Uhrenvergleich. Die GPS-Sportuhren Garmin 920xt und Polar V800 im Test.

Das Bessere ist der Feind des Guten. Und kein Produkt, wo wir nicht zwischen dem einen oder anderen entscheiden müssen. Ambitionierte Triathleten haben so kurz vor Weihnachten (Indikator sind die Dominosteine im Supermarkt) die Qual der Wahl. Neben weiteren Modellen von Epson, Timex, TomTom oder auch Suunto, buhlen vor allem die Modelle 920xt von Garmin und V800 von Polar um die Gunst der zahlungswilligen Triathleten.

Die eine steht, die andere liegt.

Die eine steht, die andere liegt.

Ich habe beide Modelle jeweils eine Zeit lang getestet. Der Einzeltest zur Garmin 920xt ist hier und der zur Polar V800 ist hier. Und Sie, lieber fiebernder Click-Ich-Kauf-Dich-Leser, wollen nur eines wissen: Welche soll ich nehmen? Von Haus aus bin ich schreibender Journalist. Ein paar Zeilen müssen Sie ertragen.

Zumal ich mit einem nicht dienen kann: Einer einfachen Antwort.

Tragekomfort:

Beide Uhren sind sehr groß. Die mit einem Red Dot für gutes Design ausgezeichnete Polar V800 lässt es nur nicht so erscheinen. Sie wirkt elegant und selbst an schmalen Handgelenken ist das Panzerformat erstaunlich feingliedrig. Optische Täuschung, deren Wahrheit das Handgelenk durchaus spürt. Sie ist nicht schwer – aber das Armband mit seinem eleganten Übergang fest und recht dick. Das ist – je nach Handgelenk – angenehm oder nicht, es hilft nur eines: Anprobieren. Die Garmin 920xt hingegen ist flacher, das Armband dünner und trotz der großen Fläche des Außengehäuses lässt sie sich so tragen, das man sie kaum spürt. Falsch wäre jedoch, anzunehmen, eine der beiden Uhren trüge sich herrlich bequem. Andererseits ist seit Jahren die große Uhr schwer in Mode, ich hatte bei Uhrenmessen halbe Turmuhren am Arm, die – wenn aus Massivgold – den Eindruck erwecken, sie könnten wegen der einseitigen Belastung die Wirbelsäule beeinträchtigen. Das passiert natürlich mit keiner der beiden Sportuhren. Die beiliegenden Brustgurte: Beide gleichauf, sprich, ich habe eine derzeit verschorfte Partie auf dem Brustbein, da half alles Tapen mit Hansaplast nicht, derzeit überlege ich die Stelle mit Gaffatape zu versiegeln. (Gaffatape ist auf den Rockbühnen zum Fixieren von Kabeln und Schlagzeugen daheim. Das hält.)

Roll it, baby. Das Armband der V800 macht sich stark. Das der 920xt bleibt liegen.

Roll it, baby. Das Armband der V800 macht sich stark. Das der 920xt bleibt liegen.

Funktionen:

Beide können alles, was das ambitionierte Triathleten-Datenfetisch-Herz sich wünscht. Halt, Stopp. Nein. Können sie nicht. Die Garmin 920xt kann keine Herzfrequenz im Wasser messen. Die Polar V800 kann dafür bislang noch keine Bahnen zählen im Schwimmbad. (Wird sie bald können sollen laut Homepage vom 31. Oktober 2014.) Die V800 kann aber ohne zusätzlichen Laufsensor keine Schrittdynamik auswerten. Obwohl beide mit 3D-Sensoren ausgestattet sind, um den Nutzer auch die täglichen Schritte oder Bewegungen als Grafik darzustellen, inklusive Schlafanalyse. Beide können  mit einem Wattmesser für das Fahrrad kombiniert werden, der für die Garmin kostet in einer Version mit Messung auf nur einer Pedal etwa 850 Euro, bei Polar geht`s mit 900 Euro los (siehe Rechnung unten). Zusammen mit den Trittfrequenzsensoren wird auf einmal aus einem Rennrad auf der Trainingsrolle ein sehr gut zu kontrollierendes Ergometer. Die Pedale kosten allerdings bei beiden so viel – ich selber würde das Geld vermutlich nicht investieren. Ich bin zu langsam. Es lohnt nicht, ich kann konventionell strampeln. Aber wer es wirklich wissen will – die Uhren könnten es. Mit anderen Worten: Die Bewegungen des Triathleten sind mit beiden Uhren erstmal komplett und vollständig vermessen. Gut, irgendwann kommt sicher auch noch eine Messung, wie sehr man altert durch eine Einheit. Aber bis hierhin: Mir fällt nicht ein, was man noch messen wollen könnte.

Die oder die? Ein wenig auch Geschmacksfrage.

Die oder die? Ein wenig auch Geschmacksfrage.

Sowohl die Garmin 920xt als auch die Polar V800 können via App auf einem Smartphone oder iPad ausgelesen werden und das ist ziemlich toll. Weil schnell. Und komfortabel. Ein echter Zugewinn an Komfort gegenüber den jeweiligen Vorgängern. Die Garmin 920xt wiederum lässt sogar zu, das Pushmitteilungen wie z.B. Tweets an das eigene Account auf dem Display erscheinen, wenn das Smartphone mit ihm verbunden ist. Dies ist nicht das Blog für Daniel Düsentrieb oder Q aus den James Bond-Filmen. Ich halte das für Tinnef. Aber sie könnte. Sie, lieber Leser, sollten es zumindest im Training nur nicht wollen. Konzentration, bitte. Seien Sie froh, wenn mal nix piept und bimmelt außer dem Kilometerzähler.

Benutzung:

Ich habe mich dank der vorigen Nutzung meiner eigenen Garmin 910xt zwar zurechtgefunden, aber im Menübaum der 920xt öfter verirrt als in dem der Polar V800. Die ist in der Menüführung übersichtlicher, wesentliche Funktionen mit weniger Schritten erreichbar. Es geht bei beiden mit der Zeit flüssig von der Hand, aber wer nicht gerne Bedienungsanleitungen liest, ist mit der V800 vermutlich schneller auf der Straße unterwegs als mit der 920xt.

Kopf an Kopf. Und keine hat das GPS vorn. Qual der Wahl.

Kopf an Kopf. Und keine hat das GPS vorn. Qual der Wahl.

Beide sind Uhren der neuesten Generation und suchen ihre Satelliten nicht mehr wie andere die Nadel im Heuhaufen. Sprich – das geht fix. In Häuserschluchten langsamer als in der freien Wildbahn. Die Garmin 920xt nutzt, vorausgesetzt, sie ist mit einem bekannten Wlan verbunden, diese Daten und ist sich eigentlich schon im Klaren, wo sie steckt, wenn man sie in der Wohnung anstellt, vor die Tür geht. Dort kann es sofort los gehen. Der Polar V800 kann man hingegen zusehen, wie sie Prozentzahlen addiert und die Satelliten findet, sobald man sie auf der Straße anstellt. Ehrlich – daraus einen nennenswerten Vorteil abzuleiten benötigt schon eine sehr perfektionistische Haltung des Nutzers. Im Trainingsalltag, und dafür wollen wir die Uhr ja haben, ist das keine relevante Größe.  Beim Kölnmarathon ist die Aufzeichnung mit der Polar V800 unter Brücken unterbrochen worden, das ist kein Drama, aber geht mit Garmin besser.

Nicht so schön an der V800 ist, dass ich als Nutzer für die Programmierung von Intervall-Laufeinheiten dies über die Software erledigen muss. Eine Programmierung an der Uhr selber ist nicht möglich, das ist insofern ärgerlich, weil der Nutzer dran denken muss, dies zu erledigen. Spätestens auf Reisen ist aber vielleicht der Rechner nicht dabei, dann muss man einen anderen nehmen, und und und. Da gilt es also mit Bedacht zu planen. Die Intervalle für die Garmin 920xt lassen sich hingegen an der Uhr selbst einstellen.

GPS:

Nachtrag, auf Anregung: Die Genauigkeit der GPS-Daten. Auch hier gilt: Sie sind beide gut, aber welche recht hat, lässt sich für mich nicht ermitteln. Die Garmin 920xt hatte ich beim Essenmarathon leider auf Autopause gestellt. Und ich habe oft gestanden. Dadurch ergab sich im Ergebnis ein Marathon von unter 42 Kilometern. Aber – unterwegs war sie die erste Uhr, die exakt auf Höhe der Kilometerschilder des Veranstalters die Runden anzeigte. Da ist die 910xt immer ein wenig voreiliger gewesen. Die Polar V800 – probiert beim Kölnmarathon ist dank einiger Unterführungen des GPS-Signals verlustig geworden und mittendrin einfach ungenau gewesen. Aber – die Summe stimmte. Die Uhren errechnen fehlende Meter. Wenn es um das Training von Intervallen geht, wo Distanzen eingehalten werden müssen: Beide Uhren sind am Ende genau genug, um das Training sinnvoll zu nutzen. Als sehr unterschiedlich und leider immer unbefriedigend erlebte ich die aktuelle Pace. Da haben beide in sich und überhaupt eine große Bandbreite, mehr als ein grober Richtwert ist das nicht und ich mit meinem Körpergefühl inzwischen kaum unpräziser. Da erinnere ich an Suunto, die mit der Ambit2 eine Einstellung hatte, die auch die schwingende Armberechnung berücksichtigt. Da eierte die aktuelle Pace erheblich weniger.

Auswertung:

Uferlos, umfassend, unüberschaubar. Die möglichen Datenmengen sind für einen interessierten Laien kaum zu bewältigen. Aber: Sie lassen sich jeweils verdaulich konsumieren. Die Plattform Flow von Polar ist seit Monaten zwar nur als beta-Version im Netz, aber irgendwie kommt fast der Eindruck auf, die soll den Zweitnamen behalten. Sie arbeitet ja. Es gibt alberne Spielereien wie das Nacherleben der Strecke mit unterlegter Musik und Einblendung von Fotos, die aus einem Street-View-Programm stammen. Aber auch sehr sinnvolle Charts, die mit Farben und klaren Worten sagen, wo man steht. Das hilft ungemein, das Training zu strukturieren und auch zu erkennen, wenn man es übertreibt oder eben zu faul ist.

Die Polar misst als „Fitnesstest“ die Herz-Raten-Variabilität. Da liegt man still und nach gut 3-5 Minuten, gefühlt also 100 Stunden, die man unbeweglich flach atmet, kommt ein Wert der VO2-Max heraus, das ist ein Grenzwert. Bitte aber möglichst morgens noch vor der ersten Bewegung, nicht nach sehr harten Einheiten, möglichst ausgeschlafen und ohne Alkohol am Vortag. Nun ja. Gab ein paar Tage, wo ich das einlösen konnte. Was die Zahl zu bedeuten hat, kann in Tabellen nachgelesen werden, aber die Uhr sagt’s einem auch gleich. Exzellent ist toll, aber es gibt auch Tage, da wäre man über ein „Wrack“ nicht erstaunt. Ein Orthostatischer Test misst dann noch den Körper im Sitzen und im Stehen. Es gibt auch einen Sprungtest, der benötigt aber den Laufsensor, den hatte ich nicht zur Verfügung, ich finde Laufsensoren bei gut 5 Paar Laufschuhen in ständiger Rotation auch ziemlich lästig.

Die Garmin 920xt misst wiederum die Fitness während einer Trainingseinheit und  gut 5 Minuten nach Start gibt sie ein Rückmeldung über den Erholungszustand. In dem Programm Garmin Connect erscheint eine Art Tankanzeige, die wiederum auch den VO2-Max angibt. Beide Uhren lagen bei mir übrigens auseinander mit den Zahlenwerten. Nicht aber mit der Einschätzung darüber. Mir gefällt es ein wenig besser, dass die Garmin permanent die Daten über die Fitness auswertet, aber das ist Geschmackssache. Wichtig ist: Beide geben einem Rückmeldung und das ist – ganz ehrlich – schon hilfreich. Man kann das überstimmen, habe ich getan. Und die Aussagen über meinen Fitnesszustandes dann erst wahrhaben müssen, als es beim Marathon in Essen nach 21 Kilometer so richtig vorüber war mit Fitness.

(Disclaimer Datenschutz: Beide Uhren speichern die Daten auf den Servern ihrer Unternehmen. Big Data ist hier ganz wörtlich zu nehmen. Es gibt also Bewegungsprofile. Uhrzeiten. Standortdaten. Nachtrag: Siehe Kommentar pep09 – Datenauslese in nicht Internetbasierte Datenbanken gehen mit der V800. Die wirklich komfortable Auswertung via Bluetooth mit Tablet oder Smartphone ist dann aber ausgeschlossen.)

Bugs & Mängel:

Der mir schleierhafteste Bug bis hier hin: In Garmin Connect lässt sich nicht ermitteln, wie viele Kilometer ich seit Jahresbeginn gelaufen bin. Oder Rad gefahren. Oder geschwommen. Nur, was in den vergangenen 12 Monaten war. Entweder ich bin zu blöd, das zu finden, aber…. Ja, vermutlich bin ich zu blöd. Ich habe x-mal gesucht und irgendwann können mir Programmierer dann auch mal gestohlen bleiben, das war vorher besser. Die V800 leidet noch darunter, dass nicht alle Features fertig sind. Peu a Peu werden die versprochenen Funktionen zugefügt. Aber mehr als fünf Monate das Produkt nicht ganz vollständig zu haben aber den vollen Preis zu nehmen – naja. Man wollte wohl bestimmt die Saison mitnehmen und mein Rundblick bei Wettbewerben sagt mir: Genug Athleten wollten sie haben, dann notfalls auch noch nicht ganz fertig.

Kleiner Pflegehinweis für die V800: Die Buchse, an die das USB-Kabel angeschlossen wird, das der Uhr den Strom gibt und sie mit neuer Firmware updatet, ist ein Dreckfänger. Wer sie viel trägt, wird feststellen, dass sich in der leichten Vertiefung Material sammelt. Organisches. Hautpartikel. Nicht lecker, aber da klebt es nun und hindert mit etwas Pech den Stecker daran, sauber zu sitzen. Mit einem Zahnstocher lässt sich das beheben.

Rechnung:

Was kostet welche Uhr?

Plus für die Garmin: Sie arbeitet auch mit den alten Sensoren an den Brustgurten.

Dennoch hier die Berechnungen für beide Uhren mit Sensor-Brustgurten und der Vollausstattung für Triathleten (Das sind die offiziellen Verkaufspreise. Wer nicht nach besseren Angeboten googlen kann, der hat diesen Blog eh nicht gefunden. Also: Richtwerte, es geht günstiger.)

V800

–        Uhr mit HF-Gurt                                                                          450 Euro

–        Keo-Pedale Essential (einseitig)                                               900 Euro

–        Trittfrequenz und Indoorgeschwindigkeitsmesser              70 Euro

–        Laufsensor                                                                                   70 Euro

920xt

–        Uhr mit HF-Gurt                                                                          450 Euro

–        VectorS-Pedale (einseitig)                                                        850 Euro

–        Trittfrequenz und Indoorgeschwindigkeitsmesser              40 Euro

Fazit:

Sie sind Neueinsteiger? Beide Uhren sind sehr gut. Keine von beiden ist der anderen derart überlegen, dass es nur die eine sein kann. Geschmack und Vorlieben sind aus meiner Sicht absolut stichhaltige Gründe, sich für die eine oder die andere zu entscheiden. Tut mir leid. Sie hatten gehofft, es käme eine klare Aussage raus? Nein. So einfach ist es in diesem Fall nicht.

Sie besitzen eine Garmin? Bleiben Sie, wenn nicht gewaltige optische Gründe dagegen sprechen (und ja, ich finde die 920xt nur bedingt hübsch) bei Garmin. Sie kennen die Menüführung, die Datenbank bleibt die Gleiche. Der Upgrade verlangt keine Umgewöhnung. Die Option, Wattmessung auf dem Rad zu nutzen, bleibt offen.

Sie besitzen eine Polar? Bleiben Sie bei Polar: Sie sind in einer Datenwelt, es gibt keinen absolut zwingenden Grund, diese zu wechseln.

Richtig ist: Es gibt Wege, die eine Datenbankwelt in die andere zu transportieren. Ich persönlich mache in der Zeit lieber was anderes. Je nach Bastelneigung aber, mögen Sie das anders sehen.

Welche also kaufen?

Beide.

Haha. Ja, kleiner Scherz, zu einer Lösunge, die den Herstellern gut gefallen würde.

Richtig ist aber: Beide sind ein vorbehaltlose Empfehlung wert. Das eigene Training damit zu strukturieren und zu analysieren ist jeweils erheblich leichter geworden.

Natürlich gibt es sicher noch handfeste rationale Gründe, die für jeden Sportler individuell ausschlaggebend sein können. Fragen Sie mich, am besten in den Kommentaren, damit andere Interessenten mit ähnlichen Fragen das gleich mitlesen können. Ansonsten auch gerne unter thorsten.firlus@wiwo.de Ich versuche, so gut es geht, zu helfen.

 

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Alle Kommentare [59]

  1. Hi Thorsten,

    Danke für die Tests.
    Interessant wäre noch der Vergleich der Genauigkeit, sprich vermessene Strecke, Höhe und Auswertung, etc.?
    Was auch für Intervalle (z.B. 10x200m) recht wichtig ist, wie folgen beide Uhren einer flotten Geschwindigkeitsänderung?
    In der Vergangenheit hieß es immer hierfür muss man den Laufsensor bei Polar verwenden, da dies mit GPS fast nicht möglich ist und die Anzeige einfach nur springt.
    Wie ist hier Deine Erfahrung?

    Grüße
    Chris

  2. Moin Chris, völlig richtig! Es zeigt nur: Es ist mir gar nicht aufgefallen, dass es da zu viel sagen gäbe, weil im Laufe der Test nichts wirklich auffällig war. Aber das Kapitel trage ich nach.

  3. Für mich klar die 920 XT
    Hauptgrund: Ich kann Strecken von gpsies abfahren.
    Nebengrund: Ich bekomme meine Daten ins strava 😉

  4. Danke für den Vergleich.
    Die Polar V800 hat mittlerweile auch einen Intervall Timer auf der Uhr. Um einfache Wiederholungen zu laufen. Nicht ganz so toll wie bei Forerunner aber ganz brauchbar.

    Auf Flow ist man nicht mehr zwingend angewiesen. Mit dem Tool V800 Downloader https://github.com/profanum429/v800_downloader kann man seine Trainings ins tcx Format exportieren und dann beliebig weiterverarbeiten. Sprich offline zB mit SportTracks oder auch Strava, Runalyze.

  5. Pep, aber die Aktivitätsaufzeichnung im Schlaf, also die Activitytracker-Infos – kann man die mit auf die Drittanbieter übertragen? Und wenn ich flow im Smartphone nutzen möchte – dann komme ich um die Datenbanken nicht rum, oder? Die Übertragung der Daten via Bluetooth aufs Smartphone ist ja schon sehr nett.

  6. Nabdend Thorsten,
    wäre echt klasse.
    Für mich wäre dies kaufentscheidend, da ich den Laufsensor an vielen Schuhen trage und immer dieses Justieren nervt.
    Wenn das mit einer der beiden Uhren gut funktioniert ist dies ein Argument.
    Anzeige stabil, also nicht springend und recht flott einer Geschwindikeitsänderung folgen. Und als Tüpfelchen die Summe der km noch recht genau… das wäre es.
    Dann die RCX5 und CX800 verkaufen und eine der beiden stechen … 🙂
    Grüße
    Chris

  7. Mich würde interessieren, wie ein Triathlon in der 920 aufgezeichnet wird. Bei den Vorgängern wurden die Disziplinen separat dargestellt. Bei der v800 wird ein Triathlon als eine Einheit erfasst und sogar Wechselzeiten werden ausgewiesen.

  8. Chris, das verstehe ich nicht ganz. die Multisportaufzeichnung beinhaltet doch alle drei Disziplinen und die Übergänge. meinst du, dass die 910xt daraus nicht ein Gesamtergebnis für kcal, etc gemacht hat? Wenn ja, kläre ich das für die 920xt noch mal, die ich leider in der einen Woche testphase nicht bei einem Triathlon dabei hatte, nur einem Marathon.

  9. Der Laufsensor ist bei der Garmin quasi integriert. bei der Polar wird er am Schuh befestigt.

  10. Hallo Thorsten,
    danke für den Vergleich. Auch wenn Du etwas in der Art ja schon vorausgesagt hattest, dass sich beide Uhren ziemlich ähneln, habe ich dennoch ein paar für mich wichtige Infos herauslesen können. Danke dafür. Problem jetzt: wann kommt die Garmin endlich in die Läden? *g*
    Zu Deinem Bug auf Connect: Wenn Du eine Auswertung in einem benutzerdefinierten Zeitraum haben möchtest, also z.B. wie gewünscht vom 1.1. bis heute, dann gehe (mit aktivierter neuee Optik von Connect, nicht die klassische Ansicht) auf den Einstellungsbutton bei Berichte, dann auf „Ganze Seite aufrufen“, dann links auf Fortschrittsübersicht> und dann kannst Du bei „Bericht über“ auch auf die Einstellung „Benutzerdefinierte Kalenderdaten“ umschalten und den gewünschten Zeitraum angeben. Dort kann man dann auch nach den verschiedenen Aktivitäten filtern. Ich gebe zu, das ginge auch einfacher, aber es geht immerhin. 😉
    Sportliche Grüße,
    Ralf.

  11. Konnektivität der V800 Top, Design genial, der Rest einer Triathlonuhr nur sehr bedingt würdig! Man wartet eigentlich immer nur auf Updates und wenn das ein Updates kommt, ist noch nicht ganz fertig! Katastrophales Vorgehen von Polar um die Kunden bei Laune zu halten. Die Garmin ist komplett und verliert nicht schon bei einem 2m- Tunnel das GPS!

  12. @Sven das sind sehr berechtigte Hinweise, die die Markteinführungspolitik zu recht kritisieren. Irgendwas als Beta raus zu geben ist heutzutage wohl Standard. Ich halte das auch nicht für richtig. Aber die Uhr, wenn sie denn mit allen Funktionen zur Verfügung steht, ist dann einfach dennoch eine vollständige Uhr. Über das Marketing können wir reden, aber meine Aufgabe sah ich jetzt zunächst mal darin, die Technik für uns Hobbyisten zu vergleichen.

    @Ralf Danke! Wieder was gelernt. Klappt nur nicht. Wenn ich an der Stelle bin, kann ich entweder Datum einstellen oder Sportart wählen. Aber Kalenderdaten und Sportart – bin ich immmer noch zu blöd für. Und das nun wirklich gut versteckt…

  13. Hi Thorsten, was ich mit meiner Frage bzgl. der Aufzeichnung meinte ist folgendes: Bei der V800 wird ein Triathlon als eine Einheit im Polar Flow angezeigt, bei garmin wird er als drei separate Einheiten dargestellt. Ist das mit der neuen Garmin weiterhin der fall?

  14. Hallo Chris, nein, ich habe das zwar nur trocken durchgespielt, aber es erscheinen meiner Erinnerung die gleichen Auswertungen wie in der 910xt allerdings begreift die 920xt in der Anstrengunsauswertung schon, dass da was war. Das ist der 910xt ja egal gewesen.

  15. Es ist immer schwierig wenn das Thema ansteht: Garmin vs. Polar.
    Für mich ist es mit bedeutendem Vorsprung die Polar V800 geworden, weil mir Herzfrequenz-orientiertes Training sehr wichtig ist. Und in dem Feld hat Garmin nicht mal Ansatzweise den Hauch einer Chance. GPS ist sofort da, mit Garmin hat mir das teilweise echt zu lange gedauert. Hab zwei Wochen lang, die V800 mit der 620 und der 910XT ( ja Vorgängermodell) getestet. Beim Laufen 10Km ( V800 10,02Km – 620 9,76Km und 910XT 9,81Km ) hat Garmin enorme Schwierigkeiten die Distanz richtig wiederzugeben, wohl bemerkt auf einer vermessenen Strecke. Auch beim Training mit einem befreundeten Läufer ( trägt eine 620) meine Uhr sagt letzter Km 04:40 seine 03:58 ( sonnig, 18 Grad, kein Regen). Die Polar macht verlässlich das was sie tun soll, und als mehr Wettkampf-orientierter Sportler dem das ganze auch was nutzen soll, gab es nur V800. Des weiteren ein Forum einer großen deutschen Laufzeitschrift haben sich sehr viele über die GPS-Genauigkeit beschwert und ihre Uhren gegen die V800 getauscht. Also war ich mit meinen Eindruck nicht allein.

    Und @ Marcus die Daten bekommst du auch mit der Polar in Strava, dauert keine 7 Sekunden. Funktioniert ohne Probleme einwandfrei.

  16. @Jan
    Wie sieht hier im Vergleich aus?
    Was auch für Intervalle (z.B. 10x200m) recht wichtig ist, wie folgen beide Uhren einer flotten Geschwindigkeitsänderung?
    In der Vergangenheit hieß es immer hierfür muss man den Laufsensor bei Polar verwenden, da dies mit GPS fast nicht möglich ist und die Anzeige einfach nur springt.
    Wie ist hier Deine Erfahrung?
    Grüße
    Christian

  17. Hallo Thorsten!
    Super Bericht, sehr interessant.
    Kannst Du noch was zu den Akkuleistungen der Uhren was sagen?
    Gibt es hier größere Unterschiede?
    Grüße
    Helmut

  18. Hallo Helmut, danke! Akkus: Keine der beiden Uhren ist schwachbrüstig, keine ist nah dran, in einem sehr langen Wettbewerb nicht durchzuhalten. Klar aber auch: Vor einem Ironman oder langen Trail lädt sie jeder Athlet, der nicht sehr vergesslich ist, auf. Die Akkus – um es mal so zu sagen – sind deutlich besser als die von iPhones und schlechter als die von Nokia 3210s… Aber zwischen beiden Uhren im Vergleich ist der Akku kein ausschlaggebendes Argument.

  19. Hallo Chris,

    leider nein – was auch daran liegt, dass ich derzeit mit einer Fußverletzung laboriere und schlichtweg nicht laufe. Aber die nächste Einheit beinhaltet dann 10×200 Intervalle, dann kann ich das für die Polar prüfen. Als „Referenz“ dient dann meine 910xt, da ich die am längsten kenne. Einverstanden? Ich hoffe, kommende Woche wieder Laufen zu können. Ein wenig ziept die Sehne noch. Besten Gruß Thorsten

  20. Hallo,

    schöner Test, vielen Dank hierfür.
    Ich habe jedoch wichtige Anmerkung bezüglich der Preise:
    Die Garmin Vector (S) beinhalten bereits einen Trittfrequenzsensor. Somit ist dieser nicht nötig. Die Vector (S) sind bereits erprobt (Seit 2013) wohingegen die Polar leider a) noch nicht verfügbar sind und b) eine Neuentwicklung sind also mit Schwächen zu rechnen ist. Eigentlich sollten auch die Polar Pedale die Trittfrequenz messen. Konnten zumindest schon die alten. Über die SMART Pedale ist leider nicht viel zu finden.

    Der Polar Fußpod ist aber eine feine Sache. Ich nutze diesen (S3+) mit meiner RCX5 an verschiedenen Schuhen ohne immer neu zu kalibrieren – mit Erfolg. Die Auswertungen und Informationen sind sehr gut.

    Wenn Garmin die Schwierigkeiten mit der 920xt gelöst bekommt, werde ich aber (bedingt durch die Nutzung von Garmin Vector S) mir die 920xt anschaffen. Ansonsten stimme ich der Aussage zu, es gibt keinen Grund zu wechseln.

    Gruß
    Simon

  21. @Simon – danke für die Info. Mir wurden die Sachen als Paket zur Verfügung gestellt, ich habe sie alle montiert und nur kurz einen Gedanken dran verschwendet, ob das Set für 40 Euro nicht überflüssig ist. Andererseits kauft der ein oder andere vielleicht für ein Rad nur den Trittfrequenzsensor und für das andere die Pedale. Wattmesser für mehrere Räder wird ja doch schnell empfindlich teuer….

  22. Hi Thorsten,
    ich finde ihre Beiträge und ihre Erfahrungen, die Sie mit uns allen teilen, sehr interessant und bringen einen auch zum grübeln.

    Ich persönlich finde, dass die V800 und die M400 eine nicht gut gelungene Verbesserung der RCX3 und der RCX5 darstellt und die 920xt eine teurere Version der 910xt mit nicht unbedingt notwendigen Neuerungen ist! Bspw. passt die 910xt auch an schmale Arme und obwohl sie schwerer ist als manche andere Uhren, ist die Verteilung des Gewichts gut. Also ist die Gewichtsreduktion nicht so notwendig gewesen. Zudem stellt für mich die V800 kein Konkurenten zur 910/920xt dar, da sehe ich eher die RCX5.
    Warum? die RCX5 hat ein GPS-Sensor( kompatibel mit RCX3/RS800), der ist extern dafür hält er locker 20h und ist angenehm am Arm oder Hose zu tragen dazu wiegen die Uhren ca.25g zudem lassen sich alle Komponenten wechseln und Uhrbatterie 1x aufs Jahr je nach Nutzung.Zudem lässt sich die HF im Wasser messen, ok es gibt keine automatische Rundennahme bei Schwimmen aber die Funktion ist bei den Garmins auch nicht grade 100%tig zb. wird/ kann es dazu kommen, dass eine neue Runde berechnet wird wenn man Leuten ausweicht oder plötzlich Schwimstil ändern muss.
    Fazit ich glaube man sollte sich im Vorfeld die Frage stellen, ob sich diese teureren (+-200 oder Mehr) Uhren lohnen, denn die meisten Funktionen stellen einfach nur Spielereien in meinen Augen dar die eig. keiner braucht, welche meines erachtens auch das Mehr im Vergleich zu den älteren Modelen, welche recht gut und erprobt sind, nicht rechtfertigt. Zudem denke ich, dass die moderne nicht unbedingt stehts besser ist, sondern man sollte auch mal konservativ blicken. Ist es nicht besser auf seinen Körper zu hören, zu fighten und sich nicht zum Sklaven einer Uhr zu machen?! Nun wie dem auch sei, jeder sollte es für sich klären und schauen. Im vergleich sieht die 920xt schon netter aus als der Vorgänger.
    Ps. Danke für deine Vergleiche und Tests Thorsten vllt kommt ja irgendwann mal ein großer Triathlonuhren vergleich bei dem die RCX-Modele ggf auch M400+V800 mit den Garmins verglichen wird ggf. Pro/Kontra, um so Leuten die optimale Möglichkeit zu geben ihre passende Uhr zu finden, im Falle das sie zwischen Garmin und Polar schwanken 😀

  23. Hallo Torsten,
    danke für Deinen ausführlichen Test. Ich habe ihn als Bestätigung für meinen bereits getätigten Kauf genommen. 😉
    Ich hätte einen Tipp für deine aufgeriebene Brust. Da mir das auch passiert, trage ich den Sender auf dem Rücken. Das funktioniert problemlos.

  24. danke für den sehr informativen Bericht.
    Ein wichtiger Punkt fehlt mir aber. Wie sieht es mit dem Planen eigener Strecken vorab am Pc aus? Ich bin beruflich viel unterwegs und will dann dirkt vom Hotel los und nicht erst eine Strecke in Gpsies oder Flow etc. suchen!
    Das geht bei Garmin wie schon seit jahren. Bei Polar? Bis heute nichts in Sicht! War zwar bis Ende 2014 angekündigt, doch findet sich jetzt keine Ausage dazu mehr auf der Polar-Seite.
    Hast du dazu mehr Infos?
    Grüße
    Manne

  25. Hallo Manne, nee, das muss ich auch erst recherchieren, das kann ich auf Anhieb leider nicht sagen.

  26. Sicher lässt sich in Garmin Connect ermitteln wie viele Kilometer ich seit Jahresbeginn gelaufen/gefahren bin. Man muss nur ein Ziel erstellen z.B. fürs radfahren, und schon sagt er (wenn ich das Ziel dem Dashboard hinzufüge) dass ich 150km von 3000km z.B. schon gefahren bin.
    😉

  27. Hallo. Hatte auch Probleme mit meinen alten Hf-Gurt von meiner Garmin 910 mit Reibstellen an der Brust. Seit ich den Premium HF Gurt verwende habe ich keine Probleme mehr weil er an der Vorderseite Glatt ist.
    gr.
    georg

  28. hallo romy, stimmt, aber inzwischen habe ich gefunden, wo man benutzerdefinierte kalenderdaten und sportart eingeben kann. das mit dem ziel erstellen ist ja doch eher ein umweg. aber besser als gar nicht.

  29. Ich habe mir jetzt mal die Garmin, meinem Vater die Polar geholt. Jetzt gibt es ein Vater Sohn-Battle um die „bessere“ Uhr! 😉

    Danke für den ausführlichen Test!

  30. Hallo zusammen,

    ich habe mir die 920xt auch geholt und ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Der Akku hält bei mir mit Bluetooth und ca. 5 GPS Läufen 14 Tage ohne Probleme durch. Und trotz der Abmessungen ist die Uhr im Alltag sehr praktikabel – ich nutze es wegen meiner Seite vor allem als Schrittezähler. Einzig die Farbe ist nicht wirklich dezent ….

    Mein ausführlicher Test ist auch auf http://fitnesstracker-vergleich.de/testberichte/garmin-forerunner-920xt/ zu finden.

    Viele Grüße
    Hörnchen

  31. Ich bin schon immer ein großer Fan von Uhren, und gerade die 920xt von Garmin hat es mit angetan. Sie ist eine schöne und vorallem sehr zuverlässige Uhr mit der man garantiert nichts falsch machen kann.

  32. Sehr gelungener Bericht! Dieser Blog hat ab jetzt einen Leser mehr. ☺
    Was man evtl. noch einfügen könnte wäre die Nennung der Funktechniken, da die Polar ja n.m.w. nur noch mit Bluetooth arbeitet und dadurch mit vorhandenen Ant+ Sensoren nicht mehr kombinierbar ist… Wie sieht es da mit den älteren Wind Sensoren von Polar aus?

  33. @sebastian Danke! Das ist eine tricky Frage. Kann ich auch spontan nicht beantworten.

  34. @Sebastian und Thorsten:

    Die V800 erkennt weder ANT+ noch die hauseigenen W.I.N.D.-Sensoren. Es werden nur Bluetooth Smart-Sensoren erkannt. Ein Vorteil des Bluetooth Smart Herzfrequenz-Sensors ist die Übertragung der Herzfrequenz im Wasser, hier nutzt der Sensor den s.g. GymLink …

    Saluti
    Alex

  35. @Sebastian und Thorsten,

    Die V800 kann weder ANT+ noch die hauseigenen W.I.N.D.-Sensoren anbinden. Nur Bluetooth Smart Sensoren können angebunden werden, ein Vorteil des Bluetooth Smart Herzfrequenz Sensors ist die Übertragung der HF im Wasser, wobei der Sensor hier den s.g. GymLink nutzt!

    Saluti
    Alex

  36. Prima Test; sehr bodenständig. Danke dafür. Nutze selber die 910 XT als Triathlet täglich und bin sehr zufrieden damit (auch wenn innerhalb eines Jahres 5 (fünf) mal der Brustgurt getauscht werden musste.

    An der „alten“ 910 gefällt mir besser, dass die Uhr direkt (ohne Armband) am Lenker befestigt werden kann. Sieht am RR deutlich eleganter aus (finde ich) und kann in der Wechselzone schneller vom Handgelenk ans Rad (und zurück) getauscht werden, als wenn die ganze Uhr mit Armband um das Lenkerrohr gewickelt werden muss. Ich weiß, es ist unwichtig, aber mir gefällt es eben und hält mich davon ab, die 920 XT zu erwerben, zumal ich sie nur zum Sport trage und, wie Sie richtig bemerkten, die notwendigen Funktionen völlig ausreichend sind. Bin überzeugt, dass im nächsten Jahr eine entsprechende Lösung angeboten wird.

    Viele Grüße

    Hans

  37. Hallo Udo, danke! 🙂 Ich hatte nun mit der fenix3 auch den neuesten Gurt von Garmin im Test. Da hatte ich zumindest nicht mehr die Probleme mit Hautabschürfungen wie früher. Vielleicht ist der auch sonst besser!?!?

  38. Hallo Hr. Firlus!
    Ich wollte Sie fragen, welcher Uhr Sie die bessere Ablesbarkeit bescheinigen – v.a. beim Schwimmen?
    Dazu auch meine 2. Frage: Messen beide Uhren auch die Distanz beim Schwimmen im Freiwasser?

    Fuer Ihre Infos v. Dank vorab u. schreiben Sie bitte weiter so gute Tests/Berichte

    LG aus Niederbayern

  39. Polar hat den Riesennachteil das die Batterien (keine Akkus) der Sensoren nicht eigenhändig getauscht werden können.

  40. Hallo Thorsten,
    vorab mal vielen Dank für deine Mühen und das Verfassen der Berichte.

    Ich bin am Schwanken zischen der V800 und 920xt. Was mir besonders wichtig ist, ist eine Rückmeldung über die Trainingsintensität des letzten Trainings und meinen aktuellen Fitnesszustand / Erholungsbedarf. Daher ein paar Detailfragen dazu. Vielleicht kannst du mir da etwas helfen.

    Die Polar misst ja die Herz-Raten-Variabilität. Ich möchte mich aber nicht jede Woche hinlegen um zu wissen wie meine Fitness ist. Gibt es da auch eine Rückmeldung anhand der absolvierten Trainings – also dass ich im Webportal meinen Zustand sehe?
    Bei Polar steht ja auch, dass manuelle Eingaben nicht in den Fitnesszustand mitbetrachtet werden. Aber wenn ich mich ohnehin hinlegen zum Messen muss? Ich bin da etwas verwirrt.

    Bei Garmin erscheint eine, wie du schreibst, „Tankanzeige“. Das scheint das eher zu sein was ich suche. So weiß ich, wie leer mein Akku ist und ob ich wieder ein paar lockere Einheiten einlegen soll.
    Ich habe schon Garmin Produkte (ua. Forerunner 220, Edge800). Sollte ich diese „Tankanzeige“ auch ohne der 920xt zumindest sehen? Die VO2Max anzeige sehe ich in der klassischen Anzeige. Wen auch ohne Wert.
    Und wie ist das hier mit manuellen Eingaben bzw. bei Aufzeichnungen mit anderen Garmin Geräten

    Herzlichen Dank im voraus.
    werner

  41. @Werner

    Ich versuche es mal auf die Schnelle.

    Zur „Tankuhr“. Nein, die wird dir keine Auskunft geben über die einzelne Einheit und in der Tat – die ist wohl nur in der klassischen Ansicht. Da ich momentan keine Uhr habe, die VO2 ermittelt (nur meine 910xt), suche ich aber auch gar nicht danach. Die Tankuhr hält fest, wo dein VO2-Max ungefähr liegt. Im Grunde der gleiche Wert, den auch die V800 mit dem Fitnesstest ermittelt. Die V800 hat zusätzlich den Running Index. Der aber hält auch eher alle Einheiten im Blick. Die 920xt rechnet ja sogar mögliche Zeiten aus. Ich halte das aber für sehr sehr optimistisch.

    Bei Garmin ist es die Trainingsintensität auf einer Skala von 1-5, die Auskunft gibt, ob das hart war oder nicht. Sie rät auch zur nötigen Ruhezeit. Das tut auch die V800. Wichtig ist: Das bezieht sich immer auf ein Training der gleichen Intensität!!! Sprich: Nach einer harten Einheit soll man so lange keine ebenso harte Einheit machen. Selbstverständlich sind regenerative Einheiten möglich.

    Die Polar misst ja mit Brustgurt. Manuelle Eingaben (könnten, wenn ich als Laie drüber nachdenke) haben wohl nicht die Chance, den Verlauf von HF und Tempo/Höhe in einen Zusammenhang zu stellen. Das aber wäre ja nötig, um aus den Daten eine Aussage über den Fitnesszuststand zu machen.

    Hilft das? Für noch genauere Infos, müsste ich mit der V800 eine Einheit laufen. Kann ich machen.

  42. Hallo Thorsten,
    „Ruhezeit“: ok, das klingt gut. Ich hatte schon Sorge, dass ich die Analysen der Uhr dann vollständig ignoriere, wenn ich ständig eine Woche pausieren soll.
    „Manuelle Eingaben“ so gesehen – sehr logisch.

    Vielen Dank für deine Antwort. Ich muss wohl nochmal beide ans Handgelenk legen.

  43. Hallo Thorsten,

    vielen Dank für den tollen und kurzweilig geschrieben Bericht. Er war sehr aufschlussreich und hat mir detailliert gezeigt, welche Uhr was kann.
    Mir ist durch Deine lustigen Kommentare auch klar geworden, daß ich so einen Spielkram gar nicht brauche. Ich handle lieber nach der Maxime: Entscheidend ist auf dem Platz (ähhh beim Wettkampf). In der Zukunft werde ich so weitertrainieren wie bisher: Daumenschätzung bei den Prozentangaben zu GA1-, GA2- und WSA-Training, ab und zu mal ein Intervall. Auch bei langen Läufen oder Radtouren mal einen Sprint hinlegen. Und dazwischen auch das Konditionstraining (Kraft, Beweglichkeit, Dehnung, Ausdauer und Koordination) nicht vergessen. Achtet auf Eure Ernährung.
    Das alles macht mehr Spaß, als ständig an irgendwelchen elektronischen Dingen rumzufummeln.

    Vielen Dank
    DreiBaer

  44. Hallo,
    ich danke für den tollen Bericht und Vergleich, auch wenn er zeitlich etwas älter geworden ist.
    Mich würde interessieren, ob ich heute auch noch gut bedient mit dem Garmin 920 wäre, oder doch mittlerweile Alternativen auf dem Markt sind. Ich bin Besitzer eines forerunner 305 und komme eigentlich gut klar. Ich brauche ihn fürs Laufen, Radfahren aber vor allem auch fürs skiken. Ich kombiniere den 305 mit der runtastic app, dort gibt es crossskating als Sportart. Mein 305 kommt so langsam in die Jahre, ich muss über ein Nachfolgegerät nachdenken. dort hätte ich auch gerne die Höhenmeter. Aber so wie dieser Bericht ausfällt sollte ich wohl bei Garmin bleiben. Ist dann der 920 aus heutiger Sicht noch immer eine gute Wahl, oder gibt es schon noch bessere und sinnvollere Geräte?

  45. Hallo Uli, nein, die 920xt verarbeitet alle Softwareupdates bis heute. Bei deiner Schilderung deine Anwendungen kannst du noch einen Blick auf die fenix3 werfen, die etwas robuster ist. ich selber trainiere immer nochmit einer 910xt – selbst das ist nicht völlig antiquirt. Ich kann aber nicht sagen, ob Garmin nicht noch eine neue Uhr rausbringt. Auf der CES haben sie die fenix3 mit HFMESSUNG am Am gezeigt. Aber auch diese Saison werden wir weiter viele 920 sehen. Die ist ao ausgereift, der nächste Sprung wird kommen, ob es ihn wirklich braucht, steht auf einem anderen Blatt.

  46. Hallo Thorsten,

    bin zum 1. Mal auf Deinem sehr schönen und unterhaltsamen Blog, mein Kompliment dafür!
    Da ich mir als Hobbyläufer gern eine besondere GPS-Uhr mit (gerne) vielen Spielereien zulegen möchte, habe ich prinzipiell die Garmin 920XT, die Polar V800 und die Garmin FR 230 und FR 630 in die engere Auswahl gezogen. In Sportfachgeschäften bin ich bisher nur unterirdisch beraten worden und versuche mein Glück nun bei Dir 😉
    Vom Design her gefällt mir am besten die FR 230 in scharz/gelb, die jedoch keine Schwimmfunktion hat und wohl auch fürs Fahrrad untauglich ist. Allerdings gehe ich nur gelegentlich Schwimmen und Radfahren, bin also kein Hardcore-Triathlet…trotzdem wären die Funktionen „schön zu haben“.
    Bei der 920XT gefällt mir u.a. die Möglichkeit, den Laufstil zu verbessern und die zusätzlichen Schwimm- und Fahrradfunktionen.
    Die FR 630 misst als einzige die Laktatschwelle – toll!
    Die V800 ist im direkten Vgl. mit der 920XT zwar unterlegen (das Design gefällt mir auch nicht so wirklich), hat aber das aktuell wahrscheinlich beste Preis/Leistungsverhältnis (alle Uhren inkl. Brustgurt):
    – V800: 310 €
    – FR 230: 228 €
    – FR 630: 350 €
    – FR 920XT: 470 € (!)
    Zuletzt möchte ich anmerken, dass ich das „Teilen“ von Daten (v.a. solchen Gesundheitsdaten) gar nicht mag, v.a. nicht mit amerikanischen Unternehmen! Also eine Zwangssoftware zur Auswertung bzw. mit Klarnamenzwang wäre ein klares Minus!
    Kannst Du mir nun auf Grund Deiner Erfahrungen mit den Uhren und meinen Angaben die „Qual der Wahl“ vielleicht etwas erleichtern??

    Besten Dank im Voraus!

    LG,
    Chris

  47. @chris Und um die Sache kompliziert zu machen, gäbe es ja noch die brandneue Spartan Ultra von Suunto und die fenix3 und die 735xt von Garmin! Für Suunto spräche ggf der Unternehmenssitz in Finnland. Wegen Servern. Wie bei Polar. Echtnamen muss man aber nirgends eingeben. Eine Ambit3 von Suunto könnte also auch noch was sein. Die V800 bedarf des Anprobierens – sie sitzt nicht an allen Handgelenken gleich. Das Problem: Dieses „schön zu haben“. Tja – was ist in einem Jahr? Vlt radelst du dann doch mehr? 🙂 Fragen über Fragen!

  48. NAIINNN!
    Nicht noch mehr Variablen ins ohnehin schon fragile System hinzufügen!
    Suunto hab ich extra außen vor gelassen (keine Erfahrungen)….
    Die ersteren 3 sind wohl dann doch ziemlich/zu teuer – auch wenn in einem Jahr mehr geradelt würde 😉
    Die V800 wird von anderen Nutzern nun nicht unbedingt gelobt, v.a. im direkten Vergleich mit der 920XT – zu ungenau, wohl zu unzuverlässige Software.
    Was wäre denn Dein Favorit? Und kann man die Uhren auch sinnvoll auf einem Crosstrainer Indoor benutzen?

  49. @chris kenne ich – zu viel Auswahl. Mein Tipp derzeit ist in solchen Fällen oft: Eine Garmin 910xt gebraucht mit gutem Akku kaufen. Das muss man natürlich ausprobieren, 15 Stunden im GPS-Modus sollte er noch durchhalten. Meine kann das noch nach mehr als 3 Jahren dank guter Pflege. Das ist die günstigste Lösung, die einen für vieles wappnet.

    Da deine Liste das aber nicht vorsah: Die 920xt gibt es auch schon für 350 inkl. HRM-Gurt. Die wird sicher noch günstig bleiben, da Garmin gerade die 735xt vorgestellt hat. Unterm Strich wäre das dann mein Rat für das, was du skizziert hast.

  50. Ist zwar schon ein ziemlich alter Beitrag, aber ich wollte trotzdem noch kommentieren. Also ich bin mit dem Aktivitätstracker von Polar sehr zufrieden. Vor allem durch seine vielfältige Einsetzbarkeit.

  51. Hallo!
    Zuerst einmal Danke für Ihren Bericht.
    Ich hätte ein paar Fragen zur 925XT

    Vorab!
    Ich nutze z.Z. die Polar V800. Konnte diese bei intensiver Nutzung von knapp 13 Monaten 4x beim Sportfachgeschäft (meines Vertrauens) wegen, Qualitätsmangels umtauschen. Zuerst war der Dichtungsring zum Aufladen nicht richtig dicht und beim Schwimmen lief Wasser in die Uhr; mal war der GPS Sensor defekt; dann erkannte die Uhr weder Herzfrequenzband noch den Laufsensor und beim letztenmal war wiedermal der Hz Sensor das Problem. Der Sportfachverkäufer meinte, daß sie noch nie in einem Jahr soviele Sportuhren umtauschen mussten, ganz gleich welcher Marke. Made in China ist auch leider gleich mit Qualitätseinbußen verbunden. Qulität? Wer braucht Qualität in einer Konsumwegwerfgesellschaft? Quantität reicht!
    Ich weiß nicht in wie fern Garmin, Polar & Co ihre Produkte in China auf Qualität überprüfen, ob ihnen ein Produkt zugesendet wird und sie dann sagen „Gut“ und dann werden nur noch „Montags“ Uhren produziert, oder das man so billiges Material für Kosteneinsparung verwendet?
    Für die Preise haben die Qualitäten der Sportuhren leider in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen und der Preis dafür ist einfach nur „treist“.
    Meine Meinung dazu.
    Ich würde gerne wissen, wie die Erfahrung bei anderen war mit V800 vs. 925XT und anderen Sportuhren?

    Fragen!
    Kann man mit der 925XT auch andere Sportarten betreiben installieren? Bei der V800 kann ich auch andere Sportarten auf die Uhr installieren: Boxen, Kraftsport, Tanzen, Kajak, Walking, Geländelauf, etc.

    Wenn ich z.B. am Boxsack übe, kann ich die V800 ausziehen, durch Bluetooth gibt das Hz-Band die Daten (Herzfrequenz, Kalorie, Belastung, etc.) weiter (bei einer Distanz von 5-9m). Ist die 925XT auch in der Lage dies zu bewerkstelligen?

    Wird ein Nachfolger der 925XT auf der Eurobike 2016, oder erstes Quartal 2017 angekündigt?

    Danke für eure Antworten!

    Gruß!
    Jörgi

  52. Ein schöner Vergleich der beiden Tracker. Ich hatte mir vor einem Jahr die V800 von Polar gekauft und bin absolut zufrieden. Für mir als leidenschaftlicher Läufer ein treuer Wegbegleiter.