Mutti und ihr Baron

Derzeit staunt man, wie ein zufällig zusammengewürfeltes Politiker-Duo zum Dreamteam im Bundestagswahlkampf wird: Angela Merkel und Karl-Theodor zu Guttenberg beherrschen so souverän die Szene, dass einem angst und bange wird um die SPD. Die kommt daher wie ein Polit-Opel – große Vergangenheit und wenig Zukunft.

Der schneidige Baron formuliert die wirtschaftliche Vernunft. Er profitiert davon, dass die Deutschen erstaunlich kühl und gelassen mit der Finanzkrise umgehen. Nach den ersten Rufen nach dem Staat hat die große Mehrheit erkannt, dass es nicht weiterhilft, wenn wir Kaufhäuser verstaatlichen, Missmanagement belohnen und Alteigentümern Schadensersatz zahlen, wenn waghalsige Spekulationen platzen. Seit zu Guttenberg ein bisschen marktwirtschaftlichen Mut zeigt, zahlt das Volk auf die Union ein wie vorher nur auf die FDP. Bei der Europawahl wurden weder Rechtsradikale gewählt noch die Linke wirklich gestärkt; die Krise des Kapitalismus findet derzeit allenfalls im Feuilleton statt und der Volksaufstand nur in den Träumen einiger Altlinker. In Zeiten der Not rücken diesmal die Wähler in die Mitte und nicht an den Rand des Parteienspektrums.

Und dafür, dass es der Baron nicht zu doll treibt und die Ordnungspolitik nicht allzu schmerzhaft wird, sorgt dann die Bundeskanzlerin und verbindet mit Steuermilliarden die schlimmsten Opfer. Viele in der Unions-Fraktion nennen sie halb abschätzig, halb bewundernd „Mutti“. Sie gibt den Wählern das Gefühl, dass alles maßvoll und sozial zugeht, die Tassen im Schrank bleiben und das Haushaltsgeld bis zum nächsten Zahltag reicht, auch wenn man manchmal anschreiben lassen muss. Sie steht für pragmatische Nüchternheit und Unerschrockenheit, wenn sie Bankern und Arbeitslosen gleichermaßen ins Gewissen redet.

Diese Art der Volkspartei hat früher die CSU monopolisiert nach dem Motto: „Das bisschen SPD, das man wirklich braucht, machen wir selber“. Das alles ist eher zufällig, durch eine ungeplante personelle Rochade so gekommen und entspricht doch dem Lehrbuch des marxistischen Theoretikers Antonio Gramsci (1891 – 1937): Danach erreicht eine Partei gesellschaftliche Hegemonie, wenn sie innerhalb der Partei die unterschiedlichen politischen Strömungen abbildet und austariert. Nur fürs ganz Grobe holt man dann noch Guido Westerwelle und seine FDP dazu.

Wie anders SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Ihm wird ein Gefühl entgegengebracht, das für Politiker tödlich ist: Mitleid, wenn er etwa mit gebrochener Stimme erzählt, dass auch sein Bruder unter Kurzarbeit leidet. Spötter sagen: Der kann ja nicht mal für seine eigene Familie sorgen – wie will er es dann für alle rausreißen? Von einem Politiker in Krisenzeiten erwartet man Härte und Durchsetzungsvermögen. Dafür war man dann bei Franz Josef Strauß, Willy Brandt und Gerhard Schröder bereit, die eine oder andere Schlingelei oder Schürzenjägerei durchgehen zu lassen. Der SPD ist mit dem Rohrkrepierer Opel das Thema verloren gegangen. Und gegen Baron zu Guttenberg führen sie nur den Adelstitel ins Feld. Diese Art von Sozialneid wird nicht reichen für eine erfolgreiche Wahlkampagne.

Lange war der Mann an Merkels Seite Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Der genießt Ansehen, weil er so schneidig bellt wie der deutsche Leutnant, zugegebenermaßen mit Wortwitz. Aber er überzieht, beleidigt die Nachbarn, mit denen man neuerdings keinen Streit will. Und seine Bilanz? Es ist die eines finanzpolitischen Hallodris. Das war schon so in Nordrhein-Westfalen, wo er drei Jahre lang als Ministerpräsident werkelte. Aber vielleicht schickt SPD-Chef Franz Müntefering ihn doch noch aufs Feld als Ersatz für den stolpernden Steinmeier? Denn bei der personell und programmatisch ausgebrannten SPD gilt: Alles ist möglich.

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Alle Kommentare [184]

  1. Bei der Haushaltslage bleibt nur die Vierte Zeile des Pampa-Scheichens:

    Da sprach der Abdull Hamed
    Nehmas Tischtuch ah med

  2. Ist lange her, als der 1000er Sportster noch neu war.
    Anfang der 70er. ( Das Gerät hab ich mir übrigens ganz redlich verdient mit dutyfree Verkauf von HiFi und Motorrädern an den Wochenenden in den barracks Kaiserslautern Ramstein Hanau Schweinfurt usw. der Amis. War nen riesen Geschäft damals. )
    Fällt mir Folgendes ein:
    Trank bei Eiseskälte an ner Raststätte nen Kaffee und hatte stolz wie Oskar das neue Gerät direkt vor die Tür gestellt.
    Kommt n Trucker rein und meint zu mir:
    „Bubche do amol dei „Moped“ ford damit ich raus komm …“

  3. Du machst einen magischen Denkfehler. Weißt Du, in meinem Alter ist der Schwanz ebenso wenig biegsam wie die Hörner ;-))) Zamir, was machen Deine Mädchen? Was ist denn jetzt mit einem kleinen Unterstützungsgangster, ähm -bankster? Schon gut.
    Aber im Ernst, Mutti hat bisher ja nicht gerade viel gewonnen, bei der letzten Wahl mEn 0,1% mehr als Gas-Gerd. Was war das eigentlich bei der Elephanten-Runde damals, Bier, Rotwein oder/und Kokain? Imho hat die nicht viel mehr als Pakistan bei der WM braucht, Glück. Am besten geht es uns, wenn sie irgendwo in der Weltgeschichte rumjetted. Hell is, where the lovers are German and everything is organized by the Italians. Na ja, so ähnlich:
    Studien gibt es ja für alles: http://www.ananova.com/news/story/sm_2633681.html Germanys next Top Model.
    @Mad: Für Dich mein Mädchen: http://izabael.typepad.com/izabael/2008/01/heaven-hell.html
    Wenn ich mir die Haushaltsplanungen aber so ansehe, möchte ich in der kommenden Legislaturperiode nicht unbedingt in der Regierung sein. Sagt der EMIR zum Scheich, gemma liaba gleich …

    Warum bist Du eigentlich aus der CDU ausgetreten Magic? 😉 Fand diese Woche übrigens eine Talkshow ganz witzig, vertreten war u.a. Sonneberg von der Titanic. Der ist bei allen Parteien Mitglied, zahlt aber bei keiner Beiträge. Nur die Grünen haben ihn deswegen exkommuniziert … für mich die Partei der Bürgerlichen mit Vaterkomplex. Es ist mit 60 ja nicht einfach, sich über eine Antihaltung modern zu halten. Welche Botschaft ist ihnen geblieben? Ein einziger Ausdruck innerer Zerrissenheit, bei jedem Einzelnen. Aber sie haben es alle ja immer gut gemeint … die Lehrertöchterchen und –söhnchen.

    Pampa

    Welche Harley, Bad-Boy?

  4. … erst noch die 66!
    Ohne Harley. Die hab ich schon hinter mir.
    ( Nur n kleiner Aufreger,
    so als snack für zwischendurch … )
    Breitbrüstig magischer Untergürteltiger!

  5. ..bist de aber nicht, du gehst schnurstracks auf die 69 zu,
    also wie sagt Mutti zum Baron:
    mit 59 war’s das schon,
    drum mit dem Guido wären wir zu dritt,
    Seehofer kommt nur selten mit,
    der hat genug zu tun daheim
    ich selbst geh langsam aus dem Leim
    drum gilt es jetzt zu gehn auf’s ganze
    schön biegsam sei dein Schritt beim Tanze!

    Naja gut, mal wieder untergürtelig gerüttelreimt und ungeschüttelt…
    was soll’s, wir sollten uns sowieso mal um „Mogli“ kümmern, bisschen schmalbrüstig, der Goldjunge, oder?

  6. Also ich bin ja für KISS!
    Aber bis auf \“Schwanz und Hörner\“ würd ichs nicht reduzieren … das wär mir zuuuu magisch.
    Obwohl,
    wenn ich 30 Jahre jünger wär, würds mir vielleicht gefallen…

  7. 😉 schwatz, schwatz. companiero, ist Abt.Leiter in der freien Wirtschaft mehr als wie Versicherungsvertreter oder weniger wie Facharzt in der Großkopferten-Klinik in Tichy-Town?
    Was hast du eigentlich immer mit der Übung „Wer hat den dünnsten Mikado-Stab?“ Na ja von nichts als Wurst allein bleibt auch kein Magen nicht gesund, selbst der stärkste Stier braucht gelegentlich etwas positive Verstärkung~
    Wenn du aber glaubst mit Fachkenntnis alleine sei in Parteien Staat zu machen, auf Wiesen, wo der Satz gilt: Jede Flachzange hat eine Stimme! kommt es auf die Biegsamkeit des Drahtes an, nicht auf Dicke oder Konsistenz, also, Stier, versuch’s mal mit dem Schwanz statt mit den Hörnern…;-))))

  8. Hatte weiter oben ja schon mal die Grünen rechts der CDU eingeordnet und keiner störte sich daran sonderlich, eigentlich wollte ich unseren magischen Politprofi etwas herausfordern. 😉 Mir ist nicht ganz klar, was Angie mit ihrer Anbiederung an die Grünen eigentlich vorhat. Einer dürfte sich aber freuen: Guido. Es gibt ja nicht wenige, die mit der Sozialdemokratisierung der CDU unter Mutti sehr unzufrieden sind. Sieht man sich die Bilanz der großen Koalition an, wird einem ja schlecht. Wer eine gewisse ordnungspolitische Überzeugung in sich trägt, hat eigentlich nur noch eine Wahl. Na gut, auch bei der FDP ist das Personal nicht gerade berauschend, aber das ist ja bei allen Parteien so. Eigentlich ist kaum einer dabei, der es in der freien Wirtschaft weiter als bis zum Abteilungsleiter bringen würde.

  9. Das einzige was die Grünen vor der Perversion ( durch den Kitzel der Macht ) evtl. noch retten kann ist die innerparteiliche ausserparlamentarische Opo. Und genau diese Opo ist es, die es der CDU eine Koa versüssen könnte. Die streiten sich innerlich so, dass sie mit der CDU eher ein paar Kröten schlucken als die FDP.

  10. Es wird primär darauf ankommen, dass die Grünen sich auf die Union zu bewegen, erst in zweiter Linie darauf wie sich die Union bewegt…dahinter steckt m.E. doch die Gretchenfrage an die Grünen, ob die lieber mit DIE LINKE oder im Zweifelsfalle doch nolens volens mit der FDP zusammenpaktieren würden. Diese Frage sollten die Grünen möglichst laut und deutlich vor der Wahl dem deutschen Wähler klar beantworten, statt im Trüben zu fischen ! ;-)))

  11. Empfehle an dieser Stelle schon mal das neue Buch über Angela Merkel von Margarete Heckel, erscheint kommende Woche bei Piper. „So regiert die Kanzlerin“. Sehr präzise, beschreibt den Regierungsalltag.

    Allerdings: Seit wochenende scheint sich ja die Koalitionsfrage neu zu stellen: Doch Schwarz-Grün?
    Ist das der Union wirklich zu raten?

    rty

  12. „Lebewesen stellen hochgeordnete Gebilde dar, die eigentlich im Laufe der Zeit zerfallen müßten. Warum existieren Lebewesen trotzdem ?

    Weil sie ständig Energie (Nahrung, Sonnenlicht) aufnehmen , um den Zustand der geringen Entropie aufrecht zu erhalten. Außerdem geben Lebewesen überschüssige Entropie an die Umwelt ab: Tiere nehmen entropiearme Nährstoffe wie Glucose auf und stellen daraus entropiereiche Produkte wie Kohlendioxid und Wasserdampf her.

    Das Grundprinzip dieser Energieaufnahme wird am Beispiel der heterotrophen Lebewesen (Tiere, Pilze) erläutert:

    Energiereiche Nährstoffe wie z.B. Fett oder Glucose (ENTSTANDEN DURCH PHOTOSYNTHESE!) werden vom Lebewesen aufgenommen und dann in energiearme Verbindungen wie Wasser und Kohlendioxid abgebaut. Bei diesen exothermen Reaktionen wird sehr viel Energie freigesetzt. Die so gewonnene Energie kann zur Aufrechterhaltung des entropiearmen Zustandes eingesetzt werden.

    Lebewesen sind entropiearme Systeme hoher Ordnung. Dieser unwahrscheinliche Zustand kann nur durch permanente Zufuhr von Energie sowie durch Abgabe von Entropie aufrecht erhalten werden. „

  13. Liebe(r) Zitat,
    meine Absicht war – glaubs oder nicht – unfruchtbaren Streit zu verhindern. –
    Auf – meiner Ansicht nach – Fehler ( durch allzu menschliche „Regulierung weg genommenen Selektionsdruck an vielen überregulierten Stellen der ersten Welt z.B. ) hab ich hingewiesen. ~
    Muss ich immer eine Lösung haben? Können wir genug wissen um sagen zu können, dass Sheldrake mit seiner These unrecht hat? – Ist die Welt dort zu ende, wo wir sie mit heutigen Mitteln erfassen können?~
    Entropie ist nicht nur ein Begriff der Ingenieurwissenschaften (Du), sondern auch der Informationswissenschaft. ( Also Genetik. ) Und war hier so gemeint.
    Ich möchte es nach solchen Sprüchen wie „die Ordnungskraft auf der Erde ist die Sonne und nicht …“ dabei bewenden lassen. Wenn du meinst, mich als „ahnungslos“ oder Geisteswissenschaftler bezeichnen zu müssen, dann nehm ich das jetzt mal sonntäglich gelassen hin.

  14. @eysel

    Keine konkreten Vorschläge? Also nur Evolutions-BlaBlaBla- heiße Luft! Was soll das bringen?

    Zitat:“Durch „menschlich „ verhinderten Selektionsdruck sich, seiner Entwicklung ( Zeitachse ) unter hohen Kosten ( nicht nur Geld ) damit einen Bärendienst erweist.“

    Welchen Selektionsdruck meinst du? Genetische Selektion beim Menschen? Nenn doch mal ein konkretes Beispiel, damit jeder weiß, was du meinst.

    Zitat:“du kannst Entopie nicht „erdbezogen“ betrachten.“

    Tut mir wirklich leid. So ein Schwachsinn!!!
    Angaben über Entropieänderungen machen nur Sinn, wenn man das Bezugssystem angibt. Auf den Kosmos (als thermodynamisch isoliertes System) bezogen erhöht jeder spontane Prozeß die Entropie. Nur wenn das Weltall im Gleichgewicht ist, so dass alle Veränderungen reversibel sind, ist die Entropieänderung gleich null. Frage an dich: Ist das Weltall im Gleichgewicht? :-))))
    Aber bitte komm jetzt nicht mit der Multiweltentheorie aus irgendeinem esoterisch angehauchten, popularwissenschaftlichen Buch! :-)))))

    Eine naturwissenschaftliche Diskussion über Evolution oder Entropie mit „Geisteswissenschaftler“ (ich erinnere mich noch an dein Rupert Sheldrake Zitat-peinlich!!!!) hat wirklich keinen Sinn. Fachliche Argumente hast du ja anscheinend keine.

  15. Ich will ja die Evolution nicht stören, nur mal kurz zwischendurch:

    @Boss
    „Und die Banken, die Verursacher des Debakels?“ … aus dem neuen Einblick. Mein junger Freund der Liebe …
    Gelegentliche Gemeinheiten? 😉 Na ja, ab und an brauchen Sie das. Kopf hoch, wir haben es alle nicht einfach, wenn es einfach wäre, könnten es auch schlechte. Wenn wir mal auf Heimaturlaub von der Front im gelobten Land sind, kocht Mutti. Die Range der Bewertung auf na, schmeckt’s?, reicht von „suchst du Streit über unverständliches Murmeln bis hin zur Höchstnote der Hunger treibt’s runter.“ Alle Äpfel liegen sehr nah am Baum des Hobby-Rohstoffanalysten und wenn der eines hervorragend kann, ist das meckern und motzen.

    Der Hauself hat sich anfänglich noch äußerst lobpreisend geäußert, bis ihr Mutti mal mitteilte, ihr Urteil interessiere sie nicht, zumal es ihr immer angeblich schmecke. Auf die kritische Würdigung in der heimischen Hexenküche wäre sie fast in Tränen ausgebrochen, obwohl das eigentlich nahe der Höchstnote lag (nicht ganz berechtigt). Tja, ja so sans, also kriegen Sie die kleinen Gemeinheiten nicht in den falschen Hals, ohne Kritik ist kein aufrichtiges Lob möglich.

    Ein paar heimatliche Klänge, Eysel meinte ja schon mal Fredl Fesl sei was für Fortgeschrittene, Ihr Reichenhaller Pendant aus dem Kindergarten (Hansi ist einen Monat jünger als Sie). Das ist aber wirklich nur was für eingefleischte Altbayern (deswegen sieht sich das ja auch keiner an, übrigens schiach = hässlich, bay. Vokabeltraining, stellt Euch nicht so an, ich musste Deutsch auch lernen):

    http://www.dugg.de/show-video/603431_hans_s%F6llner_nummernschild_und_z%F6llner?catno=0#anchor

    Hat wer was gegen Politessen oder wäre gar frauenfeindlich?

    http://www.youtube.com/watch?v=EgUaBoSct2I

    Na, Heimweh?

    … ich habe das ja nicht geschrieben. Aber meine Schwägerin hat einen vom Trachtenträgerverein geheiratet, Hilfe! Zu lachen hat der nix, jedenfalls mit mir nicht. ;-))) Und Zamir der ist eingefleischter Eintracht-Fan, der Adler war gar auf seiner Hochzeitstorte … würden die absteigen, wäre die Verkehrssituation Samstag morgens wesentlich angenehmer in Sachsenhausen. Das kann man doch keinem sagen? Man vielleicht nicht, ich schon, wir lieben uns. 😉 Bullen und Stiere unter sich im Schildawald … in Anarchie.

    Pampa

  16. @ Zitat,
    es geht nicht um Wollen von Evo. Sie ist in allen Bereichen und immer vorhanden, wenn du so willst ausgeliefert. Ob es gefällt oder nicht. Das Problem besteht darin, dass Mensch aus Hybris gegen dieses Prinzip an vielen Stellen verstösst. Durch „menschlich „ verhinderten Selektionsdruck sich, seiner Entwicklung ( Zeitachse ) unter hohen Kosten ( nicht nur Geld ) damit einen Bärendienst erweist.
    @ Photosynthese,
    du kannst Entopie nicht „erdbezogen“ betrachten.
    @ Zitat,
    ich denke, die Entopiediskussion bringt „so“ nix, sowenig wie die Evo.Diskussion. Die „Grundlagen“ sind zu unterschiedlich.

  17. @eysel

    Schreib doch mal genau, auf welcher Ebene du Evolution willst.
    Was soll konkret gemacht, welche kulturellen Fesseln entfernt werden, damit dein Traum in Erfüllung geht?

    @neumann
    Die Photosynthese ist der einzige Prozeß auf unserer Erde, bei dem die Entropie abnimmt, da die Energie extern eingestrahlt wird. Insgesamt betrachtet (also plus Sonne) nimmt die Entropie natürlich zu, wie es dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik entspricht.
    Die Wärme aus dem Erdkern entsteht durch radioaktiven Zerfall und dieser erzeugt mehr Entropie als die Bakterien durch Erhöhung der Ordnung abbauen.
    In summa schafft die Evolution also keine Ordnung (= Abnahme der Entropie).

    Zitat:“Mutationen sind auch bei Menschen in Europa an der Tagesordnung. Es gibt im Alltag aber nur einen geringen Selektionsdruck. Der Mechanismus läuft aber weiter.“

    Ich habe nie bestritten, dass der Mutationsmechanismus weiter läuft. Der Punkt ist, dass ohne Selektionsdruck keine genetische Evolution stattfindet. In Afrika ist aufgrund der Armut natürlich ein Selektionsdruck in Bezug auf Krankheitsanfälligkeit, Nahrungsausnutzung etc. vorhanden, weil dies direkt den Reproduktionserfolg beeinflußt. In den Industrieländern ist das aber aktuell nicht der Fall.

    @eysel
    Da helfen auch keine Hinweise auf die Epigenetik (Modethema). Eine Veränderung des Genpools einer Art in Richtung Anpassung gibt es nur bei unterschiedlichem Reproduktionserfolg (Selektion).

  18. SEX entstand aus Fehlern beim Klonen die sich als vorteilhaft erwiesen. SEX gibt eine bessere Chance auf Vielfalt von Spezies ( räumliche Auflösung ) und produziert eine grössere Anzahl von Fehlern bei der komlizierteren Rekombination. DAS sind die Vorteile des SEX.
    ( Nicht, was alle immer glauben!!! )
    Und die schiere MASSE der Lebewesen hat bis heute keinen. Die Zahl der „Kloner“ in einem m² Boden ist weit höher als die Zahl aller „Sexbesessenen“ -ich meine ALLER – auf der Welt. ~~~
    Es gibt noch viel zu tun, bis Evo verstanden wird.
    Und ich meine jetzt nicht so sehr die Biologen!!!

  19. @zitat:
    „Genetische Anpassung an die Umwelt wie im Tierreich findet doch nicht mehr statt, im Gegenteil, der Mensch paßt die Umwelt seinen Bedürfnissen an.“

    Das ist sehr europäisch/ westlich gedacht und ist natürlich eine Frage des Betrachtungszeitraums. Auf unsere Region betrachtet, hat wohl die Pest den größte Selektionsdruck ausgeübt und damit vor gut 650 Jahren für eine gewisse Vereinheitlichung gesorgt. Der Standardmitteleuropäer ist ein Nachkomme der Gen-Varianten, die eine Pestinfektion leichter überstanden haben. Bei erst 30 Folgegenerationen kann man keine große Variabilität erwarten.

    In Afrika sieht das beispielsweise anders aus. Dort ist die genetische Variabilität viel, viel höher.

    Mutationen sind auch bei Menschen in Europa an der Tagesordnung. Es gibt im Alltag aber nur einen geringen Selektionsdruck. Der Mechanismus läuft aber weiter.

    „Die Ordungskraft in unserem offenen System Erde ist die Sonne und nicht die Evolution.“
    Das ist umstritten. Auf dem Mars gibt es Sonne und Wasser, aber kein nachgewiesenes Leben. Da Leben, wie wir es kennen, Energie für die Rekombination benötigt, ist die Sonne zunächst die beste Energiequelle, die wir haben.

    Wir kennen aber auch Lebensformen, die die Wärme des Erdkerns als Hauptenergiequelle nutzen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwefelbakterien

    Zum Entstehen von Leben braucht es einige Faktoren. Fällt einer weg, bricht das ganze System zusammen. Die entscheidende Frage ist aber, warum sich das System auf Basis von Mutationen und Rekombinationen überhaupt durchgesetzt hat, wenn Clonen doch viel einfacher wäre.

    Der New Scientist hat vor kurzem einen guten Beitrag dazu. Mit der Überschrift interessieren wir sogar die TiTo-Leser, denen das Thema viel zu abstrakt und theoretisch ist:

    Ist das Geheimnis des Sex endlich erklärt? :-)))

    http://www.newscientist.com/article/mg20227121.600-has-the-mystery-of-sex-been-explained-at-last.html

  20. @ Zitat,
    woher nimmst du nur, dass Evo beim Menschen ( biologisch ) nicht statt findet? Nur weil dein Beobachtungsfenster zeitlich so klein ist, heisst das nicht, es gäbe sie nicht. ( Von Epigenetik schweigen wir jetzt mal einfach.) Bei der kulturellen Evo machen wir IMHO die beschriebenen Fehler, denn ob der „Wertekanon“ den wir ersonnen haben, nach dem wir uns ( teilweise sogar richten ) sich mit unseren „restlichen“ Eigenschaften auf Dauer verträgt, das ist offen. ~
    Wie eng wir miteinander verwandt sind, das ist erstaunlich. Nach neueren Ergebnissen stammen wir alle von einer Urmutter in Nordchina ab. Nicht, wie noch oft berichtet wird aus Ostafrika. Da war ein ganz enger Bottleneck dazwischen. Ich habe auch nie behauptet wir SOLLTEN oder KÖNNTEN wie die Termiten. Es ging mir nur um die Überlebenfähigkeit eines Konzeptes. Vielleicht ist Freiheit, Individualismus tatsächlich ein Innovationskonzept. Vorbilder kenne ich jedenfalls nicht. Gerade die Beschleunigung/ Weitergabe des Lernens/ Wissens in der Gruppe war überlebensfördernd für die Gruppe. Vielleicht ersetzt info über www ja die Gruppe? Wilde Spekulation!~
    „Das Bestreben von Regierungen die Bürger in Abhängigkeit zu halten und die Freiheit zu beschneiden hat bereits LeBon bemerkt“ WEIT älter als le Bon der Gute! Aber das ist nicht dessen Hauptaussage!~
    Mit der SONNE als Ordnungskraft springst du aber VIIIIEl zu kurz.Lies mal was über Entropie. Da reicht Wiki auch nicht ganz.

  21. @eysel+neumann

    Was meinen sie mit Evolution im Bereich des Menschen?
    Genetische Anpassung an die Umwelt wie im Tierreich findet doch nicht mehr statt, im Gegenteil, der Mensch paßt die Umwelt seinen Bedürfnissen an.
    Wenn man also beim Menschen das Wort Evolution in den Mund nimmt, kann es sich doch nur um kulturelle Evolution im weitesten Sinne handeln. Und da geht es eben um Konzeptionen und Pläne, also Wettbewerb der Software und nicht der Hardware.

    @eysel
    Termitenstaat funktioniert „evolutionstechnisch“ nur, weil alle Mitglieder des Staates genetische eng miteinander verwandt sind. Ist also für den Menschen kein geeignetes Modell.

    Zitat:“Freiheit stellt evolutionstechnisch eben keinen “Wert”, Vorteil dar.“

    Nimmt man Freiheit als Grundlage eines Gesellschaftssystems folgt daraus direkt eine Wettbewerbsgesellschaft, da niemandem verboten ist, mit anderen in Konkurrenz zu treten. Ohne Wettbewerb keine kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung. Freiheit ist also die Grundlage eines evolutionären Fortschritts auf kultureller Ebene.

    Zitat:“GEMEINT von mir war mehr dass Mensch in seinen Hybris ( weil er immerhin mehr als nichts über die Welt weiss ) durch Regelwut und Gläubigkeit an die Machbarkeit und unter hohen Kosten Strukturen aufrechterhält, deren Unbrauchbarkeit schon offensichtlich ist.“

    Jedes Regime hat die Tendenz die Menschen schleichend zu entmündigen, weil Schafe einfach leichter zu regieren sind. Mündige, gebildete und selbständig denkende Menschen sind nicht so leicht über Parteien, Gewerkschaften, Religionen etc. gleichzuschalten, also wird dieses Verhalten auch nicht gefördert (siehe unter anderem Bildungspolitik).
    Das Bestreben von Regierungen die Bürger in Abhängigkeit zu halten und die Freiheit zu beschneiden hat bereits LeBon bemerkt:
    http://www.textlog.de/35496.html
    Diese Eigendynamik ist scheinbar nicht aufzuhalten.

    @neumann
    Zur Entropie:
    Die Ordungskraft in unserem offenen System Erde ist die Sonne und nicht die Evolution.

  22. @ Greg,
    das „höher“ ist nur eine ZIEMLICH anthropozentrische Sicht der „Krone der Schöpfung“.
    Erstmal ist nur Zeitachse gemeint!~
    Eine Abstraktionsebene weiter sind wir dann bei der Entropie. Mit der Konsequenz: Am Ende sind wir nicht nur alle tot, sondern sogar nur Energie mit einer Strukur der Eigenschaften zu einer Ordnung eigen sind. Diese zu erkunden arbeiten einige Quantenphysiker ziemlich intensiv.~
    Der uns direkt sichtbare Ausfluss dieser noch zu findenden Regel ist die Evolution aller Materie, allen „Lebens“. ~ Worauf ich raus will ist, dass wir Menschen uns Regeln geben die (teilweise ) evolutionärem Geschehen entgegen laufen. Ein Bild: Eine Maus bekommt eine Substanz von der wir uns eine erwünschte Wirkung gegen xyz versprechen. Daraufhin geht es der Maus zunehmend schlechter. Der Versuchsleiter folgert: Die Substanz hat Wirkungen, die nicht zu vertreten sind. Andere Substanz versuchen! – In vielen unserer Versuche im „Grosslabor menschliche Gesellschaft“ wird lieber versucht, die Maus am Leben zu halten, koste es auch die Ressourcen des ganzen Labors. Statt die Ressourcen des Labors einzusetzen um eine andere Kandidaten-Substanz auf ihre Wirksamkeit zu testen!

  23. @Zitat + Eysel:
    „Ist die gesamte Evolution nicht die gigantischste Spekulation auf Fortschritt?“
    „Die Evolution führt nicht zwangsweise zu immer höher entwickelten Lebewesen oder Strukturen.“

    Spannende Frage. Ich tendiere zu Eysels Seite, weil der grundlegende Mechanismus der Evolution tatsächlich reine Spekulation ist. Durch Mutation werden ständig neue Varianten produziert, die in der Tat nicht zielgerichtet besser, sondern erstmal anders sind. Das geht meist schief, selten gut. Und manchmal ist es eine Frage des Zufalls, ob eine hoffnungslos unterlegene Spezies wie die Säugetiere zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

    Die Triebfeder ist jedoch spekulative Veränderung ohne Plan. Immer wieder etwas probieren, in der Hoffnung, dass es Erfolg hat. Durch die Menge der Varianten ist die Natur auf (fast) alle Fälle vorbereitet. Erweist sich ein scheinbares Erfolgsmodell als Sackgasse, steht schon die nächste Variante bereit.

    Das kann man in dieser Situation als Fortschritt betrachten, bedeutet aber tatsächlich nur, dass das dominante Modell gerade besser zu den äußeren Umständen passt. Bis zur nächsten Änderung.

    Pampa würde das wohl ein diversifiziertes Portfolio mit randomisierendem Hedging nennen :-))))

    Und weil wir schon beim Philosophieren sind:

    Was wir Leben nennen, ist der Entropie entgegengesetzt. Entropie schafft den Zustand der größten Wahrscheinlichkeit durch das Auflösen der lokalen Ordnung. Das Leben stellt den Zustand der größten Unwahrscheinlichkeit her, weil die lokale Ordnung (etwa alle Atome in einem Elefanten) aus Makrosicht völlig unerklärlich ist. Evolution ist der Mechanismus, mit dem immer neue Arten lokaler Ordnung geschaffen werden, weil die einzelne Ordnung auf Dauer der Entropie unterlegen ist.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie_(Thermodynamik)

  24. @ zitat,
    Fortschritt ist erst mal das Ding mit der Zeitachse.
    Ob Du´s s dann gut findest ist nen ander Ding.
    Immerhin lässt sich Fortschritt AUCH definieren als Erhöhung des Lebensalters ( von Menschen, nicht Zuchtstieren ) bei ner Menge an Bequemlichkeiten. ~ Wolltest du ernsthaft auf ne Entropie Diskussion raus? ~ Ob Mensch dauerhaft erfolgreich ist, das wissen wir nicht. Zunächst ist er es einmal. Ob die von die erwähnten Fähigkeiten ihn die 5 Mrd Jahre weiter tragen, bis die Sonne den Planeten einfängt, das ist offen. Wahrscheinlich ist es zumindest nicht. Jede Erfahrung über die Dauerhaftigkeit von Lebewesen spricht dagegen. ~ Was evolutionstechnisch die Notwenigkeit von vielen Lösungsangeboten für Probleme angeht, da sind wir uns einig. Uniformität ( schon das Wort ) bedeutet immer Einschränkung von Freiheit. GEMEINT von mir war mehr dass Mensch in seinen Hybris ( weil er immerhin mehr als nichts über die Welt weiss ) durch Regelwut und Gläubigkeit an die Machbarkeit und unter hohen Kosten Strukturen aufrechterhält, deren Unbrauchbarkeit schon offensichtlich ist. Das war mein Kritikpunkt. „Gleichschaltung“ bedeutet immer einen Verlust von Lösungsmöglichkeiteiten für Probleme, auch insofern arbeitet er GEGEN Evolution. Will sich den Pelz waschen, aber nicht nass machen, dadurch dass er durch schmerzlichen Abbruch von Fehlversuchen Platz macht für neue Versuche. ~ Der inhärente Freiheitsverlust ist ein typisch „menschliches“ Problem. Freiheit stellt evolutionstechnisch eben keinen „Wert“, Vorteil dar. Nur menschlich. Ist daher unter dem Gesichtspunkt Evolution hinterfragenswert. Vielleicht immerhin ein moderner Gegenentwurf zum Termitenstaat??? Ausgang ist offen.

  25. ….kann ich so nicht stehenlassen,
    es hat sich eine stilsittich-grammatikalische Unfreiheit eingeschlichen…das“und“ vor dem „ergo“ ist natürlich überflüssig 😉

  26. (°,_,*) = einäugige Krankenschwester mit zwei Zungen, mhm, Mist , bin gesetzliche versichert;-(…zum mad werden auch;-)

  27. @eysel
    Zitat: „Ist die gesamte Evolution nicht die gigantischste Spekulation auf Fortschritt???“

    Die Frage die sich stellt ist, was du mit Fortschritt meinst.
    Die Evolution führt nicht zwangsweise zu immer höher entwickelten Lebewesen oder Strukturen. Die beste Anpassung an die Umweltbedingungen (= Selektion durch Umwelt) und die sexuelle Selektion (Frauen sind also auch verantwortlich 😉 ) entscheidet, wer oder was sich durchsetzt. Die beste Antwort kann auch ganz einfach sein und muß nicht fortschrittlich (im Sinne von höherer Komplexität) sein.

    Zitat: „Sind menschliche Konzepte
    ( = Schmiermittel für den bequemen kurzfrstigen Gebrauch ) tatsächlich BESSER als das älteste überlebende Prinzip das wir kennen?“

    Der Mensch ist ein sehr erfolgreiches Produkt der Evolution. Der Grund für den Erfolg: Die Fähigkeit kausale Zusammenhänge zu erkennen, Analogieschlüsse zu ziehen, arbeitsteilig zu kooperieren und zu PLANEN. Diese Fähigkeiten in Kombination mit dem natürlich vorhandenen Egoismus haben dazu geführt, dass der Mensch sich massenhaft vermehren konnte, weil er die Umwelt durch Planung gezielt verändern konnte und damit die Selektion durch sich verändernde Umweltbedingungen weitestgehenst ausgeschaltet war (Dicke werden jetzt nicht mehr vom Wolf gefressen, sondern können sich auch munter vermehren).
    Dass der Mensch plant, ist also ein Ergebnis der Evolution, das gleichzeitig die Wirkung von Evolution (Selektion durch die Umwelt) einschränkt.
    Um nicht Opfer des eigenen „Planungserfolges“ zu werden, sollte der Mensch nach meiner Meinung die Evolution auf der Ebene der Pläne wieder mehr wirken lassen, d.h. keine Einheitsideolgie, keine Einheitswährung, keine Oligopole, ein Europa der Nationalstaaten ohne Zentralismus, Subsidiarität …….also einfach mehr FREIHEIT und weniger Gleichschaltung! Wenn du das in diesem Sinne meinst, stimme ich dir zu!
    Vielleicht findet sich ja dann irgendwo ein gallisches Dorf, das genau die Lebensweise (Wirtschafts-,Geld- und Gesellschaftssystem, Kultur)) praktiziert, die den kommenden Veränderungen am besten angepaßt ist.

  28. @ Pampa

    Als Opfer gelegentlicher Gemeinheiten fällt mir nur ein:

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    Und die WiWo ist dünn geworden, das kommt daher, weil wir nicht mehr so viele Anzeigen drucken müssen, und das ist sogar wahr.

    Ein schönes Wochenende

  29. Ts,ts,ihr SchmuddelJungs.
    Ein Prachtexemplar des „spielenden Mannes“, wenn er mal keine Taschen mehr hat, um etwas zu kaufen oder zu verschenken.

    http://www.ilpenemidailpane.it/img/2005/berlusconi.jpg

    dazu empfehle ich noch das entzückende Gedicht von Volker Kriegel über das Laster der Tiere.Und fertig ist der Pott Püree…den mann sich selbst eingebrockt und ergo selbst auslöffeln muß
    (°,_,*) LG mad

    RTY,wenn nötig,dieses unsougt finding wieder löschen..

  30. @Greg
    WTI, mir wäre nicht bekannt, dass es jemanden auf unserem Planeten gibt, der einigermaßen signifikant Rohstoffpreise oder Devisenkurse prognostizieren könnte, nicht mal von der Richtung her. Die ganze Welt, mit einer kleinen Ausnahme: In einem virtuellen Dorf namens TiTo haust ein Stier, dessen Daddy der perfekte Contraindikator ist. Nach der Ölkrise hat er sein Wohnhaus mit einer Kapazität von 16.000 Liter Heizöl (bei ca. 4.000 Verbrauch p.a.) aufgestockt. Seither ist er Hobby-Rohstoffanalyst. Vor drei Wochen hat er wieder vollgetankt. Der lag noch nie richtig, dementsprechend bin ich sehr bearish für den Rohölpreis. Übrigens wollte der stockkonservative Knochen Anfang 2000 Techwerte kaufen. Was für ein Timing. Daraufhin haben Mutti und ich das Portfolio glatt gestellt, war gar nicht so dumm. 1980 Gold zu kaufen hat er auch Oma eingeredet. Na? Es ist fast unheimlich, wie konsequent er immer falsch liegt.

    @VW
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EDA2A9704A6364FC2B7ED58349845B2D7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    So ein Schwachsinn. Was auch immer Porsche gemacht hat, weiß man ja nicht so genau, es hört sich nach einem Straddle an: http://de.wikipedia.org/wiki/Straddle_(Wirtschaft)

    Noch viel Spaß beim Triple-Witching, alle drei Monate das gleiche Prozedere wieder, ich kann das Gelabere dazu bald nicht mehr hören. So als käme das überraschend und keiner würde sich vorher positionieren. Wenigstens redet hier keiner davon, na ja außer mir gerade ;-((((

  31. Mein magischer freindel,

    zum zeitpunkt ende januar noch ergänzt, jetzt geht’s von dort kontinuierlich zur gegenwart, also nicht im jänner hängenbleiben.

  32. Noch zu den inflations-deflations volkswirten, es kann am ende nichts andereres rauskommen, da jeder „oberzutscher“ mit und in seinem eignes-gefälschten zahlenwerken herumtutscht. Aber, ersteinmal nachmachen, soviel humbugg verzapfen und am monatsende dafür noch mit dem surfbrett unterm arm, sich um das neuerbaute JOBCENTER herumdrücken dürfen, das hat schon was
    ganz besonders schicky-micky-haftes.
    Gruß Zamir