgabenexpansion einer durchgeknallten Euro- und Energiepolitik überholt: Im Fach Solidität will Berlin wohl ein Vorort von Athen werden.

Lange können sich die Gewerkschaften nicht mehr veralbern lassen. Bald werden sie Nachschlag fordern und spätestens 2012 bei Tariflöhnen zulangen müssen. Dann werden die steigenden Löhne in steigende Preise umgewandelt und Löhne und Preise sich gegenseitig vorwärts treiben, während vermutlich die Weltkonjunktur uns nicht mehr den Gefallen macht, jeden Daimler zu kaufen, den Winfried Kretschmann gerade noch gnädig vom Band rollen lässt. In Berlin fehlt eine Kraft, die die Ressort-Egoismen der Bundesminister zu einem Gesamt-Design verknüpft: So notwendig alle Haushaltskonsolidierung ist – es geht nicht gut, wenn im XXL-Aufschwung nach Abzug von Inflation und Steuern die Einkommen schrumpfen. Es ruht kein Segen darauf, wenn den Arbeitnehmern nichts extra bleibt, weil der Staat neue Ausgaben erfindet. Im magischen Dreieck des Aufschwungs müssen Steuer-, Einkommens- und Währungspolitik harmonisch gesteuert werden. Mehr Netto vom Brutto, ein Abflachen des Mittelstandsbauchs ist das Gebot der Stunde.

Schneller wäre eine Senkung der Mehrwertsteuer umsetzbar. Das reißt zwar ein gewaltiges Loch in die Staatskassen – ein Prozentpunkt entspricht etwa neun Milliarden Euro. Sinkt die Mehrwertsteuer, könnten aber auch die Preise sinken, die Inflation bekäme einen Dämpfer. Der Binnenkonsum erhielte einen Schub quer durch alle Einkommensklassen. Aber die Steuern zu senken ist unpopulär, weil die politische Allparteien-Mehrheit in Berlin höhere Steuern und einen wachsenden Staatsanteil liebt. Aber lange werden die ausgebeuteten Bürger das nicht mehr mitmachen und ihren Anteil am Aufschwung XXL einfordern.

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Alle Kommentare [493]

  1. „Some Faint Praise for Mr. Ballmer
    By RICHARD BEALES and ROBERT CYRAN
    Published: May 29, 2011

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    Microsoft has missed too many opportunities under Steve Ballmer’s stewardship. It’s a fair criticism reignited last week by the hedge fund boss, David Einhorn, who called for the software giant’s chief executive to step down. But that doesn’t necessarily mean Mr. Ballmer will go. Based on total return to shareholders, other long-time company bosses, including Jeff Immelt at General Electric, have fared worse….
    Virtual Inflation

    In the currency wars, the nerds are winning. The value of a Bitcoin, a digital currency trading over peer-to-peer networks, has rocketed more than ninefold in two months to more than $8.60 as of Friday afternoon. The preordained supply and decentralization of Bitcoins have intrigued geeks and paranoid inflationistas alike. But this abstract gold may not survive what looks like a bubble.

    Bitcoins are actually strings of unique digits, track…“

    http://www.nytimes.com/2011/05/30/business/economy/30views.html?_r=2

    http://launch.is/blog/l019-bitcoin-p2p-currency-the-most-dangerous-project-weve-ev.html

  2. was für´n Tratsch übereinander… wo bin ich denn hier gelandet?
    Erstaunlich,gibt es hier keinen Moderator?

  3. Irland braucht mehr Geld

    Dublin (dts Nachrichtenagentur) – Irland könnte möglicherweise weitere Kredite von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) benötigen. Dies erklärte der irische Transportminister, Leo Varadkar, am Sonntag gegenüber der irischen Ausgabe der „Sunday Times“.

    Varadkar begründet die neuerlichen Kredite damit, dass es „sehr unwahrscheinlich“ sei, dass Irland schon im nächsten Jahr auf den Anleihemarkt zurückkehren werde und sich von dort Kredite beschaffen könne. Hintergrund sind die hohen Zinssätze, die für irische Staatsanleihen verlangt werden.

    „Ich denke, es könnte durchaus ein wenig länger dauern, möglicherweise bis zum Jahr 2013, aber genau weiß das niemand“, so Varadkar. Irland hatte in der jüngeren Vergangenheit ein 85 Milliarden Euro schweres Hilfspaket von der EU und dem IWF erhalten.

  4. ..und dann befasst sich dtesch noch mit Antworten auf Fragen, die nicht seine sind, deren Antworten aus der Qualitätsquelle „Greg“ er aber gerne nimmt, wie warme Semmeln, um Sie dann Harvard-frisch an die Sesselhocker in seinen Weiterbildungsfaszilitäten gebührenpflichtig zu distribuieren. Im Einkauf liegt der Gewinn, auch beim Wissen.;-)

  5. Systemende im Juni?
    Wenige Tage vor der Entscheidung über die Auszahlung weiterer Milliarden-Hilfen an das hoch verschuldete Griechenland hat EU-Währungskommissar Olli Rehn den Druck auf das Land erhöht und eine schnelle Einigung über die erforderlichen Sparmaßnahmen gefordert. Rehn sagte der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe): „Eine Einigung muss bald gefunden werden. Es ist keine Zeit mehr für langatmige Verhandlungen.“ Es sei „unentbehrlich“, dass jetzt alle politischen Parteien, auch die Oppositionsparteien, sich „konstruktiv“ verhielten und das von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderte Reformprogramm und seine Umsetzung unterstützten.
    Rehn: „Der Juni ist der kritische Monat für die Bewältigung der Schuldenkrise. In den kommenden Wochen liegen Weg weisende Entscheidungen vor uns. Der Monat Juni kann entweder zum Anfang vom Ende der Krise gemacht werden – oder aber eine verpasste Gelegenheit werden, wenn die Eurozone in eine neue schwierige Krisen-Phase rutschte, mit einer negativen Kettenreaktion im Finanzsystem und der Ansteckung anderer Staaten.“

  6. eysel, du hast nicht kapiert um was es dtesch geht, dtesch befasst sich mit den ganz großen Fragen. Krieg und Frieden, Aufstieg und Fall, Hopp oder Rangnick.
    Mit solchen Kinkerlitzchen, wie du sie hier permanent verposamentierst, gibt sich der Unternehmensberater aus lebenserfahrung nicht ab. Warum er sich allerdings an seine Uhrenkette klammert wie der Affe an die puderdose und darüber nichts und darunter wenig anerkennt, das kann wahrscheinlich am ehesten seine Großmutter erklären. irgendeine Angst vor Neuem Anderem Besserem muss ihm tief in den Gliedern sitzen. Vor allem wissenschaftliche erkenntnisse sind im Greuel. Alles Theorie, was er in seine 10 Schuljahren nicht hatte, taugt nichts… tja, solche Leute – soe leben wie die Gräfin Cosel nach der Einmauerung – können einen dauern. Like a crocodile – bis zum Hals im Wasser aber so eine Klappe. Ich würde mal anregen dteschs Konterfei als Krokodil-Verschnitt auf neue grieschiche 00-Euro-Scheine zu konterfeien…

  7. Das Problem dabei ist dtesch,
    (siehe auch mein Saufkompan Gigerenzer im anderen thread)
    dass Menschen – bequemerweise – den \“süffig formulierenden\“
    ANGEBLICH kompetenten Einbläsern lieber folgen,
    als sich der Anstrengung zu unterziehen,
    sich so gut es geht SELBST er Sache kundig zu machen.
    Dass dieser \“Trend\“
    auch noch teilweise so höchst eloquent wie verdummenderweise,
    schwachsinnigerweise mit dem weiterer Bequemlichkeit Rechnung tragenden \“Argument\“ untermauert wird, \“Bauchentscheidung\“ sei das einzig Wahre,
    Hirn (rer.nat), Eliten, das sei genau der Schwachsinn der uns die Probleme eingebrockt hat.
    Lebenslanges Lernen, Fregen wird geradezu sabotiert.
    Das könnte ja dazu führen, den \“vorgesetzten Brei\“ in Frage zu stellen.
    Die phantastische Neugier, diese Gabe jedes Kindes endlos zu fragen,
    die Nase selbst in Alles zu stecken,
    sich vorwärts tastend überraschen zu lassen vom Ergebnis
    wird mit fast-food-Ideologie-Schemata einfach BILLIG ERSCHLAGEN.
    Alles selbstverständlich unter der wehenden Fahne
    von Solidarität und (angeblicher) Menschlichkeit.
    DAS ist das Verbrechen.
    Die Beispiele für derartiges Vorgehen in diesem thread muss ich dir wohl kaum aufzählen.

  8. Wer so fragt – und der Zweifel, dass die Frage mit „ja“ beantwortet werden kann, springt dir ja förmlich aus allen Knopflöchern – und gleichzeitig sein Geld damit verdient andere Leute dabei zu beraten, wie sie etwas besser machen können, der sollte keine Rechnungen über seine Beratertätigkeit kassieren.
    Mehr als die Hälfte des Beratungserfolges hängt davon ab, dass der Ratgeber dazu in der Lage ist seinen Beratungskunden zu „erziehen“, ihm etwas beizubringen. Hast du etwa deinen Beruf verfehlt, selbst wenn „Beruf“ nicht immer etwas mit „Berufung“ zu tun haben muss.

  9. @Greg
    „Und man sollte sich immer vor Augen halten, dass der Versailler Vertrag moralisch begründet war.“

    Nur so nebenbei: Politik und Moral passen nicht zusammen, wie eben auch obiger Vertrag ein Beweis davon ist.

    Bei allen guten Erklärungen, die Du geliefert hast. Die Frage:
    „Wie soll man solche Personen dazu bringen ihr Leben und ihre Finanzen in Zukunft mit Sinn und Verstand zu gestalten?“
    bleibt weiterhin bestehen.
    Ich formuliere sie nun etwas anders, damit klar wird, worauf ich hinaus wollte:
    Ist es überhaupt möglich Leute dazu zu bringen (erziehen), ihr Leben und ihre Finanzen in Zukunft mit Sinn und Verstand zu gestalten?

    Gruß
    dtesch

  10. @Klaus
    hier die englisch untertitelte version von Debtocracy

    http://www.dailymotion.com/video/xik4kh_debtocracy-international-version_shortfilms#from=embediframe

    DEBTOCRACY // ΧΡΕΟΚΡΑΤΙΑ

    „For the first time in Greece a documentary produced by the audience. “Debtocracy” seeks the causes of the debt crisis and proposes solutions, hidden by the government and the dominant media. The documentary will be distributed free by the end of March without usage rights and broadcasted and subtitled in at least three languages.

  11. manche kapieren es nie: menschliches Verhalten hat selten etwas mit „Logik“ zu tun, trink dir einen, Eysel, rein psychologisch ist der Alkoholismus im Alter eine völlig normale Reaktion, mit einem ordentlichen Spiegel lässt sich der „komische“ Alltag, der nun partout nicht logisch sein möchte, noch am ehesten ertragen. Schuld im eigenen Suff sind ja sowienoch die Anderen, nicht wahr eysel-natsrowje?

  12. @ mad 23:06
    Du warst gar nicht gemeint.
    Aber „stur bleiben“
    ist schon f a s t eine zutreffende Beschreibung für dein Verhalten 😉

    @ Klaus 23:42
    mit welcher Logik geht das nur zusammen?
    Da sind mindestens zwei Brüche drin.

  13. Ich habe nirgendwo von Schuldigen geschrieben, sondern von Getriebenen des Systems, diese jedoch Verantwortung tragen für ihr handeln.
    Der wahre Schuldige ist für mich, wie bekannt, das Krisen erzeugende Geldsystem.

  14. Im Ernst: die Schuldigen-Suche: eher ein Possenspiel.
    Schuld ist immer der Andere……

  15. Wobei ich gleich betonen möchte, sie sind auch nur Getriebene des Systems und sind sich zum größten Teil über die verheerenden Auswirkungen ihres Handelns gar nicht bewusst.
    Allerdings, erlöst sie das aus der Verantwortung? Ich meine NEIN!

  16. @mad
    Wird dich sicherlich auch interessieren – hörenswert:

    Wolfgang Hetzer EU-Korruptionsbekämpfer
    27.05.2011 SWR1 Radio-Interview
    „Die globale Finanzkrise war keine unvorhersehbare Naturgewalt, sondern eine Schweinerei“: Der Jurist Wolfgang Hetzer hat als Leiter des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung Korruption und organisiertem Verbrechen den Kampf angesagt. Er beklagt eine unheilige Allianz zwischen Regierungen, Bankern und Wirtschaftsbossen, die mafiöse Ausmaße erreicht. Er will, dass Bankvorstände und Manager künftig persönlich haftbar gemacht werden können und dass die Verursacher der Finanzkrise gesucht und bestraft werden.

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7295954

  17. Wer ist gemeint?

    Soll doch bitte jede/r für sich entscheiden,was pervers für ihn/sie bedeutet.
    Nein,Meinungen sind nicht verboten,aber anscheinend gibt es hier jemanden,der nur freisinnig ist,wenn es um ihn selbst geht.Siehe Ayn Rand.Alles Abweichende wird verdammt.Und ich weiß jetzt,daß eine starke Kraft von links nötig ist,um dem ganzen Mummenschanz und den Mythen die Masken abzunehmen.Da bleibe ich stur.
    Danke für den Artikel @xix
    Ayn Rand,die große Verächterin der Wohlfahrt,hatte am Ende auch eine staatliche Krankenversicherung,wie inkonsequent.

    Ürzig.Da war ich mal mit dem Wohnmobil.Ich liebe diese Gegend.Stammen die Pläne für die Autobahnen nicht noch aus dem kalten Krieg?Ich dachte,der wäre zu Ende.Ist er aber nicht.

  18. @mad 18:26
    Ja! Offiziell rund 25.000,- Euro Schulden je Bürger, ob Säugling, ob Greis.
    Darin sind jedoch die diversen Schattenhaushalte und Sonderfonds zur Euro- und Bankenrettung noch gar nicht enthalten. Tendenz beschleunigt ansteigend.
    USA: 46.000,- USD je Bürger

    Dabei handelt es sich lediglich um die Staatsverschuldung – nicht um die Gesamtverschuldung.

    Die Frage, die mich derzeit umtreibt ist, wie wird der ahnungslose Bürger den Tipping-Point „mental“ verkraften. Ersparnisse weg. Vollkasko-Versicherung weg. Aldi. Lidl und alle Tankstellen geschlossen – Inet abgeschaltet!

  19. Und DU entscheidest, was pervers ist!
    Eingesperrt gehört.
    Willkommen im Meinung verbietenden totalitären Staat.

  20. Wer Schulden macht, verpfändet sein Leben.

    Es liegt also an jedem selbst,
    Herr seines Lebens zu bleiben.

  21. und noch was ,@Klaus

    „Der Staatsbürger heißt ‚Staatsbürger‘ weil er für die Schulden des Staates bürgt.“ (Bernd Senf)

  22. Durch den Zusammenbruch der Finanzmärkte und damit des Geldsystems, ist eine sehr schwere wirtschaftliche Depression zu befürchten, mit nicht minder schweren sozialen Unruhen. Das Volk wird nach Schuldigen verlangen und da es Probleme damit hat, die wirklich Verantwortlichen zu erkennen, wird es jeden Sündenbock, den man ihm dann zeigt, auch als solchen akzeptieren.
    Dass es dabei wieder die Falschen treffen wird, spielt dabei keine Rolle, Hauptsache es rollen – im übertragenen Sinne – Köpfe.
    In ihrer verzweifelten Situation werden die Menschen dann der neuen, allumfassenden Weltordnung, in der die totale Kontrolle über alles und jeden vorherrscht, zustimmen.

    Hier ist der Plan:
    „Ich weiß nicht ob eine Veränderung mit einem Knall oder einem Wimmern kommen wird, ob früher oder später. Aber so wie die Dinge stehen, ist es eher wahrscheinlich, dass es eine Finanzkrise als politische Weitsicht sein wird, welche die Veränderung in eine neue Weltordnung herbeiführt.
    Ben Bernanke
    “An economy on thin ice”
    Washington Post 10.04.2005

    Ich wiederhole: „…eine Finanzkrise als politische Weitsicht…“

    „Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung.
    Alles was wir brauchen ist die richtige,
    allumfassende Krise, und die Nationen werden in die
    neue Weltordnung einwilligen.“
    David Rockefeller 1991

    Ich sage dazu: Nehmt diese Leute ernst und wehret den Anfängen! Aber dazu ist Aufklärung auch über die Ursachen nötig.
    Es geht nicht um´s Geld, sondern „mit“ Geld geschieht es!

    Und genau dafür haben wir(sie) das perfekte Geldsystem.

    Aber wer meint Wahrheit und Aufklärung durch die Medien zu erfahren, dem sei folgendes Zitat gewidmet:
    „Von einer unabhängigen Presse kann nicht
    die Rede sein. Nicht ein einziger Mann unter
    ihnen wagt es, seine ehrliche Meinung
    auszusprechen. Wir sind die Instrumente und
    Vasallen der Reichen hinter den Kulissen.
    Wir sind Marionetten. …
    John Swinton (Herausgeber der New Yorker Times)

    …und abschließend:
    „Gebt mir die Kontrolle über das Geld einer
    Nation und es interessiert mich nicht mehr
    wer deren Gesetze macht.“
    Albert Salomon Anselm von Rothschild

  23. \“\“Tepco hat den Glauben an die Marktwirtschaft mehr und schneller ruiniert als Tausende von Globalisierungskritikern und Umweltaktivisten. Wenn es künftig noch so etwas wie Marktwirtschaft geben soll, wird sie sich auf die Lebensbereiche beschränken müssen, in denen Marktteilnehmer nicht ganze Staaten ruinieren können. Damit wird der Markt wieder zum Marktplatz zurückkehren. Im föderalen Deutschland sollte das kein Problem sein. \“\“

    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34443/1.html

  24. Schriftliche Erklärung des Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler FDP, Mitglied im Finanzausschuss.

    Wir entscheiden gleich über das sogenannte Euro-Stabilisierungsgesetz. Dieses Gesetz ist einmalig in der deutschen Geschichte. Diese Einmaligkeit veranlasst mich, von meinem parlamentarischen Recht Gebrauch zu machen, mein Abstimmungsverhalten vor dem Deutschen Bundestag zu begründen.
    Ich werde dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Denn dieses Gesetz ist kein Rettungspaket für den Euro und Europa.
    Das vereinte Europa ist von seinen Gründungsvätern Konrad Adenauer, Robert Schumann, Jean Monnet, Alcide De Gasperi und anderen als ein Hort der Freiheit gegen alle Formen von Diktatur, Unfreiheit und Planwirtschaft erträumt worden.
    Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus. Die Gründungsväter Europas wollten ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit….

    …Die Hauptursache unserer Finanz- und Überschuldungskrise von Staaten und Banken liegt in der Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und der Möglichkeit, staatliches ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Ohne diese Alchemie des Geldes hätte kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen entstehen können….

    …Ich stimme dem vorliegenden Gesetz nicht zu.
    Dieses Gesetz verstößt gegen europäisches Recht. Die Institutionen, die zum Schutz des Rechts verpflichtet sind, erfüllen ihre Aufgabe nicht.
    Zweitens wird durch diesen Rechtsbruch nicht der Euro gerettet, sondern zerstört.
    Und drittens wird die Überschuldungskrise von Staaten und Banken durch dieses sogenannte Rettungspaket nicht entschärft, sondern verschärft. Durch diese Maßnahmen lösen wir unsere derzeitigen Probleme nicht. Was wir zur Lösung unser derzeitigen Probleme in Europa brauchen, ist eine neue Geldordnung, eine marktwirtschaftliche Geldordnung und nicht Planwirtschaft.

    Hier die gesamte Erklärung:
    http://www.frank-schaeffler.de/sites/default/files/2010_05_21_persoenliche_erklaerung_0.pdf

    http://www.youtube.com/watch?v=FawLtMZsJSs

  25. “Any intelligent fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius — and a lot of courage — to move in the opposite direction.”

  26. Hast du mal von den Narren gehört,
    die es wagen die den Herrschenden die Wahrheit zu sagen?

    Von Übertreibungen, gar skurrilen Darstellungen,
    die erst den Kern einer Sache deutlich machen?

    Was will was ist Witz?
    Was will was ist Kabarett?
    Was will was ist Theater?

    Aus welchen Informatinen schließt du,
    dass ich mich überhaupt mit Israel beschäftige?
    Dass ich mich gar NUR tagesaktuell mit Israel beschäftige?

    Hätte ich behauptet, was Israelis tun sei gut oder richtig?
    Womöglich sogar Alles?

    Kann man Israel nicht AUCH kritisieren,
    OHNE im Sinne der Nazis oder der „linken Vorkommnisse“
    antisemitisch zu werden?
    Man kann.
    Wie ich mehrfach in privaten Gesprächen erlebte.
    •••
    @ xix
    square heads mit fixed rules so generalisierend wie damit diskreditierend gleich zu setzen zeugt – selbst wenn spanisch englisch scheinbar wissend verbrämt –
    von einer eher simple minded Struktur.
    Mehr von der Überzeugung alle seinen beamtenhafte NUR Regelbefolger.
    Auch mehr von einer Absicht als von einem Verständnis.
    Was beides gut zu dir passt, Multi-Tragic.
    Hirnarbeiter sind eher Suchende,
    als so pauschal und unüberlegt Diskriminierende.
    Neigen zu solch simplen binären Diskriminierungs-Strukturen eher weniger.

    Und das Alles – vorweggenommene Einwandentkräftung –
    TROTZ meiner und ganz bewussten holzschnittartigen Verkürzungen hier.
    Auf groben Klotz gehört grober Keil.
    Was keineswegs bedeutet,
    dass ich mit weniger pauschal Eingenommenen
    nicht gerne in der Lage wäre WEIT differenzierter zu sprechen.
    (Falls es HIER überhaupt je mehr zum Austausch von Argumenten,
    nicht nur zur Präsentation von Urteilen kommt.)

    Leider ist das hier selten möglich.
    So dass ich mich,
    um Eingenommenen nicht ganz das Feld zu überlassen,
    LEIDER immer wieder dazu hinreißen lasse
    AUCH (zu) pauschal etwas dagegen zu setzen.
    In gewissem Sinne eine Form von Dummheit.
    Dass ich gewisse Positionen aufweichen kann, erscheint unwahrscheinlich.
    Selbst Pampus in seiner konziliant bildhaften Sprache gelingt das nicht einmal ansatzweise.

  27. In Spain (if you don`t like Austria)
    Cabezas cuadradas (colloquial, offensive)

    Meaning (“ square heads „, after the alleged German inclination for fixed rules instead of improvisation).

  28. Du ahnst in

    Der Tiefe

    Deiner

    Seele, dass

    Wir es sind,

    die den

    Palästinensern

    Unrecht tun

    Und nicht

    Umgekehrt.

    Henryk M. Broder,

    in SEMIT vom

    Juli/ August 1989

    Das meint Henryk M. Broder über sich
    „Ich bin nicht nur zu jeder Dummheit, ich bin auch zu jeder Geschmacklosigkeit bereit.“

    Das meind Abdel-Samat über Henryk Broder:
    „Herr Broder scheint mir dazu geboren, Torheiten in der Welt zu verbreiten.“ „Ist Herr Broder ein Tor? Abdel-Samad: Ich würde sagen: ja“

    Das meint Berthold Brecht: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.